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Juni 2012
Juli/August 2011
Der Biberbau ist fertig
Das Mosburgfest kann kommen. Der neue Biberbau steht. Die Schwäger Günter Busse und Werner Kuhn haben die mobile Grillhütte geschreinert, zusammengebaut und gestrichen.
Vorstandsmitglieder haben Mitte Juli auf dem Nordenstadter Gelände von Busse-Küchen das neueste Bauwerk des Biebricher Fußballvereins mit einem kleinen Grillfest eingeweiht und
begossen. Seine Feuertaufe wird der Biberbau am 27. und 28. August im Schlosspark erleben.
Blauer Frühschoppen
Schon jetzt laden wir alle Freunde der Blauen zum Mosburgfest an den Nordrand des Weihers ein. Am Sonntag um 11 Uhr werden wir den zweiten Tag der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Biebricher
Vereine und Verbände mit einem Frühschoppen begrüßen. Um 13 Uhr empfängt dann die Oberliga-B-Jugend der Nullzweier die Mannschaft von Eintracht Frankfurt zum Punktspiel.
Neue Saison – neues Outfit
Die Jugendabteilung des Biebricher Fußballvereins hat für die Nachwuchskicker der Blauen 350 Trainingsanzüge bestellt. Die Wechselphase dieses Jahres stuft Jugendleiter Hartmut
Steindorf als „für unsere Verhältnisse normal“ ein. 36 Abgängen stehen 46 Zugänge gegenüber.
Der nächste Winter kommt bestimmt
Der Winter ist noch weit, doch die Termine für die großen Hallenturniere stehen fest. Der Nostalgie-Cup für Traditionsteams wird am 14. Januar, der Horst-Seilberger-Pokal für
erste Mannschaften am 21. Januar ausgespielt. Die Alten Herren sind am 26. November und am 25. Februar Gastgeber, das traditionelle Jugendbetreuerturnier steigt am 18. Dezember. Dazu kommen wie
üblich eine Vielzahl von Veranstaltungen für den Nachuchs – alle in der Halle am Dyckerhoff-Sportfeld.
Über 1200 Zuschauer
Die große Feier, die Armin Brandenburger anlässlich seines 65. Geburtstages beim letzten Heimspiel der alten Saison gegen den FSV Braunfels auf dem Dyckerhoff-Sportfeld veranstaltet
hat, wurde trotz der Niederlage unserer Verbandsliga-Mannschaft zu einem schönen Erfolg. Über 1200 Besucher waren gekommen und feierten bei Sekt, Bier und Wein sowie den von den
Consortium-Köchen zubereiteten Köstlichkeiten der 11. Generation den jubilierenden 02-Gönner. Armin Brandenburger hatte sich zum Geburtstag statt der üblichen Geschenke Spenden
für seinen Biebricher Fußballverein erbeten. Horst Klee bedankte sich beim „Chef“ des 02-Freundeskreises mit einem blauen Trikot mit der Rückennummer 65. Brandenburger
trug es bis zum finalen Feuerwerk, das Petrus gratis mit einem Gewitter beisteuerte.
Ärzte laufen für Biebrich 02
Der Biebricher Fußballverein bedankt sich auch bei Professor Dr. Prott. Der Radio-Onkologe hatte seine Kollegen zu einem Medizinerkongress ins Wiesbadener Kurhaus eingeladen. Nach einem
Benefizlauf der Ärzte für die Blauen überwies er eine Tausend-EuroSpende.
„Der Dotzheimer“ ist 70
Wohl kaum jemand hat den Wiesbadener Amateurfußball in den vergangenen Jahrzehnten derart mitgeprägt und mitgestaltet wie Helmut Herrmann. „Der Dotzheimer“, wie er in
Biebrich seit seiner aktiven Zeit in der Hessenliga-Mannschaft der Blauen heißt, war lange Zeit Kreisfußballwart, wurde wegen seiner herausragenden Verdienste um den Fußball unter
anderem mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. Herrmann feierte am 14. Juli seinen 70. Geburtstag. Auch 02-Vorsitzender Horst Klee gehörte zu den Gratulanten.
Herrmann führte viele Jahre als Vorsitzender seinen TuS Dotzheim, in dieser Zeit größter Turn- und Sportverein der hessischen Landeshauptstadt war. Er war Referent für
Freizeitsport, Kreisfußballwart, stellvertretender Bezirksfußballwart und Mitglied im Verbandsspielausschuss. Rund 20 Jahre gehörte Herrmann dem Sportkreisvorstand an und ist bis zum
heutigen Tag Mitglied der das Stadtparlament beratenden Freizeit- und Sportkommission. Wir Blauen haben ihn auch als Klassenleiter der Landesliga in bester Erinnerung. Noch immer kommt er gern aufs
Dyckerhoff-Sportfeld. Nicht nur, um sich die Spiele der 02er anzusehen, sondern auch, um alte Freunde wiederzusehen.
"Ich bin mit dem Fußball groß geworden und hatte eine wunderschöne Jugend auf den Plätzen der Region. Irgendwann war es einfach an der Zeit, etwas zurückzugeben",
beschreibt der ewig rauchende Skatspieler die Hintergründe seiner rund 40-jährigen Funktionärslaufbahn. Etliche Anekdoten und Bekanntschaften mit den Großen der Fußballwelt
- darunter Legenden wie Fritz Walter und Bernd Hölzenbein - begleiten seinen Weg, die Organisation des DFB-Bundestages 1998 in Wiesbaden, der IOC-Kongress im Jahr 2002 und die Ausrichtung der
DFB-Jugendländerspiele gegen Estland und Spanien zählen zu den unvergesslichen Höhepunkten.
Und doch sind es in erster Linie die kleinen Vereine, die Amateurfußballer in und um Wiesbaden, denen sich Herrmann stets besonders verpflichtet fühlte. "Ohne den Breitensport gäbe
es auch keinen Spitzensport. Und umgekehrt genauso. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, das muss man sich immer wieder vor Augen führen", betont der Anhänger von Eintracht Frankfurt,
der gemeinsam mit Jürgen Grabowski beim FV Biebrich 02 in der Hessenliga kickte. Die Freundschaft mit dem "Grabi" hielt ein Leben lang. Regelmäßig fährt er auch heute noch mit
dem Biebricher Weltmeister zu den Eintracht-Heimspielen in die Commerzbank-Arena.
