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FV Biebrich 02
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Spielberichte - Verbandsliga Hessen Mitte 2011/12

nach unten Aktueller Spieltag

1. Spieltag

FV 09 Breidenbach - FV Biebrich 02 3:0 (1:0) - 30. 07. 2011

Aufsteiger überrascht Favoriten

Fußball-Verbandsliga Mitte: FV Breidenbach - FV Biebrich 02 3:0 (1:0)

Aufsteiger FV Breidenbach hat in der Fußball-Verbandsliga Mitte einen Saisonauftakt nach Maß erwischt. Mit 3:0 (1:0) besiegte die Mannschaft von Trainer Frank Winkler den als Titelanwärter gehandelten FV Biebrich 02 und überraschte damit nicht nur den Gegner, sondern auch die 200 Anhänger im Gunterstal.

Es dauerte zehn Minuten, bis die Akteure in die Partie fanden und Linie in ihren Spielaufbau brachten. Die Heimelf wurde gleich mit dem ersten durchdachten Angriff belohnt. Dennis Brandl setzte sich im Strafraum gegen drei Biebricher durch, brachte den Ball von der Grundlinie aus vor das Tor und Yannick Runzheimer brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten und die Kugel zum 1:0 über die Linie zu drücken (11.). Das gab der Elf von Frank Winkler Auftrieb. Breidenbach erarbeitete sich Vorteile, die Gäste dagegen blieben, was die Aktionen nach vorne betraf, eher blass.

Biebrichs Sportlicher Leiter Ali Gür ärgerte sich nach dem Abpfiff gewaltig: "Wir haben in der ersten Halbzeit nur Dreck gespielt."

Die Gastgeber hingegen hätten durch Chancen von Felix Baum, der nach einem Freistoß von Dennis Brandl mit dem Kopf das Gehäuse nur knapp verfehlte (21.), und Dominic Blöcher, der freistehend im Fünfmeterraum den Ball nicht verwerten konnte (26.), leicht höher führen können. Eine Minute später hatten die favorisierten Gäste allerdings den Ausgleich auf dem Fuß: Ein Schlenzer aus 20 Metern von Christian Maus verfehlte das Breidenbacher Gehäuse nur ganz knapp. Biebrich versuchte nun etwas mehr für die Offensive zu tun, aber alles, was nach einer Chance aussah, hatten die 02er den individuellen Fehlern der Hausherren zu verdanken. Und davon gab es einige. Dennis Brandl vertändelte den Ball einige Male, was Trainer Frank Winkler die Zornesröte ins Gesicht trieb, der Titelanwärter aber nicht ausnutzen konnten. Die Brüder Orkun und Volkan Zer, die in der vergangenen Runde 59 Tore geschossen hatten, kamen in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zum Zug.

Nach der Pause verstärkte Biebrich den Druck. Volkan Zer fand in Breidenbachs Torhüter Martin Lokoc aber seinen Meister (47.). Die Heimelf hatte nun tüchtig zu tun, die Führung zu behaupten. Und es schien nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fallen würde.

Breidenbach beschränkte sich auf Konter, und als Dominic Blöcher Yannick Runzheimer freispielte, hatten die Zuschauer den Jubelschrei schon auf den Lippen, doch Gästekeeper Volkan Tekin entschärfte den Schuss aus acht Metern (64.).

Papa Yaw Afriyie bereitet das 2:0 von Felix Baum mit einem Steilpass vor

In der 78. Minute reagierte Trainer Frank Winkler und brachte für Runzheimer Papa Yaw Afriyie. Er bewies damit ein glückliches Händchen. Gleich mit seinem ersten Ballkontakt schickte Afriyie den schnellen Felix Baum mit einem Steilpass auf die Reise, der dann mit seinem Flachschuss Keeper Tekin zum 2:0 bezwang.

Der Favorit warf nun alles nach vorne, einzig das Tor war für ihn wie vernagelt. Felix Baum war es vorbehalten, der guten Leistung des Aufsteigers die Krone aufzusetzen. Sein Schuss aus 20 Metern zum 3:0 bedeutete die Entscheidung zugunsten des Neulings.

"Wir haben, wenn man das ganze Spiel betrachtet, verdient gewonnen", meinte ein glücklicher Coach Frank Winkler.

Breidenbach: Lokoc - Brandl, Förster, Claudi (61. Badouin), Thomas - Wellner, Kaya - Blöcher, Baum (88. Moreno), Runzheimer (78. Afriyie) - Damm

Biebrich: Tekin - Sengün, Meurer, Löbelt, Rivera - Maus (46. B. Odisho), Maurer, Özdemir, Oestereich (83. Gega Haxhiu) - Orkun Zer, Volkan Zer

Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt)

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Runzheimer (11.) 2:0 Baum (80.), 3:0 Baum (85.)

Gelbe Karten: Damm, Baum (Breidenbach) - Maurer (Biebrich)

mittelhessen.de, 30. 07. 2011


Breitseite in Breidenbach

BIEBRICH 02 0:3-Auftaktdämpfer lässt Özdemir kalt

(nn). Gut aufgestellt wähnten sich die Fußballer des FV Biebrich 02 zum Verbandsliga-Auftakt. Der ging bei Aufsteiger FV Breidenbach aber glatt daneben. Die unverhoffte 0:3-Breitseite bringt die Biebricher mit Blick auf das morgige Derby gegen den Türkischen SV (19 Uhr) schon in Zugzwang. „Statt in der Abwehr konsequent zu klären, haben wir unverzeihliche persönliche Fehler gemacht, so dem Gegner die Tore geschenkt“, übte Spielertrainer Engin Özdemir angesichts der drei Konter-Gegentreffer Kritik.

Der herbe Dämpfer als Fortgang der fünf Niederlagen zum Abschluss der vergangenen Runde war indes nicht nur auf Defensiv-Schnitzer zurückzuführen. Auch vorne klemmte es gewaltig. Selbst bei Toptorjäger Volkan Zer, der in der 50. Minute aus bester Position knapp verfehlte. Sein Bruder Orkun, der eingewechselte Bilos Odisho und der aufgerückte Abwehrspieler David Meurer (75./Direktabnahme) schnupperten ebenso an einem Treffer. Doch Breidenbachs Gehäuse blieb verriegelt. Was auch daran lag, dass Gastgeber-Coach Frank Winkler sein Team gut auf die Brüder Zer und Mittelfeld-Initiator Özdemir eingestellt hatte.

Dem werden die 02er künftig nur durch Konzentration und variablere Spielweise begegnen können. Optische Überlegenheit und ein hoher Prozentsatz an Ballbesitz sind keine Punkte-Garanten. Zudem hatte Camilo Rivera einen rabenschwarzen Tag erwischt und Neuzugang Christian Maus konnte noch keine Akzente setzen. Özdemir, der in einer Szene durch einen fragwürdigen Abseitspfiff am Verwandeln gehindert wurde, bleibt gelassen: „Wir werden uns ganz sicher steigern.“

Biebrich 02: Tekin - Sengün, Meurer, Löbelt, Rivera - Maus (46. B. Odisho), Maurer, Özdemir, Oestereich (77. Gega Haxhiu) - V. Zer, O. Zer

Tore: 1:0 Runzheimer (12.), 2:0, 3:0 F. Baum (76./85.)