Sein Engagement als Funktionär ist nach Herrmanns Ansicht keineswegs umsonst gewesen. Im Gegenteil. "Ich denke, der Wiesbadener Fußball braucht sich auf Kreis- und Bezirksebene
keineswegs zu verstecken. Wir stehen im Vergleich gut da, haben vielerorts tolle neue Kunstrasenplätze, und die Zusammenarbeit mit der Stadt in Sachen Sportförderung passt
auch.“
Doppelmeister FV Biebrich 02-Buben feiern Pokalsieg im Schlemmerhof-Weingut Wann in Kostheim
Im gemütlichen Schlemmer-Weingut Wann in Kostheim steht die Fußball-Jugend nicht im Abseits. Familie Wann löste zur Freude der FV Biebrich 02-Equipe das Versprechen ein, bei
einem Sieg ihrer erfolgreichen E 1–Jugend beim internationalen Fußball-Jugend-Turnier in Rimini zu einer Saison-Abschlussfeier einzuladen.
Der Doppelmeister der Saison 2010/2011 mit den erworbenen Titeln als Kreismeister auf dem Feld wie in der Halle und Vize-Pokalsieger konnte seine Erfolge in einem dramatischen Elfmeterschießen im
Finale gegen die griechische Spitzenmannschaft Apollon mit 8:7 Toren fortsetzen. Mit einem prächtigen Pokal traten die Biebricher die Heimreise an.
Mit einem gesponserten Oldtimer-US-School-Bus trafen die Meisterspieler mit Trainer, Betreuern und Eltern nach einer Rundfahrt in der Region in den Nachmittagsstunden im Schlemmer-Weingut Wann
ein. Zur Begeisterung der Biebricher Fußball-Buben kredenzte die aufmerksame Crew herzhafte üppige Hamburger mit knackig frischen Salaten und Durst stillenden alkoholfreien
Getränke.
Zu dieser denkwürdigen Saison-Abschlussfeier zählten auch zwei Geburtstagskinder: Trainer Dirk Heidemann und Torwart-Trainer Robert Ferdi. Mit einem gebührenden Glas Sekt aus dem
Weingut wurde das „Happy Birthday“- Liedchen angestimmt. „02-Commander“ Kurt Morlock dankte dem Schlemmer-Weingut für die noble Bewirtung der Biebricher
Fußball-Buben und stellte unter Beifall fest: Das Weingut Wann hat ein Herz für die Fußballjugend!
September 2011
Am Sonntag Frühschoppen
An von der Sonne verwöhnten, lauwarmen Spätsommertagen ist es vielen das schönste Fest des Jahres. Das Mosburgfest der Arbeitsgemeimeinschaft Biebricher Vereine und Verbände
lockt am letzten August-Wochenende wieder in den Schlosspark. Und auch wenn es AG-Vorstand und Vereinen nicht leicht fällt, die Veranstaltung durchzuführen trotz der Auflagen des
Park-Eigners HIM – der Hessischen Immobilien-Management für das Land – es lohnt sich, die Tradition aufrecht zu erhalten. Auch die Fußballer von Biebrich 02 sind – wie
von Anfang an – natürlich wieder mit von der Partie und bauen ihre Stände auf dem angestammten Platz am Nordrand des Weihers auf.
Am Samstag bewirten die Blauen ihre Besucher bis in die Nacht hinein. Am Sonntag bitten sie bei diesem Biebricher Bürgerfest ab 11 Uhr zum Frühschoppen.
Im Sitzen Geld einnehmen
Wie schon im vergangenen Jahr organisieren die Fußballer ihren Verkauf über eine Märkchen-Kasse, wo man Bons für Speisen und Getränke erwerben kann. Das Gerücht, das
Kassensystem sei eigens geschaffen worden, weil die mittlerweile älteren Herren im Vorstand nicht mehr den ganzen Tag hinter dem Zapfhahn oder am Grill stehen können, auf diese Weise nun
auch bei diesem Fest einer sitzenden Tätigkeit nachgehen können und das Geldeinnehmen ohnehin ihre liebste Beschäftigung ist, wird eifrig dementiert. Es habe sich aber, so
02-Vorstandsmitglied Chara Mentis, im Vorjahr eindeutig erwiesen, dass es im Grill- und Getränkestand ohne Bargeldverkehr an dieser Stelle deutlich besser läuft. Der Essensstand ist
übrigens in diesem Sommer von den Blauen unter der Leitung von Günter Busse und Werner Kuhn neu gebaut worden.
Klee ausgezeichnet
Horst Klee, Vorsitzender des Biebricher FußballVereins seit 40 Jahren, hat für diese außergewöhnliche Leistung, im Rahmen der Wiesbadener Sportlerehrung im Jagdschloss Platte
vom Oberbürgermeister die Sportplakette der Stadt erhalten.
Neue Toiletten
Im 02-Klubheim am Dyckerhoff-Sportfeld ist die Herren-Toilette saniert worden. Dank der Unterstützung der Spielbank Wiesbaden, die dem Biebricher Fußballverein in diesem Fall mit einer
zweckgebundenen Spende unter die Arme gegriffen hat, und unserem Freund, Installationsmeister Wilfried Wehnert, konnten wir die dringend notwendige Maßnahme in Angriff nehmen. Jetzt kommt die
Damen-Toilette an die Reihe.
Oktober 2011
Horst Klee ist König nicht nur bei Biebrich 02
Der Turnverein Biebrich begeht 2011 sein 165-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird am 3. Dezember in der Turnhalle am Rathenauplatz ein aus der Feder des Wiesbadener
Sportkreisvorsitzenden Helmut Fritz geflossenes „Turner-Drama“ über den Beginn der Bewegung vor 200 Jahren auf der Berliner Hasenheide aufgeführt. Fritz selbst, der auch
Mitglied des Biebricher Ortsbeirats, Sitzungspräsident der „Wasserflöh'“ und prominenter Bütterredner ist, wird Turnvater Jahn spielen. König Friedrich Wilhelm von
Preußen wird dagegen von niemand geringerem als dem 02-Vorsitzenden Horst Klee dargestellt. Der Chef der Blauen ist seinerseits seit mehr als 60 Jahren Mitglied des Turnvereins und hat
über Jahrzehnte die berühmte, stets ausverkaufte Fassenachtssitzung der TVB-Narrenzunft geleitet. Ganz so närrisch soll's zwar am 3. Dezember nicht werden. Genug zu lachen gibt’s
aber sicher.
Biberbau hat Feuertaufe bestanden
Der neue Biberbau des Biebricher Fußballvereins hat beim Mosburgfest seine Feuertaufe bestanden. Die geräumige und komfortable Grillhütte, die in der Werkstatt unseres einstigen
Vorstandsmitgliedes Günter Busse entstanden ist, wurde von Besuchern und anderen Vereinen ausgiebig gewürdigt. Vor allem auch die Blauen, die ehrenamtlich in ihr Bratwürste,
Spieße, Gyros und Pommes zubereiteten, waren angesichts des angenehmen und sauberen Arbeitsplatzes voll des Lobes.
Das 34. Mosburgfest ist schon terminiert
Obwohl es am Samstag wiederholt geregnet hat, war der Besuch des Biebricher Bürgerfestes zufriedenstellend. Und am nassen Schlosspark-Untergrund sind keine nennenswerten Schäden
entstanden, so dass die Hessische Immobilien Management den Kautions-Scheck an die Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände zurückgegeben hat. AG-Vorsitzender Günter Noerpel
hat angekündigt, auch den Vereinen einen Teil-Betrag der bezahlten Standmieten zurück zu erstatten. Allen skeptischen Stimmen zum Trotz, die schon das Ende der Traditionsveranstaltung
kommen sahen, hat die Arbeitsgemeinschaft den Termin für das 34. Mosburgfest festgelegt. Es steigt am 25. und 26. August 2012.
Die kräftigen Männer mit ihren Harleys
Bei der jüngsten Sitzung der AG haben alle diesmal vertretenen Vereine, Initiativen und Einrichtungen zugesagt, auch dann wieder dabei zu sein. Allein die Partnerstadt Glarus, die nur im
zweijährigen Turnus teilnimmt, wird erst 2013 ihren Stand wieder aufbauen. Besonders froh ist Noerpel, dass auch der Wiesbaden-Nassau-Chapter des Harley-Davidson-Clubs den alten Platz von Gibber
Grand Hand am Nordrand des Weihers im nächsten August wieder beziehen will. Nicht nur, weil die Männer mit ihren Maschinen bei den Besuchern großes Interesse geweckt haben, sondern
weil sie sich bei Auf- und Abbau besonders hilfreich hervorgetan haben: „Die waren an allen Tagen mit vier, fünf Mann angetreten und haben kräftig angepackt“, dankte der
AG-Chef.
Freundeskreis der Blauen nach bewährtem Motto
Gut essen und noch besser trinken – das ist das Motto des Freundeskreises des Biebricher Fußballvereins, der sich zu seiner nächsten Zusammenkunft am 28. Oktober verabredet hat.
02-Gönner Armin Brandenburger hat für diesen Freitagabend ein Treffen im Hattenheimer Weingut Balthasar Ress arrangiert.
Die Sportplakette der Stadt für den 02-Vorsitzenden
Im Rahmen der Sportlerehrung auf dem Jagdschloss Platte erhielt neben anderen auch Horst Klee die Sportplakette der Stadt Wiesbaden. Unser Bild zeigt Klee (links) mit Oberbürgermeister
Dr. Helmut Müller und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel. Klee ist seit 40 Jahren Vorsitzender des Biebricher Fußballvereins 02. Im April 1971 übernahm der damals
31-Jährige nach einer turbulenten Mitgliederversammlung das Zepter der "Blauen" und führte den Verein aus einer desaströsen, finanziell beklemmenden Situation wieder ans Licht. Unter
Klees Regie fand sich ein über Jahrzehnte stabiles Funktionärsteam. Schulden sind am Dyckerhoff-Sportfeld längst zum Fremdwort geworden. Seine Maxime ist „blaues
Grundgesetz“: „Wir geben nur aus, was wir erwirtschaftet haben.“ Es entstanden 1977 das Klubheim und wenige Jahre später der Jugendraum als Anbau. Längst ist Biebrich 02
der größte und erfolgreichste Fußballverein der hessischen Landeshauptstadt. Die in Breite und Leistungsbereich einzigartige Jugendarbeit findet neben Anerkennung auch viele Neider.
Der soziale Anspruch der 02er ist außergewöhnlich, die Integrationsleistung für den Stadtteil unverzichtbar. Das, so würdigte Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, ist
Klees Verdienst.
Oktober/November 2011
Am 5. November Alaaf in Kölle
02-Jugendleiter Hartmut Steindorf organisiert wieder eine Busfahrt zur Eröffnung der Karnevals-Kampagne am 5. November in Köln-Nippes. Um 13.45 Uhr trifft sich die Gruppe, die
vornehmlich aus Mitgliedern des Biebricher Fußballvereins und der Gibber Kerbegesellschaft besteht, zur Abfahrt. Von 17 Uhr bis etwa gegen 22.30 Uhr dauert die „Große Feier der
Neppeser Naaksühle“ im beheizten Festzelt im Nippeser Tälchen mit vielen bekannten Gruppen und Solisten der Kölner Fassenacht, unter anderem Blom un Blömcher, das Fussisch
Julche und die Paveier. Gegen ein Uhr soll der Bus wieder in Biebrich sein. Der Teilnehmerpreis inklusive Fahrt und Eintrittskarte beträgt 43 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung: Hartmut
Steindorf (Telefon: 807803), Jürgen Dindorf (609648) und Frank Burneleit (7244302).
November 2011
Platzordner Udo Parker bei Energy Rock
Udo Parker, Webmaster und Haus- und Hoffotograf des Biebricher Fußballvereins, hat in seiner eigentlichen Profession nostalgische Gefühle bedient. Bei sich und seinen Fans. Ende Oktober
stand er nach vielen Jahren Pause mal wieder mit den „Nize Boyz“ auf der Bühne. Die meisten der 1000 Besucher in der ausverkauften Christian-Bücher-Halle waren wegen der alten
Wiesbadener Bands Armada, Sinfonie und eben den Nize Boyz der Einladung der ESWE-Versorgungs-AG zu Energy Rock gefolgt. Als Porky Kronier, Udo und die anderen netten Jungs ihren Auftritt hatten, war
der Saal jedenfalls knüppeldicke voll. Udo Parker hatte es dabei nicht versäumt, einen Hinweis auf seine Beziehung zu Fußball und Biebrich 02 zu geben. Er zupfte die Gitarre mit einer
Platzordner-Binde am Arm.
Albert Nsiahs Fußball-Videos: Drei Ecken ein Elfer
Albert Nsiah, Wiesbadener mit ghanaischem Vater, der 2006 nach der Wahl zum „Schönsten Mann Westdeutschlands“ von sich selbst sagte, „ich bin maximal pigmentiert“,
arbeitet als Fotomodell und schauspielerte schon ein bisschen. Als Fußballer trug er einst auch das Trikot des Biebricher Fußballvereins 02. Nun hat er eine neue Aufgabe gefunden. Unter
dem Titel „Drei Ecken ein Elfer“ produziert er jedes Wochenende Filmchen über ausgewählte Spiele des heimischen Amateurfußballs. Auf dem Dyckerhoff-Sportfeld war er schon
zweimal. Gegen Kastel 06 und den SV Wiesbaden. Und beide Derbys haben die Blauen gewonnen. Albert Nsiah, der die Bilder kommentiert und auch Trainer-Interviews einschneidet, darf also wiederkommen.