SR: Höpp (Ranstadt)

Zu.: 150

WT, 01. 08. 2011


2. Spieltag

FV Biebrich 02 - Türkischer SV WI 3:4 (1:1) - 02. 08. 2011

Türken düpieren 02er

FUSSBALL 4:3 im Verbandsliga-Derby vor 330 Fans

(nn). Biebrich 02 zementiert seine Abwehrprobleme, der Türkische SV beseitigt seine Abschlussdefizite. Das ist die Erkenntnis aus dem Derby der Fußball-Verbandsliga, das der TSV nach turbulenten 90 Minuten 4:3 (1:1) gewann. „Saisonübergreifend gesehen ist unser Deckungsverhalten schon ziemlich peinlich. Wobei ein 4:4 das gerechte Ergebnis gewesen wäre“, meinte 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal. TSV-Teammanager Abdullah Karaahmet jubelte: „Nach einem 1:2-Rückstand haben wir mit den Biebrichern Katz’ und Maus gespielt. Ein hochverdienter Sieg.“

Volkan Zer war in der 27. Minute nach Vorlage von Mattis Oestereich mit dem 1:0 zur Stelle. Die Gäste reagierten. Nach einer Unsicherheit von 02-Keeper Volkan Tekin fegte Oestereich den Heber des ausgebufften Ex-Profis Cem Karaca von der Linie (32.). Bald darauf setzte Yusuf Celiksoy zum herrlichen Sololauf an, passte zu Souleyman Demirtas, der mit der Spitze zum 1:1 traf.

Direkt nach der Pause nutzte Oestereich die Vorlage von Volkan Zer zum 2:1. Per Konter vergaben die 02er das 3:1. Fortan deckten die Gäste Defensivmängel der 02er auf. Engin Arslan, der starke Karaca und Fatih Bilir wendeten das Blatt per Dreierpack (62./67./70.) zum 2:4. Volkan Zer verkürzte, ehe Christian Maus und Orkun Zer hochkarätige Möglichkeiten zum 4:4 ausließen.

Biebrich 02: Tekin - Yilmaz, Löbelt, Meurer, Sengün - Maurer (68. Rivera), Okuda (46. Özdemir), Oestereich - B. Odisho (63. Maus) - V. Zer, O. Zer

TSV: Rothenbächer - C. Öztürk, Bilir, Kusch, Balikci - Yildirim (22. M. Arslan), E. Genc, Celiksoy, S. Demirtas - C. Karaca (70. Daudi), E. Arslan (78. Mucko)

Tore: 1:0 V. Zer (27.), 1:1 Demirtas (38.), 2:1 Oestereich (46.), 2:2 E. Arslan (62.), 2:3 Karaca (67.), 2:4 Bilir (70.), 3:4 V. Zer (75.)

SR: Boulghalegh (Rüsselsheim)

Zu.: 330

WT, 03. 08. 2011


3. Spieltag

VfB Unterliederbach - FV Biebrich 02 3:1 (1:0) - 06. 08. 2011

Bann der Negativspirale

BIEBRICH 02 Umstrittenes Gegentor läutet 1:3 ein

(nn). Das kennt man im Fußball. Trainer und Team stemmen sich mit allen Mitteln gegen die Abwärtsspirale und geraten erst recht in Bedrängnis. Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 ist in dieser Hinsicht ein Musterbeispiel. Trotz genereller Steigerung und verbessertem Defensivverhalten hieß es am Ende beim VfB Unterliederbach 1:3 (0:1). Die dritte Niederlage der zum Kreis der Topteams gerechneten 02er im dritten Spiel. Das neue Motto heißt (vorerst): Abstiegskampf.

In Liederbach geriet die Szene kurz vor dem Halbzeitpfiff zum bezeichnenden Akt der fortschreitenden Misere. Volkan Zer vergab aus bester Position und plötzlich hatte William Anane ¹, 31, deutsch-ghanaischer Fußball-Wandervogel mit Regionalligaerfahrung, den Ball, zeigte im Gegensatz zu Zer im Abschluss keine Nerven. Alles Reklamieren in Sachen Abseits (Ali Gür: „Mindestens drei Meter.“) half nichts. Der Treffer galt und traf zudem mitten ins Gemüt der ohnehin verunsicherten Biebricher.

Die bäumten sich nach der Pause auf. Doch Fortuna verweigerte im Abschluss ihre Dienste. Ein Abwehrspieler rettete auf der Linie und VfB-Schlussmann Knapschinski, früher 02er, entschärfte einen weiteren Versuch, ehe der Ex-Würgeser Daniel Koch per Konter für die Vorentscheidung sorgte (71.). Spielausschuss-Chef Thomas Utikal konnte es nicht fassen: „Das war doch bis dahin ein absolut ausgeglichenes Spiel. Man kann unserer Mannschaft keine großen Vorwürfe machen.“ Auch Trainer Engin Özdemir, der die Abwehr neu formiert hatte, braucht keine Vorhaltungen zu fürchten. Utikal: „Diskussionen um seine Person sind überhaupt kein Thema.“

FV Biebrich 02: Tekin - Meurer, Maus, Löbelt, Sengün (72. O. Zer) - Yilmaz (46. Rivera/80. Gega Haxhiu), Maurer, Okuda, Oestereich - V. Zer, B. Odisho

Tore: 1:0 Anane ¹ (45.+1), 2:0 D. Koch (71.), 3:0 Corapci (76.), 3:1 V. Zer (90.+1/Foulelfmeter)

SR: Panzer (Langgöns)

Zu.: 70

¹ Ananen

WT, 08. 08. 2011


Unterliederbach im strömenden Regen wie aus einem Guss

Mit dem 3:1 gegen den FV Biebrich rehabilitierte sich der VfB Unterliederbach in der Fußball-Verbandsliga Mitte für die 1:4-Niederlage gegen Braunfels unter der Woche.

Höchst. Durch die Ausfälle von Kapitän Alexander Clark (Muskelfaserriss) und Marlon Schick (Hochzeit), musste Trainer Chakir Charaf seine Viererkette auf mehreren Positionen umstellen. Dies machte sich in der Anfangsphase bemerkbar. Vor allem in der Innenverteidigung kam es zu Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Matthias Frosch und Dennis Kollmeier.