Die Videos sind zu sehen im Internet unter www.wiesbadener-tagblatt.de – zumindest die mit Biebricher Beteiligung auch unter www.biebrich02.de
Freundeskeis im Keller...von Balthasar Ress
Einen wunderschönen Abend verbrachte der Freundeskreis des Biebricher Fußballvereins im Hattenheimer Gutshaus Ress. Nach einem Begrüßungstrunk am offenen Feuer im Hof
öffnete Balthasar Ress, Mitglied im Verband der Prädikatsweingüter, der „blauen Gemeinde“ seine Keller zur Ansicht, aber auch seine Flaschen zur Verköstigung mit
herausragenden Tropfen. 02-Vorsitzender Horst Klee nutzte den wieder von Armin Brandenburger organisierten Abend, neuen und alten Mitgliedern des Freundeskreises die Philosophie und die aktuelle
Situation des Vereins vorzustellen.
Er erwähnte das neue kostenlose Nachhilfe-Angebot, das die Blauen ihren Jugendspielern gemeinsam mit der Riehlschule unterbreiten. Und er gewährte einen Blick in die Statistik.
„Von den knapp 400 Kindern und Jugendlichen, die beim Biebricher Fußballverein spielen, haben über 70 Prozent einen Migrationshintergrund. Sie haben ihre Wurzeln in 45 verschiedenen
Ländern.“ Und er machte seinen Zuhörern Unterschiede deutlich: „Biebrich 02 hat 20 Jugendmannschaften für den Spielbetrieb gemeldet, der SV Wehen acht.“
Oldies in der Halle: Turnier am 26. November
Die Alten Herren des Biebricher Fußballvereins waren zuletzt erfolgreich. Sie gewannen gegen Schwarz-Weiß 6:2, in Erbenheim 3:1 und gegen Westend 3:0.
Am letzten November-Samstag veranstalten die Oldies der Blauen ein Turnier in der Halle am Dyckerhoff-Sportfeld. Mit von der Partie ist dann unter anderem auch Biebrich 76.
Dezember 2011
Horst Seilberger ist tot
Der Stuhl, der für ihn bei Partien auf dem Kunstrasenplatz eigens nach draußen an den Spielfeldrand getragen
wurde, wird nun leer bleiben. Seine regelmäßigen Besuche im Klubheim, das sein Klubheim war, das er 1977 für
den Biebricher Fußballverein in entscheidendem Maße zu realisieren half – wir werden sie vermissen. So wie
sein immer freundliches Wesen, seinen staubtrockenen Humor, seine leisen Töne, die bescheidene, stets
zürckhaltende Art, die so selten geworden ist in unserer Welt.
Horst Seilberger, der am Mittag des 27. November, in direkter Nachbarschaft zu seinem Sportplatz, im Toni-Sender-Haus
für immer eingechlafen ist, lebte für seine Familie und für die Nullzwei. Hier war er 74 Jahre Mitglied, 35
Jahre gehörte er dem Vorstand an, 27 Jahre als zweiter Vorsitzender. Manche meinen, ohne ihn und seinen Freund Horst
Klee hätte der Verein die Krisenzeit 1971/72 nicht überlebt. Durch Horst Seilbergers Adern lief blaues Blut –
keine Frage. Seine Anekdoten aus den erfolgreichen, aber auch aus den schweren Zeiten des Biebricher Fußballvereins
werden wie er selbst unvergessen bleiben. Wann was wie gewesen ist, werden wir ihn nun freilich nicht mehr fragen
können. Es war gut, dass wir zum 90- und zum 100-jährigen Bestehen unserer Gemeinschaft viel von dem aufgeschrieben
haben, was Horst Seilberger, aber auch die gleichfalls verstorbenen Heinz Przybilla und Lothar Meurer zu erzählen
wussten. Auch in diesem Verein gab und gibt es oft genug mal Krach. An einen Streit mit Horst Seilberger kann ich mich indes
nach 40 gemeinsamen Jahren nicht erinnern. In freundschaftlicher Treue schien er auch in den vergangenen zwei Jahrzehnten,
nachdem er aus dem Vorstand ausgeschieden war, großes Vertrauen in die Kompetenz, Zuverlässigkeit und Einstellung
seiner Nachfolger zu haben. Dass diese Mannschaft für seinen Verein das Richtige tut und die Existenz nicht aufs Spiel
setzt, davon war er ganz offenbar überzeugt. Nachdem seine Inge gestorben war, nahm er als Ehrenmitglied wieder
regelmäßig an den Vorstandssitzungen teil, um sich aber nur ganz selten mit einem Rat zu Wort zu melden. Wir
wussten uns in beruhigender Weise wohlwollend-kritisch begleitet. Auch das wird fehlen.
Er war, wenngleich es ihm zunehmend schwer fiel, bis zuletzt gern mit seinen Freunden im Verein zusammen und sah sich
möglichst viele Spiele der Mannschaften an, die das blaue Trikot tragen. Sein Weggefährte Dieter Zorn, der sich in
den schweren letzten Monaten intensiv um Horst Seilberger gekümmert hat, fuhr ihn vom Toni-Sender-Haus in seinem Auto
herüber zum Match gegen den SV Wiesbaden bis an den Spielfeldrand, dass er diese Partie verfolgen konnte. Sicher dachte
er da noch einmal an die großen Derbys aus gemeinsamen Hessenliga-Zeiten. Mit den Spielern, die die sportlich
erfolgreichste Ära des Vereins geprägt haben, hielt er ein Leben lang freundschaftliche Kontakte. Wenn Alfred
„Bubi“ Meinhardt oder Helmut Mehl zum geselligen Beisammensein der alten Garde riefen, dann waren das Festtage
für ihn.
Horst Seilberger war im Biebricher Fußballverein und auf dem Dyckerhoff-Sportfeld eine Institution – uns fehlt
aber vor allem der Mensch. Am Freitag, 9. Dezember, wenn um 13 Uhr auf dem Biebricher Friedhof die Trauerfeier stattfindet,
wird auch die 02-Familie Abschied nehmen.