Als die Gastgeber, die wohl ihr letztes Heimspiel im Höchster Stadtpark austrugen und künftig wieder an der heimischen Hans-Böckler-Straße ran dürfen, die erste Viertelstunde überstanden hatten, nahmen sie das Heft in die Hand. Sebastian Mader tauchte in der 18. Minute nach einem Diagonalpass zum ersten Mal frei vor Biebrichs Torwart Tekin auf. Der Abschluss ließ aber zu Wünschen übrig. Auch Nikos Arnautis, von Markus Pioch mustergültig bedient, brachte den Ball nach 26 Minuten nicht am Schlussmann vorbei. Nach dem vielversprechenden Start war von den Gästen erst gegen Ende der ersten Hälfte ein kleines Lebenszeichen zu sehen. Mit einem Schuss von der linken Strafraumgrenze, der Daniel Knapschinski zu einer sehenswerten Flugeinlage zwang, deutete Meurer zumindest an, in welcher prekären Lage sich der sieglose Tabellenvierte der Vorsaison, momentan befindet (41.). Dann war aber wieder Unterliederbach an der Reihe. Als die Biebricher nach einem eigenen Angriff in der Defensive aufgerückt waren, nutzte Arnautis den sich bietenden Freiraum zu einem sehenswerten Pass auf William Anane ¹. Der Neuzugang ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und schob sicher ins rechte untere Eck zum 1:0 ein (45.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf das nächste Tor. Nachdem Daniel Koch kurz nach Wiederanpfiff in aussichtsreicher Schussposition noch verzogen hatte, und auch Goran Dadic den Abpraller nicht richtig erwischte, öffnete der Himmel über dem Stadtpark seine Schleusen. Schiedsrichter Panzer zog eine Spielunterbrechung aufgrund der monsunartigen Regenfälle in Betracht, wurde aber von den Spielern beider Teams überzeugt, die Partie fortzuführen. Angetrieben vom überragenden Koch, spielte nun auch Unterliederbach wie aus einem Guss. In der 70. Minute narrte er vier Gegenspieler, um dann überlegt mit einem Schlenzer ins rechte, obere Eck zu vollenden – 2:0. Nur sechs Minuten später hätte Koch das 3:0 erzielen können. Statt aus sechs Metern Torentfernung selbst den Abschluss zu suchen, legte er aber uneigennützig für den gerade eingewechselten Mustafa Corapci ab, der bei seinem ersten Verbandsliga-Einsatz nur noch einschieben musste. "Tore sind mir nicht so wichtig", kommentierte Koch die Szene. Der Mann des Tages war froh, seiner Mannschaft geholfen zu haben. Seiner Meinung nach sei nun der "Ausrutscher" in Braunfels korrigiert. Nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel reiht sich der VfB Unterliederbach in die erweiterte Spitzengruppe ein. Auch der Treffer von Volkan Zer durch einen Foulelfmeter (88.) änderte daran nichts mehr. (awo)

¹ Ananen

FNP, 08. 08. 2011


4. Spieltag

FV Biebrich 02 - VfB 1900 Gießen 3:2 (1:2) - 10. 08. 2011

Schalter endlich umgelegt

BIEBRICH 02 Nach Elfmeter-Lotterie dank Trainer Özdemir und Orkun Zer zum 3:2 über Gießen

(nn). Die Erleichterung kannte keine Grenzen. Mit einem unglaublichen Kraftakt hat Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 den VfB Gießen nach vierminütiger Nachspielzeit mit 3:2 (1:2) in die Knie gezwungen. Nach zuvor drei Niederlagen Balsam auf alle Wunden der 02er, die am Sonntag (15 Uhr) zu Teutonia Watzenborn/Steinberg müssen.

Die erste Hälfte geriet nach der versiebten Großchance von 02-Stürmer Orkun Zer zum Elfmeter-Roulette. Als Keeper Volkan Tekin Schulter an Schulter mit einem Gießener zusammenrasselte, deutete Referee Andre Klein ¹ erstmals auf den Punkt, erntete von Biebricher Seite Unverständnis. Fraglich auch, ob die folgende Strafraumaktion an Volkan Zer zwingend mit Strafstoß zu ahnden war. Der Attackierte verwandelte persönlich, ehe Klein seine große Elfmeter-Schau mit dem dritten Pfiff binnen zehn Minuten krönte. Nur hatte keiner ein absichtliches Handspiel von Gastgeber-Spieler David Meurer wahrgenommen.

Nach der Pause setzte sich die unendliche Geschichte vergebener Biebricher Möglichkeiten fort. Mattis Oestereich, Volkan Zer (Kopfball) und schließlich sein jüngerer Bruder Orkun mit gleich zwei Lattentreffern schrieben am neuesten Kapitel. Bis der Knoten platzte: Volkan Zer glich aus und nach exakter Flanke von Tim Maurer beendete Orkun Zer mit dem 3:2 seine Ladehemmung, nahm die gelbe Karte wegen Trikotausziehens gerne in Kauf.

Endscheidend auch: Nachdem sich Trainer Engin Özdemir eingewechselt hatte, ging ein spürbarer Ruck durchs Team. „Nach drei unberechtigten Strafstößen war das ein absolut verdienter Erfolg“, zeigte sich Spielausschuss-Chef Thomas Utikal genauso erleichtert wie Team und Trainer.

02: Tekin - Meurer (46. Pilger), Maus, Löbelt, Sengün - Maurer, Okuda,
B. Odisho (63. Özdemir), Oestereich - V. Zer, O. Zer (90.+2 Yilmaz)

Tore: 0:1 Samun (33./Foulelfmeter), 1:1 V. Zer (42./Foulelfmeter),
1:2 Samun (43./Handelfmeter), 2:2 V. Zer (72.), 3:2 O. Zer (84.)

SR: A. Klein (Offenbach)

Zu.: 100

¹ André Klein

WT, 11. 08. 2011


VfB gibt Spiel aus der Hand

Nach Auswechslung von Kai Ranke Ordnung verloren - 2:1 zur Pause vorne gelegen

FV Biebrich 02 - VfB 1900 Gießen 3:2

BIEBRICH/GIESSEN (ax). Eine erneute Niederlage musste der VfB 1900 Gießen gestern Abend in Wiesbaden hinnehmen. Die Elf von Trainer Matthias Hagner unterlag beim bis dahin punktlosen FV Biebrich 02 mit 2:3 (1:2), zeigte dabei aber lange Zeit einen deutlichen Aufwärtstrend. „Die erste Halbzeit war bisher die beste der Runde, aber nach der Pause haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, fasste der VfB-Übungsleiter das Geschehen hinterher zusammen.

Der VfB begann vor 200 Zuschauern engagiert und zeigte sich stark verbessert im Vergleich zu den letzten beiden Spielen. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen und das Kombinationsspiel funktionierte so, wie es sich Trainer Hagner vorstellt. Dies führte auch zum gewünschten Effekt. In der 33. Minute wurde ein 1900er im 16er zu Fall gebracht und den fälligen Elfmeter verwandelte Maykel Samun sicher zur 1:0-Führung. Die Freude darüber währte allerdings nicht besonders lange, denn in der 42. Minute bekamen die Schlossstädter ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen, den Goalgetter Volkan Zer versenkte.

Gießen ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen und spielte munter seinen Stiefel weiter. „Wir haben richtig gut kombiniert und es war überhaupt kein Vergleich zum Sonntagsspiel gegen Braunfels“, freute sich Hagner über die wiedergewonnene Spielfreude. Unmittelbar vor der Halbzeitpause bekamen die Unistädter von Schiedsrichter André Klein einen Handelfmeter zugesprochen, denn wiederum Samun eiskalt vollstreckte (44.).