Weihnachtsfeiern und Nostalgiecup
In den nächsten Wochen wird den Blauen bei vielen Anlässen immer wieder bewusst werden, dass Horst Seilberger
nicht mehr da ist. Bei den Jugend-Weihnachtsfeiern fehlt sein stets großzügiger Spendenbeitrag. Bei der
Weihnachtsfeier des Biebricher Fußballvereins für Aktive und A-Jugend, die am Samstag, 17. Dezember, im Casa Nova
des Tennis-Clubs Grün-Weiß im Henkellpark stattfindet, werden die Mon-Cherie Packungen vermisst, mit denen er die
Vorstandsfrauen und Helferinnen Jahr für Jahr beglückte. Und natürlich wird er beim Biebricher Nostalgie-Cup,
dem Turnier für Traditionsmannschaften am 14. Januar in der Halle am Dyckerhoff-Sportfeld in aller Munde sein. Irgendwie
mag man es als treffend empfinden, dass ausgerechnet das Turnier der Verbandsliga-Mannschaft um den Horst-Seilberger-Pokal,
das eine Woche drauf am 23. Januar geplant war, in diesem Winter ausfällt, weil die traditionell teilnehmenden
Gastvereine derzeit mit anderen Problemen kämpfen und deswegen abgesagt haben.
Turniersieg der Oldies
Am letzten November-Samstag veranstalteten die Alten Herren des Biebricher Fußballvereins ein Turnier in der Halle
am Dyckerhoff-Sportfeld und belegten ungeschlagen Platz eins. Die Ergebnisse: 0:0 gegen FC Biebrich 76, 1:0 gegen die Spvgg.
Hochheim 07, 1:0 gegen die Spvgg Amöneburg, 1:0 gegen Naurod und 0:0 gegen Italia Rhein-Main. Die Tore erzielten
Münzberg (2) und Spitz.
Januar 2012
Franz Haßler und Werner Kuhn 70
Franz Haßler und Werner Kuhn haben viele Gemeinsamkeiten. Beide teilen sie die Leidenschaft für den Fußball, besonders für „ihren“ Verein Biebrich 02, wo sie
viele Jahre miteinander auf dem Platz standen. Gemeinsam haben sie mit ihren Frauen die halbe Welt bereist, tourten durch die USA, Sri Lanka oder Thailand. Jetzt feiern die Freunde innerhalb von drei
Tagen beide ihren 70. Geburtstag. Kuhn sagt selbst: „In unserem Leben gibt es viele Parallelen, aber das ist reiner Zufall.“
Kennengelernt haben sie sich 1965. Kuhn wechselte damals vom TuS Nordenstadt nach Biebrich. „Ich wollte ein bisschen höher spielen, also bin ich hierher gegangen“, erinnert sich
der Nordenstadter an die Anfänge. Der Biebricher Haßler spielte da bereits seit Jahren für die Blauen in der Hessenliga, auch zusammen mit Jürgen Grabowski und Gerd Klier, die
von Biebrich aus ihre Profikarriere starteten. „Ich war dann der Nachfolger von Jürgen“, lacht Kuhn.
Die Freunde erinnern sich gern an ihre aktiven Jahre: „Das waren schöne Zeiten, wir haben vor vielen Zuschauern gespielt. Beim Derby gegen den SV Wiesbaden waren es bestimmt sieben-
oder achttausend“, erzählt Haßler rückblickend. Während der Franz als Linksaußen und Halbstürmer agierte, spielte der Werner als Mittelläufer oder
Verteidiger. „Er war eher der Techniker, ich war mehr der Kämpfer“, bekennt Kuhn. Fünf Jahre lang kickten sie so zusammen. Nach einem zweijährigen Abstecher als
Spielertrainer zu seinem Stammverein nach Nordenstadt kehrte Kuhn 1972 wieder zu den Biebrichern zurück – und ist ihnen treu bis zum heutigen Tag. „Ich bin einfach hängen
geblieben bei meinen Kumpels.“ Gemeinsam spielten sie noch viele Jahre bei den Alten Herren. „Unsere AH war sehr erfolgreich. Wir haben sämtliche Turniere gewonnen und waren immer
gut besetzt“, berichtet Haßler. Mit 60 beendete er wie Kuhn die aktive Laufbahn.
Aber die beiden hatten es längst nicht mehr nur auf dem Fußballplatz miteinander zu tun. „Seit unserer Zeit als Aktive sind wir 30 Jahre lang zusammen in Urlaub gefahren“,
erzählt Kuhn, „wir haben zusammen mit unseren Frauen praktisch die ganze Welt gesehen.“ Auch Haßler denkt daran gern zurück: „Die Urlaube waren wirklich am
schönsten. Das war ideal und hat einfach immer gepasst.“ Ihre Frauen hätten sich auch gleich gut verstanden, sagt Hassler, so dass man viel gemeinsam unternommen habe. Unzählige
Feiern, Silvesterpartys oder Fastnachtsveranstaltungen habe man miteinander erlebt. „Wir waren immer eng zusammen.“ Stets mit von der Partie war auch ihr Freund Klaus-Dieter Herrmann.
„Wir haben heute noch eine gute Verbindung.“ Der traditionelle Stammtisch der Freunde hat sich mittlerweile zu einem Rommee-Abend weiterentwickelt, alle vier bis sechs Wochen trifft man
sich bei einer Familie zu Hause und mischt die Karten.
Doch auch auf dem Fußballplatz begegnen sich Hassler und Kuhn noch regelmäßig. Während Haßler sich die Heimspiele seiner „Blauen“ ansieht und noch die
Sportplätze in der näheren Umgebung aufsucht, fährt Kuhn zu jeder Partie des Vereins mit. „Er ist da noch ein bisschen verrückter als ich“, gesteht Haßler mit
einem Augenzwinkern. Fußballverrückt seien sie aber beide, ihre Freizeit war stets stark ausgefüllt von dem runden Leder. Haßler war jahrelang als Trainer erfolgreich, leitete
die Geschicke in Oberwalluf, Amöneburg oder Niederseelbach. Bis zum vergangenen Jahr trainierte er Biebricher C-Jugendliche. Kuhn wurde früh in den Vorstand gewählt. Quasi vom Platz
weg. Von 1974 bis 1990 war er Spielausschussvorsitzender der 02er, anschließend noch einmal 15 Jahre der erste Kassierer. Derzeit ist er noch Beisitzer und steht jeden Sonntag als
Platzkassierer bei den Spielen der zweiten Mannschaft am Eingang. Häufig sehen sich die Freunde auch im Clubheim der Biebricher, wo Kuhn noch regelmäßig hinter der Theke steht und
sich selbst als „Mädchen für alles“ bezeichnet.