In der Kabine forderte Hagner sein Team auf, sich in den zweiten 45 Minuten „den Lohn seiner Arbeit zu holen“. Dem war aber nicht so. Zunächst hielt der Gast zwar den knappen Vorsprung. Als aber Kai Ranke in der 62. Minute verletzt ausgewechselt werden musste „fehlte uns seine Präsenz und sein Zweikampfverhalten“, wusste der ehemalige Profi, woran es lag, dass seine Mannschaft, in der der von einem Infekt geschwächte Andreas Baufeldt noch eingewechselt wurde, in der letzten halben Stunde noch das Spiel aus der Hand gab.

Gut 20 Minuten vor Toreschluss war es wieder Volkan Zer, der zum 2:2 traf. Und dann nahm das Unheil endgültig seinen Lauf. Gießen verlor völlig die Ordnung und ausgerechnet gegen den VfB fanden die Zer-Brüder ihr Tornäschen wieder. Es waren noch fünf Minuten zu absolvieren, als Orkun Zer an den Ball kam und den Gästen mit seinem Treffer zum 3:2 auch noch den einen Zähler verwehrte.

FV Biebrich 02: Tekin; Meurer (46. Pilger), Österreich ¹, Löbelt, Maurer, Maus, B. Odisho (61. Özdemir), Sengün, O. Zer (90. Yilmaz), V. Zer, Okuda

VfB 1900 Gießen: Mainusch; Hasan, Chabou, Gaubatz, Wilk, Mohr
(64. Baufeldt), Celik, Ranke (62. Erben), Özen, Schaffarz, Samun

Tore: 0:1 Samun (33./FE), 1:1 V. Zer (42./FE), 1:2 Samun (44./FE ²),
2:2 V. Zer (72.), 3:2 O. Zer (85.)

Schiedsrichter: Klein (Obertshausen)

Zuschauer: 200

¹ Oestereich

² Handelfmeter

GA, 11. 08. 2011


5. Spieltag

Teutonia Watzenborn-Steinberg - FV Biebrich 02 2:2 (1:1) - 14. 08. 2011

Tritt gegen Özdemir

BIEBRICH 02 Coach schwer verletzt / 2:2 erkämpft

(nn). Durch den Treffer von Orkun Zer in der Nachspielzeit rettete Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 bei Neuling Teutonia Watzenborn/Steinberg ein 2:2. Doch das Ergebnis geriet aufgrund der schweren Verletzung von 02-Spielertrainer Engin Özdemir zur Nebensache. „Das war ein ganz brutaler Tritt, den der Unparteiische lediglich mit einem Freistoß geahndet hat“, klagte Biebrichs Spielausschuss-Chef Thomas Utikal den Watzenborner Sünder an. Ex-Profi Özdemir musste noch vor der Pause vom Platz. Er befürchtet einen Bänderriss im betroffenen Knie.

Abgesehen von dieser Hiobsbotschaft gingen die Gäste einmal mehr auswärts fahrlässig mit besten Gelegenheiten um. Zudem versagte ihnen der Schiedsrichter in der 57. Minute einen Elfmeter, als Tim Maurer offenkundig gefoult wurde.

Mattis Oestereich, Bastian Pilger, Volkan Zer und Yuya Okuda schnupperten beim Kraftakt am Ausgleich, ehe Orkun Zer den unermüdlichen Tatendrang in letzter Sekunde belohnte.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Maus, Löbelt, Sengün (83. Meurer) - Maurer, Özdemir (38. Yilmaz), Okuda, Oestereich - V. Zer, O. Zer

Tore: 0:1 V. Zer (19.) , 1:1 Parson (20.), 2:1 Zimmermann (56.), 2:2 O. Zer (90.+3)

SR: Eick (Alsfeld)

Zu.: 100

WT, 15. 08. 2011


Den Sieg noch aus der Hand gegeben

Bis in die Nachspielzeit führte sein SC Teutonia Watzenborn-Steinberg im Verbandsliga-Heimspiel gegen den FV Biebrich 02 mit 2:1, ehe durch eine Unachtsamkeit in der Nachspielzeit der greifbare Erfolg doch noch aus den Händen glitt. Praktisch mit der letzten Aktion der Begegnung war es Orkun Zer gewesen, der seinen Farben mit seinem Treffer zum 2:2 einen Punkt bescherte. »Wir waren nicht cool genug. Wir haben die Chancen zum 3:1 und machen es nicht – und dann geben wir den Sieg aus der Hand«, erklärte der frustrierte Spielertrainer des Aufsteigers.

Vor rund 200 Besuchern entwickelte sich ein Spiel mit hoher Intensität. Nur wenige Sekunden waren nach dem Anpfiff vergangen, da verhinderte Teutonia-Schlussmann Dominik Wagner bereits einen möglichen Rückstand, als er nach einem Schuss des Biebrichers Yuya Okuda im letzten Moment die Fäuste noch hochreißen konnte. Erstmals aufhorchen ließen die Gastgeber nach acht Minuten, als sich Richy Zimmermann versuchte, doch FV-Keeper Tekin war zur Stelle. Geprägt war die Begegnung in der Folgezeit von vielen kleinen Nickligkeiten und Fouls der rustikalen Sorte, so dass der Spielfluss darunter litt. Vorteile besaßen aber zunächst die Gäste – vor allem dank Spielertrainer Engin Özdemir. Der 42-Jährige Ex-Profi stellte immer wieder seine Klasse mit gescheiten Zuspielen unter Beweis. Das 1:0 der Gäste ging dann aber zur Hälfte auf das Konto von Okuda, der nach 19 Minuten Volkan Zer bediente, der zur Führung traf. Doch die Antwort der Pohlheimer folgte umgehend. Nach feinem Pass von Moritz Schmandt war es Gino Parson, der mit links zum Ausgleich traf. Nach 38 Minuten war die Begegnung dann für Engin Özdemir beendet. Nach einem Foul von Tim Schmidt-Weichmann musste der »Chef« der Gäste raus. »Die Bänder sind kaputt«, so Özdemir, der fortan die Partie von seinem Trainerstuhl verfolgte.

Kurz nach der Pause schäumten dann Özdemir und Co.. Tim Maurer hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, wurde aber aber am rechten Strafraumeck kurz vor der Torauslinie von Michael Bathomene regelwidrig gestoppt. Der Schiedsrichter-Assistent wollte aber kein Foul gesehen habe, ebenso Referee Thorsten Eick (Eifa), der weiterspielen ließ. Eine Fehlentscheidung. Das Spiel lief weiter, und anschließend wurde Moritz Schmandt böse von den Beinen geholt – es gab Freistoß. Der wurde vor das Tor der Biebricher geschlagen, Marco Semmler, der nicht gerade einen seiner besten Tage erwischt hatte, setzte sich energisch durch. Der Ball passierte ihn jedoch und landete bei Richy Zimmermann – und der vollendete zum 2:1 (52.). Mit dem einsetzenden Regen war noch mehr Kampf angesagt, die Biebricher machten jetzt mehr Druck, doch der Ausgleich wollte sich nicht einstellen. So verpasste beispielsweise Okuda das mögliche 2:2.