Die Freundschaft der beiden Fußballer hält schon weit über 40 Jahre. „Er kennt keine Ausreden. Wenn er etwas zusagt, hat er immer dazu gestanden“, bescheinigt
Haßler Kuhn, was er an seinem Freund schätzt. Der sieht es ganz genauso: „Franz ist zuverlässig. Wenn er sagt, er macht etwas, dann ist das auch so.“ Und dann sagen sie
beide übereinander: „Wir sind einfach Freunde fürs Leben.“
Sina Schreiner (Wiesbadener Tagblatt)
Musterbeispiele für Integration
Bürgermedaille in Bronze für Mentis Charalampos und Ali Gür
„Gute Geister des Vereins" nennt Oberbürgermeister Helmut Müller die beiden Herren, die mitten auf dem Spielfeld der Biebricher Sporthalle stehen. Alle Augen richten sich auf
Mentis Charalampos und Ali Gür - zwei Mitglieder des Biebricher Fußballvereins 02. Da kommt zur reinen Mitgliedschaft freilich einiges dazu: Sie gehören seit Jahren dem Vorstand an
und sind viel länger noch in anderen Funktionen für die Blauen auf Achse. Dass ihr Engagement die Norm weit übersteigt, davon ist auch OB Müller überzeugt: "Menschen wie Sie
tragen nicht nur zum großen Erfolg des Vereins bei - nein, erst durch Sie erlebt man Auszeichnung", lobt Müller. Und dem Lob folgte die Wiesbadener Bürgermedaille in Bronze. Mentis
Charalampos hält dem Verein seit 1987 die Treue, "weil es hier einfach Spaß macht". Drei Jahre zuvor war er aus Griechenland zu seinen bereits in Biebrich lebenden Eltern gezogen. Als
Neunjähriger begann er bei den Blauen mit dem Kicken - und hat dann die komplette Vereinskarriere mitgemacht. Er spielte bis zur A-Jugend, engagierte sich im Jugendausschuss, betreute
Nachwuchsteams und ist nun mit gerade einmal 33 Jahren als Vorstandsmitglied unter anderem für den Klubheimbetrieb und den Auftritt der 02er auf dem Mosburgfest verantwortlich.
Zusammengehörigkeit
"Natürlich ist die Arbeit - vor allem mit den Jugendlichen - nicht immer einfach", gesteht der Grieche lächelnd. "Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Zuneigung, die der
Verein mir entgegenbringt, möchte ich aber nicht mehr missen", erklärt er. Ali Gür ist seit 1993 Mitglied im FV Biebrich 02. Auch er hat stets mehrere Funktionen gleichzeitig
ausgeübt. Er betreut Nachwuchsteams, er ist Schiedsrichter, übernahm Aufgaben im Spielausschuss, ist heute "der Ali für alles". Denn keineswegs kümmert er sich als
Organisationsleiter nur um das Funktionieren und das Wohlergehen des Verbandsliga-Teams. Auch er kann sich "ein Leben ohne seinen Verein gar nicht mehr vorstellen". "Der FV Biebrich 02 ist für
die meisten Menschen hier viel mehr als ein Hobby", weiß Müller. "Insgesamt 380 Jugendliche finden hier nicht nur ihre sportliche Heimat, sondern auch neue Ziele und Perspektiven", betont
er. "Was hier geleistet wird - nicht zuletzt durch Menschen wie Mentis Charalampos und Ali Gür - verdient höchste Anerkennung", kommentiert Müller die Entscheidung zur Vergabe der
Bürgermedaille, die übrigens Günter Noerpel, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände beantragt hatte. Ali Gür, der geborene Türke mit
deutscher Staatsangehörigkeit, und Mentis Charalampos, der Grieche aus Ionnina, sind Musterbeispiele gelungener Integration.
"Diese Auszeichnung ist auch gerade deswegen so sinnvoll", lobte 02-Vorsitzender Horst Klee die Entscheidung des Magistrats. "Die Bevölkerung in unserem Stadtteil ist bunt, und das soll sie
auch bleiben. Bei uns ist jeder willkommen, egal, welcher Nation", zeigt sich Klee begeistert. Momentan zählt der Verein Mitglieder aus 45 verschiedenen Nationen, die sich im Sport gemeinsam
für ihren Verein und ihren Stadtteil engagieren. Gür und Charalampos, die beiden Multifunktionsträger im 02-Vorstand, sind sich für keine Arbeit zu schade und immer da,
wenn helfende Hände gebraucht werden. "Manchmal scheint es so", berichtet ein Mitstreiter lachend, "als hätten sie die berühmten deutschen Tugenden besser verinnerlicht als manch
Eingeborener." Pünktlichkeit, Ordnungssinn, Disziplin lebten sie jedenfalls beispielhaft vor.
Fabienne Krüger (Wiesbadener Tagblatt)
März 2012
02er + 76er beim Nostalgiecup vorn
Das hat es lange, lange nicht gegeben. Die Ü40 der Blauen gewann den Biebricher Nostalgiecup vor dem namhaft besetzten SV Wehen. Bei der Ü50 setzte sich wie in den Vorjahren Biebrich 76
durch. Auch bei den Älteren werden die 02er im kommenden Jahr sicher stärker, haben sie doch Zuwachs bekommen. Roland Spitz ist am Tag des Hallenturniers 50 geworden – und da er die
Gelegenheit nutzte, gleichzeitig zu heiraten, fehlte diesmal auch Micki Lauf, der als Trauzeuge unabkömmlich war.
1500 Euro für das Nachbarschaftshaus
Wie immer spielten die Oldies auch für den guten Zweck. Bei dem traditionsreichen Hallenturnier stockten die beteiligten Mannschaften die Einnahmen aus den Zuschauereinnahmen kräftig
auf, so dass in diesem Frühjahr insgesamt 1500 Euro ans Biebricher Nachbarschaftshaus übergeben werden können. Im Frühjahr wollen sich auch die Mannschaftsverantwortlichen
zusammensetzen, um sich über die Austragung des Nostalgiecups im nächsten Winter Gedanken zu machen. Das Turnier, das nun schon seit 1996 durchgeführt wird, soll ein bisschen
aufgepeppt werden.
Vertrag mit Trainer Melunovic bis 2014
Der Biebricher Fußballverein hat den Vertrag mit Trainer Elvir Melunovic für die beiden kommenden Spieljahre bis zum Sommer 2014 verlängert. „Ich möchte die Mannschaft
in diesem sehr gut geführten Verein schrittweise nach vorn bringen“, erkärte der 40-jährige Bosnier gegenüber dem Tagblatt. Seit er im September Engin Özdemir
abgelöst hat, holte das Verbandsligateam bislang 30 Punkte.