Auf der Gegenseite boten sich den Pohlheimern mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr Konterchancen, doch es mangelte an der letzten Konsequenz. Semmler und Zimmermann verpassten die Entscheidung, wie auch dann Niklas Wagner, der nach Vorarbeit von Gino Parson das Leder ans Lattenkreuz setzte. Als der Unparteiische dann noch drei Minuten Nachspielzeit anzeigte, setzte der Gast alles auf eine Karte. Schließlich war es ein langer Ball, der Orkun Zer fand. Und da Dominik Wagner nicht aus dem Tor kam, hatte der FV-Torjäger keine Mühe, um das Leder ins lange Eck zu jagen. Konsternierte Gesichter bei der Teutonia, Freude pur bei den Biebrichern, die für ihre Aufholjagd belohnt wurden. Der Aufsteiger hingegen muss sich mangelnde Cleverness vorwerfen lassen, denn Chancen waren genug vorhanden, um den Sack vorzeitig zuzumachen.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Bathomene, Frank, Runkel, Koch, Schmidt-Weichmann (ab 46. Priebe), Schmandt (ab 67. Niklas Wagner), Parson, Klan (ab 80. Dechert), Zimmermann, Semmler

FV Biebrich 02: Tekin; Löbelt, Sengün (ab 85. Meurer), Östereich ¹, Maurer, Maus, Pilger, Özdemir (ab 38. Yilmaz), Okuda, Orkun Zer, Volkan Zer

Schiedsrichter: Eick (Eifa)

Zuschauer: 200

Torfolge: 0:1 (19.) Volkan Zer, 1:1 (21.) Parson, 2:1 (55.) Zimmermann,
2:2 (90.+2) Orkun Zer

Gelbe Karten: Schmidt-Weichmann, Zimmermann, Dechert – Maurer, Maus, Pilger, Orkun Zer

¹ Oestereich

Gießener Allgemeine, 15. 08. 2011


6. Spieltag

Der FV Biebrich 02 ist spielfrei - 21. 08. 2011


7. Spieltag

1. FC 1907 Viktoria Kelsterbach - FV Biebrich 02 3:1 (2:0) - 24. 08. 2011

Dauergast im Keller

BIEBRICH 02 Schlechter Film in Endlosschleife - 1:3

(nn). Beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 scheint der Krisen-Stachel noch tiefer zu sitzen als vermutet. Bei Viktoria Kelsterbach gab es eine 1:3 (0:2)-Niederlage, die den Platz in der Abstiegszone vor dem Dienstag-Spiel gegen den FC Eddersheim (19.30 Uhr) zementiert.

Das Spiel der 02er läuft derzeit ab wie ein Film in der Endlosschleife. Symptomatisch die Szene in der 36. Minute, als Orkun Zer einmal mehr im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit der vergangenen Runde vermissen ließ und an Keeper Morper scheiterte. Wimpernschläge später war die Wackel-Abwehr durch den 2:0-Schützen Jonas Scheitza düpiert.

Nach der Pause keimte durch den von Bilos Odisho erzielten Anschlusstreffer Hoffnung auf. 02-Coach Engin Özdemir blieb dagegen vom Pech verfolgt. Kurz nach seiner Einwechslung erhielt er einen Tritt an das ohnehin lädierte Knie. Trotzdem lag das 2:2 in der Luft. Es fiel nicht, weil Orkun Zer völlig unkonzentriert versiebte.

„Wir gehen schweren Zeiten entgegen“, konstatierte 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal. Ungeachtet des Weggangs von Sargon Odisho zum Nachbarn FVgg. Kastel 06 schließt er Last-Minute-Zugänge aus: „Mit diesem Kader müssen wir bis zur Winterpause klarkommen.“

FV Biebrich 02: Tekin - Sengün (54. Özdemir), Löbelt, Maus, Meurer - Pilger, Okuda, Maurer - B. Odisho - V. Zer, O. Zer

Tore: 1:0 Machado (18.), 2:0 Scheitza (37.), 2:1 B. Odisho (60.),
3:1 D‘Onofrio (85.)

SR: Felten (Schöffengrund)

Zu.: 80

WT, 25. 08. 2011


8. Spieltag

FV Biebrich 02 - FC Eddersheim 3:3 (0:1) - 30. 08. 2011

02er mit Moral: 3:3 nach 1:3

(nn). Das Positive zuerst: Beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 ist die Moral intakt. Im höchst unterhaltsamen Match gegen den FC Eddersheim machte das Team einen 1:3-Rückstand wett, glich zum 3:3-Endstand aus und schnupperte in den Schlussminuten gar noch am Sieg. Angesichts erneuter Defensiv-Pannen wäre ein Dreier aber nicht unbedingt verdient gewesen. „Kämpferisch stimmte alles. Aber 20 Gegentore aus sieben Spielen sind einfach zu viel“, sagt Clubchef Horst Klee.

Es ist aber auch wie verhext: Jeder Abwehrschnitzer wird gnadenlos bestraft. Diesmal agierte David Meurer in der 21. Minute auf der linken Seite nicht konsequent genug und schon hieß es durch Schuster 0:1. Nach der Pause nahm die Defensivabteilung eine dreiminütige Auszeit, die Eddersheim per Doppelschlag zum 3:1 nutzte. Ein in der 70. Minute verwehrter Handelfmeter (Klee: „Beide Hände des Abwehrspielers gingen auf der Torlinie zum Ball“) brachte die 02er in Wallung. Orkun Zer nutzte einen Schnitzer des sonst starken Torhüters Filz und sein Bruder Volkan verwandelte den quasi im zweiten Anlauf gepfiffenen Handelfmeter (83.).

FV Biebrich 02: Tekin - Sengün (68. Rivera), Löbelt, Maus, Meurer - Maurer, Okuda (46. Yilmaz), Oestereich - B. Odisho - V. Zer, O. Zer

Tore: 0:1 Schuster (21.), 1:1 O. Zer (50.), 1:2 Schuster ¹ (60.), 1:3 Antinac (62.), 2:3 O. Zer (74.), 3:3 V. Zer (83./Handelfmeter)

SR: Moritz Kühlmeyer (TGSV Holzhausen ²)

Zu.: 160

¹ Antinac

² Hohenstein

WT, 31. 08. 2011


Eine 3:1-Führung verspielt

Der FC Eddersheim sah sich im Nachholspiel gegen den FV Biebrich um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Trotz eines Zwei-Tore-Vorsprungs reichte es gestern Abend am Ende nur zu einem 3:3.

Eddersheim. "Unser Problem ist, dass wir uns nicht für den Aufwand belohnen", ärgerte sich Matthias Dworschak. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten musste zusehen, wie sein Team einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab. Dass den Gastgebern aus Biebrich, die nach der Eddersheimer 3:1-Führung laut Pressesprecher Patrick Schuch "mausetot" waren, auch der Schiedsrichter ein wenig unter die Arme griff, war laut Dworschak zwar nicht von der Hand zu weisen, durfte für den Tabellenzweiten aber nicht als Ausrede gelten. "Die Jungs ärgern sich genau wie ich und werden sich hinterfragen."