Mitgliederversammlung am 27. April
Die Jahreshauptversammlung des Biebricher Fußballvereins findet am Freitag, 27. April, um 20 Uhr im Vereinsheim am Dyckerhoff-Sportfeld statt. Wie immer stehen auch diesmal Teil-Neuwahlen
auf der Tagesordnung.
Akademische Feier am 6. Mai
Sein 110-jähriges Bestehen begeht der Biebricher Fußballverein mit einer akademischen Feier im Bürgersaal der Galateaanlage am Sonntag, 6. Mai, um 11 Uhr. Die Schirmherrschaft hat
Oberbürgemeister Dr. Helmut Müller übernommen.
Nachträgliche Geburtstagswünsche
Unser Ehrenmitglied und Kassenprüfer Helmut Mehl hatte am 10. Januar seinen 85. Geburtstag, Herbert Draheim wurde am 9. Februar 75. Nachträglich auch an dieser Stelle von allen Blauen
herzlichen Glückwunsch.
Horst Klee beim DFB-Amateurkongress
Am letzten Fabruar-Wochenende fand in Kassel der DFB-Amateurkongress statt. Zu den Teilnehmern der hochkarätig besetzten Veranstaltung zählte auch der 02-Vorsitzende Horst Klee. Die
Funktionäre der Amateurvereine, so das Ziel, sollten aktiv in die Zukunftsplanung einbezogen werden: „Mit den Kongressergebnissen stellen wir gemeinsam die Weichen für die
Weiterentwicklung des Fußballs in den Vereinen, Kreisen und letztlich auch auf Landes- und DFB-Ebene“, hieß es in der Einladung. Die Tagung unter dem Titel „Verein(t) in die
Zukunft“ wurde sportwissenschaftlich vorbereitet und begleitet. Lassen wir uns überraschen...
April 2012
Udo Parker der letzte Blaue
Nach dem Wiesbadener Kreisfußballtag am 30. März auf der Kostheimer Maaraue ist Udo Parker der letzte verbliebene Blaue im Kreisfußballausschuss. Parker, der auch Webmaster der
viel gelobten Internetseite des Biebricher Fußballvereins ist, wurde als Administrator und Pressewart wiedergewählt. Erwin Müller, der andere 02er in Wiesbadens
Fußball-Regierung, der einst Rechtswart und zuletzt noch als Klassenleiter tätig war, ist in den „Ruhestand“ verabschiedet worden.
Eine besondere Ehrung beim Kreistag, der Dieter Elsenbast (Spvgg. Igstadt) als Kreisfußballwart bestätigte, wurde Horst Klee zuteil. Der Vorsitzende des Biebricher Fußballvereins
erhielt die DFB-Verdienstnadel. Zum hessischen Verbandsfußballtag fahren mit Horst Klee und Erwin Müller zwei Blaue als Delegierte des Kreises Wiesbaden.
Mitgestalten
Alle Mitglieder sind eingeladen, an Diskussionen und Abstimmungen bei der Jahreshauptversammlung der 02er teilzunehmen und so die Zukunft der Blauen mitzugestalten. Die Versammlung, höchstes
Organ des Biebricher Fußballvereins, trifft sich am Freitag, 27. April, um 20 Uhr im Clubheim am Dyckerhoff-Sportfeld. Wie in jedem Jahr stehen neben den Rechenschaftsberichten der
Vorstandsmitglieder auch diesmal Teil-Neuwahlen auf der Tagesordnung. Anträge lagen bis Anfang April nicht vor.
Mitfeiern
Sein 110-jährigen Bestehen begeht der Biebricher Fußballverein am Sonntag, 6. Mai, um 11 Uhr mit einer akademischen Feier im Bürgersaal der Galateaanlage. Nach dem offiziellen Teil
mit Grußworten und Ehrungen laden die Blauen zu Umtrunk und Imbiss.
Mai 2012
Haushalt belief sich auf 180000 Euro
Bei Biebrich 02, dem größten Fußballverein in Wiesbaden, ist Veränderung beinahe so ein Fremdwort wie Schulden. Während aber Kassierer Ulrich Janocha auch für das
vergangene Geschäftsjahr bei Einnahmen und Ausgaben von knapp über 180 000 Euro erneut auf eine ausgeglichene Bilanz und ein paar Groschen im Sparstrumpf verweisen konnte, dämmert am
Horizont das Ende einer Ära in Form von personellen Veränderungen.
Hartmut Steindorfs Bedingungen
Vorsitzender Horst Klee, der den Verein seit 1971 eine halbe Ewigkeit lang führt, bleibt zwar im Amt, aber Werner Kuhn, der 38 Jahre dem Vorstand angehörte, schied aus dem Gremium aus.
Und Hartmut Steindorf, seit 34 Jahren Jugendleiter, stellte sich nicht zur Wiederwahl, führt die Jugendabteilung vorerst aber kommissarisch weiter. Er nannte drei Gründe für seine
Entscheidung: Die persönliche Belastung wolle er in gleichem Maße nicht mehr tragen. Dann müsse im Aktivenbereich die zweite Mannschaft mehr Beachtung finden: „Mir geht es nicht
um die Talente, die geeignet sind, den Sprung in unsere Verbandsligamannschaft zu schaffen. Mir geht es um die anderen. Wir bieten nicht nur Leistungs-, sondern auch Breitensport. Jeder Biebricher
Bub kann bei uns Fußball spielen. Das muss auch noch für die gelten, die aus der Jugend herausgewachsen sind.“ Aus diesem Kreis seien früher die Vorstandsmitglieder rekrutiert
worden. Als dritten Grund für seine schwindende Motivation nannte Steindorf die Veränderung in der Einstellung auch bei den Betreuern. Es müsse wieder mehr der Blick von der eigenen
Mannschaft hin auf die Gemeinschaft aller Blauen gelenkt werden. „Unser Ziel muss auch heute noch sein, die Jugendlichen an den Verein zu binden. Ich betrachte es als Hauptaufgabe, jedem zu
vermitteln, wir sind ein Teil vom Ganzen.“
Neue Strukturierung Chefsache
Steindorf machte deutlich, dass er nun eine Reaktion erwartet. „Wenn wir jetzt die Dinge verändern und mehr Mitstreiter finden, die diesen Weg mitgehen wollen, dann ist das letzte Wort
vielleicht noch nicht gesprochen.“ Horst Klee und sein Vize Jürgen Hauzel haben das Thema zur Chefsache erklärt. „Es ist zu schade, das zu riskieren, was wir in Jahrzehnten
aufgebaut haben“, appellierte der Vorsitzend: „Wenn wir alle zusammenbleiben und zusammenhalten und vielleicht den einen oder anderen dazugewinnen, der auch durchhält und nicht beim
ersten Rückschlag die Brocken hinwirft, werden wir auch in Zukunft eine Spitzenposition in Wiesbaden einnehmen.“ Es gebe derzeit keinen Grund zur Sorge. „In der
Außendarstellung stehen wir wunderbar da“, blickt Klee durchaus optimistisch nach vorn: „Aber es muss uns gelingen, im nächsten halben Jahr die Leitungsstrukturen der
Jugendabteilung zu reformieren.“ Nach den Worten von Hartmut Steindorf während der Versammlung lohnt es sich durchaus auch darüber nachzudenken, ob man Grundsätze der
Nachwuchsarbeit der Blauen nicht auch in einer Vereins-Jugendordnung formuliert.