Die Fußballer von der Staustufe starteten nach 18 Minuten gut. Marc Breul zog von der rechten Außenbahn nach innen und fand Paul Schuster. Der Stürmer ließ sich die Chance im Strafraum nicht entgehen und verwandelte unkonventionell, aber effektiv mit der Pike zum 1:0. Bis zum Seitenwechsel passierte nicht mehr viel. Nach der Pause entdeckten die Hausherren ihre Stärke bei Standardsituationen wieder. Mit einem Freistoß bediente Östereich am ersten Pfosten Orkun Zer, der völlig freistehend per Kopf zum Ausgleich traf. Das 1:1 aus der 50. Minute schockte die Gäste wenig. Breul bediente gut zehn Minuten später Julien Antinac mit einer Flanke. Eddersheims zweite Spitze beförderte diese mit einer "Kopfball-Bogenlampe" (Schuch) über FV-Torwart Tekin – 2:1. Die erneute Führung baute Antinac wieder nach einer Breul-Vorlage sogar aus (63.).

Die 75. Minute bildete den Wendepunkt. Nachdem der eingewechselte Niklas Rottenau alleine auf Biebrichs Torwart zuging, während seines Sturmlaufs von einem Verteidiger umgerissen wurde, der Pfiff und die Rote Karte für die Gastgeber aber ausblieben, gab FV-Kapitän Löbelt einen Weitschuss von hinter der Mittellinie ab. Der überraschte Gäste-Torwart Max Filz konnte den Ball abwehren, Orkun Zer bewies aber den richtigen Riecher und traf zum Anschluss. Nach dem verwandelten Handelfmeter zum 3:3 von Volkan Zer (85.) – Marko Verkic wusste sich nicht anders zu helfen – konnte Eddersheim sogar froh sein, dass am Ende nicht noch das 4:3 für den FV Biebrich fiel.

Biebrich: Tekin – Sengün (68. Rivera), Löbelt, Maus, Meurer – Östereich ¹, Okuda (46. Yilmaz), Maurer, Odisho – V. Zer, O. Zer

Eddersheim: Filz – Grüll, Detloff, Verkic, D. Reuter (43. F. Rottenau) – Lindner, Freund, C. Rottenau (64. N. Rottenau), Breul (86. Pitas) – Schuster, J. Antinac

Schiedsrichter: Kühlmeyer (Hohenstein)

Zuschauer: 200

Tore: 0:1 Schuster (18.), 1:1 O. Zer (50.), 1:2 J. Antinac (61.), 1:3 J. Antinac (63.), 2:3 O. Zer (75.), 3:3 V. Zer (85./Handelfmeter)

(awo)

¹ Oestereich

Quelle: Homepage des FC Eddersheim


9. Spieltag

RSV Würges - FV Biebrich 02 1:2 (1:0) - 03. 09. 2011

Aufschwung durch Oestereich

VERBANDSLIGA-DERBY Biebrichs Flügelflitzer beim Last-Minute-2:1 in Würges Vollstrecker und Vorbereiter

(nn). Es lief quasi schon der Abspann. 1:1 - „Schiri, pfeif ab, da passiert nichts mehr“, so der Tenor der meisten Zuschauer. Doch die Derby-Pointe folgte, als sich alle Würgeser Feldspieler im mutmaßlich letzten Angriff vor dem Gehäuse von Biebrich 02 versammelten und Mattis Oestereich im nächsten Augenblick zum atemberaubenden Tempogegenstoß ansetzte, uneigennützig zu Volkan Zer querlegte, der mit dem 2:1-Siegtor die Nöte der 02er in der Fußball-Verbandsliga linderte.

„Die Moral stimmt absolut. Wir sind auf jeden Fall eine Mannschaft. Man muss auch sehen, dass wir vorher nur gegen Teams von oben gespielt haben“, betonte Matchwinner Oestereich im sicheren Gefühl eines eingeläuteten Aufschwungs. Der kleine Flügelflitzer, selbst Schütze des 1:1, war bester Spieler eines Kellerduells mit magerer Kulisse, durchwachsenen Phasen und dosierten Emotionen.

Erschreckende Heimbilanz

Die Würgeser, die im fünften Heimspiel die fünfte Niederlage kassierten, damit in den letzten 24 Spielen auf eigenem Terrain nur vier Siege verzeichnen, waren dem Nervenzusammenbruch nahe. „Ich könnte durchdrehen“, fluchte Abwehrcenter Artug Özbakir, der ebenfalls vorne lauerte, statt hinten abzusichern. „Wie wir uns so kurz vor Schluss verhalten haben, das passiert keiner B-Liga-Mannschaft“, meinte Teamgefährte Mike Baier. Wobei die Würgeser beim Debüt von Interimscoach Krisztian Szekely, der keine Chefcoach-Ambitionen hegt, gegen fahrige 02er auf die Siegerstraße hätten einbiegen können. Doch der von Ersin Kizarmis harmlos geschossene Elfmeter (29./Christian Maus an Manuel Meuth) sowie die vergebene Doppelchance von Philipp Albert und Meuth verhinderten es.

Die Gäste steigerten sich nach der Pause. Neben Oestereich glänzten Bastian Pilger, Keeper Volkan Tekin und Sezer Altas (A-Jugend Viktoria Griesheim). „Wir sind auf dem Weg, wieder eine Einheit zu werden“, zeigte sich 02-Coach Engin Özdemir erleichtert. Wobei Clubchef Horst Klee beim Halbzeitgetränk eindringlich an die Willenskräfte appelliert hatte.

RSV Würges: Rock - Leopold, Özbakir, Baier, Kramke (74. Schmick) - Kunert, El-Allali, Albert (51. Baum), El Quariachi (69. Chaparro ¹) - Man. Meuth, Kizarmis

Biebrich 02: Tekin - Meurer (53. Özdemir), Löbelt, Maus, Yilmaz - Pilger, Maurer, Okuda (30. Altas/85. B. Odisho), Oestereich - V. Zer, O. Zer

Tore: 1:0 Meuth (10.), 1:1 Oestereich (52.), 1:2 V. Zer (90.+3)

SR: A. Putz (Egelsbach)

Zu.: 270

Kizarmis scheiterte per Strafstoß an Tekin (29.).

¹ laut DFB-Net wurde Chaparro nicht für El Quariachi, sondern für Man. Meuth eingewechselt.

WT, 05. 09. 2011


10. Spieltag

FV Biebrich 02 - FC Ederbergland 1:5 (0:1) - 10. 09. 2011

Feuer unterm blauen Dach

BIEBRICH 02 Nach dem 1:5-Debakel gegen Ederbergland droht Clubboss Klee mit Konsequenzen

(nn). „Es wird schon alles gut.“ Das war bei Trainer Engin Özdemir und den Spielern des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 der Tenor nach dem 2:1 in Würges. Doch von wegen Aufwärtstrend: Was in Würges mühsam aufgebaut wurde, krachte beim 1:5 (0:1) gegen den FC Ederbergland wie ein Kartenhaus zusammen.

Letzte Chance in Braunfels

Clubchef Horst Klee redete Klartext: „Nach dem 1:3 hat sich die Mannschaft aufgegeben. Jeder hat gemacht, was er will. Es gibt viele Defizite, und ich muss jetzt über das Gesamtgefüge nachdenken. In Braunfels wird die Mannschaft noch einmal die Chance erhalten, das zu reparieren. Erfolgt keine Reaktion, wird es harte Konsequenzen geben. Da schließe ich nichts aus. Und falls wir absteigen sollten, werden wir den Aufwand minimieren.“ Heute Abend wird der seit 1971 amtierende Steuermann mit Coach und Mannschaft den Ernst der Lage erörtern.

Generell ist Klee kein Freund eines Trainerwechsels. Er vermeidet direkte Kritik an der Arbeit des türkischen Ex-Profis. Doch Klees globale Analyse bezieht zwangsläufig die Arbeit von Engin Özdemir mit ein. Zudem - das betrifft Verantwortliche und Trainer - wurde es im Sommer versäumt, die Wackelabwehr durch gezielte Verstärkungen zu festigen.

Seref Zangir soll kommen

„Das war auch eine Sache des Budgets. Außerdem war es nicht geplant, dass einige der Neuen wieder abspringen“, erwidert Özdemir, der nun seinen vereinslosen Spezi Seref Zangir (früher TSG Wörsdorf) nach Biebrich lotsen will. Ferner plant Özdemir für das Pokalspiel bei Kastel 06 (Mi., 19.30 Uhr) mit defensiverer Ausrichtung. „Bis auf Torhüter Volkan Tekin haben gegen Ederbergland alle unter aller Sau gespielt“, so der Coach.

Er habe sich selbst schon Gedanken gemacht, sagt Özdemir selbstkritisch. „Wenn es an mir liegt, muss man darüber reden“, fügt er an. Doch ernsthaft an Rücktritt denkt er offenkundig nicht. Stattdessen will Özdemir alles versuchen, den Hebel zum Guten umzulegen - dauerhaft.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Yilmaz (66. Rivera) - Maurer
(46. Meurer), Okuda (66. Altas), Özdemir, Oestereich - V. Zer, O. Zer

Tore: 0:1 Arsenio ¹ (33.), 0:2 Nolte (47.), 1:2 Maus (50.), 1:3 Giuda (61.),
1:4 Reitz (63./Foulelfmeter), 1:5 Nolte (88.)

SR: Kristek (Büdingen)

Zu.: 100

¹ Sabino

WT, 12. 09. 2011


5:1 - FCE im Torrausch

Biebrich. Mit 5:1 (0:1) hat der FC Ederbergland sein Auswärtsspiel in der Fußball-Verbandsliga Mitte beim FV Biebrich gewonnen und damit seinen dritten Auswärtserfolg der Saison eingefahren. Der Sieg hätte bei einer besseren Chancenauswertung leicht höher ausfallen können und hat die Heimschwäche der Biebricher mehr als deutlich aufgezeigt.

Zunächst entwickelte sich bei heißen Temperaturen ein regelrechter Sommerkick. Die erste Chance hatte Ederberglands Felix Nolte, dessen 18-Meter-Schuss von Torwart Volkan Tekin zunichte gemacht wurde.

Bei den Gastgebern lief wenig zusammen. Alles was sie nach vorne brachten war Stückwerk. Ederbergland hatte mehr Struktur in seinem Spiel und zeigte sich gerade im Abwehrbereich gegenüber den letzten Wochen stark verbessert. Die beste Möglichkeit bot sich Biebrich nachdem sich FCE-Akteur Benjamin Wolf in der Vorwärtsbewegung festrannte und der Ball anschließend weit vor das FCE-Tor geflankt wurde, Topstürmer Orkun Zer sich aber im Strafraum selbst schwindelig spielte und seine einschussbereiten Mitspieler nicht fand (27.). Fünf Minuten später passte Nolte auf Carlos Arsenio ¹, dessen Schuss aber das Ziel verpasste.

In der 32. Spielminute machte er es besser. Mit einer feinen Einzelleistung umkurvte er Abwehrmann Bastian Pilger und ließ anschließend Torwart Tekin keine Chance. Felix Nolte hätte vor der Halbzeit noch erhöhen können, köpfte das Leder aber an die Latte.

Im Gegensatz zur ersten Halbzeit ging die zweite Hälfte furios los. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Nolte eine Flanke von Mario Giuda zum 0:2 in den Winkel (47.). Weitere drei Minuten später traf Christian Maus per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer (50.).

Danach hatten die Gastgeber zwei weitere Tormöglichkeiten zum Ausgleich, doch Ederberglands Torhüter Alessandro Casella rettete vor Volkan Zer (54.) und Christian Maus, der eine Minute später an ihm scheiterte.

Mario Giuda leitete mit seinem Tor zum 3:1 für den FCE nach Pass von Arsenio ¹ die endgültige Niederlage der Gastgeber ein (61.). Als nach einem Foul von dem eingewechselten David Meurer an Felix Nolte Dennis Reitz den fälligen Elfmeter zum 1:4 verwandelte gaben die noch zu Beginn der Saison als Titelanwärter gehandelten „Blauen“ auf.

Ederbergland hätte in Folge noch einige Treffer mehr erzielen können, ließen die Konzentration vor dem Tor aber vermissen. Lediglich Felix Nolte schloss mit seinem zweiten Treffer noch einmal erfolgreich zum 1:5-Endstand ab (87.). „Heute bin ich mit der Leistung sehr zufrieden“, sagte Trainer Wolfgang Werth. Vor allem freut mich, dass wir wenige Chancen zugelassen haben“, gab er ein Lob an seine Defensivabteilung.

Von Dieter Gessner

¹ Carlos Arsenio Sabino

HNA, 12. 09. 2011


Kreispokal Wiesbaden

FVgg Kastel 06 - FV Biebrich 02 0:2 (0:1) - 14. 09. 2011

Elvir Melunovic glückt Einstand

KASTEL (möx/nn). Gelungener Einstand für Trainer Elvir Melunovic beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. Im Kreispokal-Erstrundenspiel gegen Ligarivale FVgg Kastel 06 feierten die Blauen vor 120 Zuschauern in einer rassigen, temporeichen Partie einen 2:0 (1:0)-Erfolg.

Mann des Tages aus Gäste-Sicht war Volkan Zer. Der Torjäger verwandelte erst einen von Christian Lüllig an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter (43.), ehe er sechs Minuten vor dem Ende mit einem gefühlvollen Heber (84.) für die Vorentscheidung sorgte. Die Kasteler, ohne eine handvoll Stammspieler angetreten, lieferten den 02ern ein Duell auf Augenhöhe, verzeichneten durch Björn Hinrichsen, Sargon Odisho, Christian George und Tomislav Duvnjak beste Chancen, hatten aber auch Glück, dass ein regulärer Treffer von Yuya Okada ¹ (13.) nach einem Zusammenprall mit 06-Keeper Iwan Tischenin keine Anerkennung fand.