Die Vorstands-Neuwahlen
Die 47 bei der Jahreshauptversammlung anwesenden Mitglieder bestätigten die zu wählenden Vorstandsmitglieder Jürgen Hauzel (2. Vorsitzender), Thomas Utikal
(Spielausschussvorsitzender), Ali Gür, Charalampos Mentis (Spielausschuss), Jürgen Dindorf (Schriftführer), Kerstin Prassol und Hans Jung (Beisitzer) einstimmig. Zu Kassenprüfern
wurden Helmut Mehl und Werner Kuhn berufen.
Juni 2012
Hendrik Jung berichtete für das Tagblatt von der Akademischen Feier der Blauen, die am 6. Mai in der Galateaanlage stattfand. Unter der Überschrift „Integrationsarbeit seit 110
Jahren“ schrieb er:
Integrationsarbeit seit 110 Jahren
Von Hendrik Jung
BIEBRICH 02 Akademische Feier mit Ehrungen, 110 Spendern und Bratwürsten der 11. Generation
Mit einer wort-, aber auch kurzweilig anekdotenreichen Akademischen Feier beging der Biebricher Fußballverein 02 im Bürgersaal der Galatea-Anlage sein 110-jähriges Bestehen. Dabei
vergaß keiner der zahlreichen Redner die Integrationsleistung des Fußballvereins zu würdigen - vom Sportkreisvorsitzenden Helmut Fritz bis zum stellvertretenden
Stadtverordnetenvorsteher Hans-Peter Schickel. Der betonte: „Beim Sport lernt man Fairness gegenüber dem anderen, und man lernt unterschiedliche Fähigkeiten
zusammenzuschweißen.“ Auf diese Weise leisteten die Sportvereine quasi ganz nebenbei eine gewaltige Integrationsleistung. „Seit 110 Jahren integriert ihr Arme und Reiche und
politisch Andersdenkende“, lobte auch Ortsvorsteher Kuno Hahn. Doch die soziale und gesellschaftliche Leistung des FV Biebrich 02 geht weit darüber hinaus. So spricht Sportstadtrat
Wolfgang Gores in seinem Grußwort beispielsweise die Kooperationen mit Vereinen und Institutionen an. Schließlich bietet der Fußballverein gemeinsam mit der Riehlschule
Nachhilfeunterricht und Hausaufgabenbetreuung an. Auch Workshops zu Themen wie Gewaltprävention oder Rassismus werden veranstaltet. „Dass dieses Jubiläum gefeiert werden kann,
bedeutet, dass es dem Verein gelungen ist, 110 Jahre lang etwas Außergewöhnliches zu tun“, ist sich Wolfgang Gores sicher.
Was den Verein im Besonderen ausmacht, erläutert dessen Vorsitzender Horst Klee in seinem Festvortrag. „Sportliche Erfolge sind das eine. Wir haben aber immer auch versucht, die Breite
mitzunehmen“, verweist er nicht ohne Stolz auf insgesamt 21 Jugendmannschaften. Rund 380 Kinder und Jugendliche beschäftige der Verein Woche für Woche. Deren Familien wurzeln zwar in
nicht weniger als 45 Ländern. Dennoch laute ein ungeschriebenes Gesetz bei Biebrich 02, dass in der Kabine und auf dem Platz ausschließlich Deutsch gesprochen werde. Denn wenn jeder jeden
verstehe, müsse niemand das Gefühl haben, dass heimlich über ihn geredet wird. „Wir sind froh über jeden, der zum Sportplatz kommt und ein Gemeinschaftsleben erfährt,
das man in der Gesellschaft so kaum noch findet“, betont Horst Klee, dass sich in seinem Verein wirklich jeder willkommen fühlen soll.
Förderung in der Breite sei ihm auch bei der Finanzierung des Vereins wichtig. So kann er zufrieden darauf verweisen, dass im vergangenen Jahr 53 000 Euro an Spenden in die Kasse geflossen
sind, die von weit mehr als 20 verschiedenen Gebern stammten. Der Unternehmer Armin Brandenburger, der Kopf des 02-Freundeskreises knüpfte nahtlos an. Unermüdlich habe er sich
anlässlich des Jubiläums auf die Suche nach Menschen gemacht, die sich zu einer Spende in Höhe von 50 Euro bereit erklären. Und er hat so lange gesucht, bis er 110 Spender
beisammen hatte, so dass er im Rahmen der akademischen Feier eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 5500 Euro übergeben konnte.
Doch das ist nicht die einzige Form der Unterstützung, die der Verein braucht. „Bei 380 Kindern müsste man glauben, dass wir Funktionäre am Fließband haben. Aber: Wir
suchen derzeit einen Trainer für die Bambini“, betont Horst Klee, dass sich der Verein in dieser Hinsicht in einem Umbruch befindet.
Klee wird schließlich von Günter Noerpel, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände, bescheinigt, dass er mit nunmehr 41 Jahren als
Vereinsvorsitzender zum alleinigen Rekordhalter im Stadtteil aufgestiegen ist. „Du steigst noch auf in den Olymp“, prophezeite er lachend.
Doch auch andere Vorstandsmitglieder sind bereits seit Jahrzehnten ehrenamtlich aktiv. Als große Herausforderung für den Verein sieht es Horst Klee deshalb einerseits an, die
Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben. Zum anderen liege sie darin, das besondere Gemeinschaftsgefühl im Verein aufrecht zu erhalten. Folgerichtig wird im Anschluss erst das
ehrenamtliche Engagement zahlreicher Mitglieder gewürdigt, bevor man den Sonntagvormittag bei eins, zwei Gläsern Henkell und einer Bratwurst der 11. Generation gemeinsam feiernd
beendet.
WT, 07. 05. 2012
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