Während die 06er in der Verbandsliga nun in Eddersheim gastieren
(So., 15 Uhr), muss Biebrich nach Braunfels (Sa., 15.30 Uhr).

¹ Okuda

Quelle: WT, 15. 09. 2011


11. Spieltag

FSV Braunfels - FV Biebrich 02 0:0 - 17. 09. 2011

Plötzlich Abwehr-Profis

BIEBRICH 02 Torloses Remis in Braunfels erkämpft

(nn). Beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 stellten sich die Spieler nach dem 0:0 beim FSV Braunfels selbst die große Quizfrage: Wann haben wir das letzte Mal zweimal hintereinander unseren Kasten sauber gehalten? Die Antwort im Chor: „Keine Ahnung, muss schon eine Weile her sein.“ Doch unter der Regie des neuen Trainers Elvir Melunovic, der nach dem 2:0-Pokalsieg bei Kastel 06 erstmals bei einem Punktspiel dirigierte, hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Eine Phase mit dem Augenmerk auf Sicherheit.

Hachenberger glänzt

Der 40 Jahre alte Bosnier pocht auf strikte Einhaltung seiner Defensiv-Direktiven, ohne Beton anrühren zu lassen. „Diese Leistung gegen ein Spitzenteam der Klasse war im Vergleich zu Kastel noch besser. Jetzt müssen wir bodenständig bleiben und hart weiterarbeiten. Nur so kommen wir aus dem hinteren Bereich heraus“, meinte der Coach mit heiserer Stimme. Verbal hatte er an der Seitenlinie jede Aktion buchstäblich mitgelebt.

Überhaupt setzt Melunovic neue Maßstäbe. Vor der Partie führte er Einzelgespräche, überraschte dann mit taktisch veränderter Formation. Ein Hinweis an die Spieler, dass künftig in puncto Positionen Flexibilität gefordert ist. So agierte Orkun Zer im offensiven Mittelfeld, statt im Sturm, während sein Bruder Volkan den Part des nominell einzigen Stürmers übernahm.

Domenic Hachenberger bildete gemeinsam mit Tim Maurer ein Mittelfeld-Sechser-Duo, das die Abwehrkette um Daniel Löbelt merklich entlastete. Für Hachenberger nach langer Zeit im Hintergrund ein völlig neues Gefühl. Bis auf einen Braunfelser Pfostentreffer (60.) brannte hinten nicht viel an.

Bei Möglichkeiten von Hachenberger (20-Meter-Schuss), Orkun Zer und Volkan Zer lag sogar ein Biebricher Treffer in der Luft. In der Summe, so Melunovic, sei das Remis das gerechte Ergebnis. In den folgenden Heimspielen gegen Schröck und Wieseck können die 02er ihre neu gewonnene Abwehr- und Teamstärke bestätigen. Und zeigen, dass die Abhängigkeit von den Regiekünsten eines Spielertrainers - wie es unter Engin Özdemir oft der Fall war - der Vergangenheit angehört.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Oestereich - Hachenberger
(80. Meurer), Maurer - Okuda (88. Paliakov), O. Zer, Rivera (82. Y. Yilmaz) - V. Zer

SR: Naumann (Büdingen)

Zu.: 80

WT, 19. 09. 2011


Sebastian Schäfer scheitert am Pfosten

Fußball-Verbandsliga Mitte: FSV Braunfels - FV Biebrich 02 0:0 / Gäste mit neuem Trainer Elvir Melunovic

Das Trainerwechsel durchaus neue Impulse und Kräfte geben können, hat der FV Biebrich 02 gezeigt. Die Spieler aus der Landeshauptstadt, mit der zweitschlechtesten Abwehr der Fußball-Verbandsliga Mitte angereist, zeigten sich beim FSV Braunfels vor allem in der Defensive stark verbessert und ergatterten mit dem 0:0 verdientermaßen einen Punkt.

"Unser Ziel war, die ersten 20 Minuten schadlos zu überstehen und vor allem zu Null zu spielen", gab der neue Biebricher Trainer Elvir Melunovic, der unter der Woche Engin Özdemir abgelöst hatte, zu Protokoll. In der Anfangsphase brannten die Braunfelser allerdings ein Feuerwerk ab und hatten nach zehn Minuten schon drei klare Chancen zu verzeichnen. Zunächst scheiterte Sebastian Schäfer aus fünf Metern an Torwart Volkan Tekin (2.), nachdem sich Dominik Desch schön über rechts durchgesetzt hatte. Dann versuchte es Patrick Jung mit einem Direktschuss, der knapp vorbeistrich, ehe Robin Fürbeth in der siebten Minute vor Tekin auftauchte, dem Biebricher Torwart allerdings den Ball in die Arme schoss. Nachdem ein Kopfball von Manuel Jung knapp über die Latte ging, hatten die Gäste mit Glück und Geschick die Braunfelser Drangperiode überstanden.

In der Offensive trat der FV jedoch erst in der 30. Minute in Erscheinung, als Kai Hachenberger ¹ mit einem Distanzschuss Marc Steinbrenner im Braunfelser Tor prüfte. Kurz vor der Halbzeit lag die Führung der Gastgeber nochmals in der Luft, doch der Kopfball von Florian Winch rauschte am Dreieck vorbei ins Aus.

Verdientes Unentschieden

Die dickste Chance der gesamten Begegnung hatte kurz zuvor Sebastian Schäfer auf Braunfelser Seite ausgelassen. Nach feinem Zuspiel von Dario Schug steuerte der Mittelstürmer auf Tekin zu, lupfte den Ball zwar über den Torwart, traf aber nur den Pfosten. Ansonsten boten beide Mannschaften in Abschnitt zwei viel Mittelfeldgeplänkel, ohne entscheidend in die gefährlichen Zonen vorzustoßen. Die Gäste machten mit zunehmender Dauer ihre Defensive dicht und erspielten sich nicht unverdient den Punktgewinn. "65 Minuten war ich zufrieden mit meinen Jungs, aber wir haben das Tor nicht gemacht", sagte FSV-Coach Oliver Dönges.

Biebrichs neuer Trainer Melunovic sah sein Ziel derweil erreicht: "Nach den vielen Gegentoren mussten wir Stabilität in die Mannschaft bringen, das ist uns heute schon gut gelungen." Ob der ehemalige Spieler des FC Homburg und TuS Koblenz künftig selbst noch einmal auf dem Rasen aktiv wird, ließ er offen. Die Spielberechtigung des 40-Jährigen liegt aber vor.

Braunfels: Steinbrenner - Desch, Manuel Jung, Winch, Schmidt - Patrick Jung, Dinkel - Fürbeth (63. Kretschmann), Dragusha, Schug (71. Wachter) - Schäfer

Biebrich: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Österreich ² - Okuda (89. Paliakov), Maurer, Hachenberger (86. Meurer) ¹, Rivera (72. Yilmaz) ³, Volkan Zer -
Orkun Zer

Schiedsrichter: Naumann (Büdingen)

Zuschauer: 120

Gelbe Karten: Winch, Schäfer (Braunfels), Hachenberger (Biebrich)

¹ Domenic Hachenberger (80. Meurer)

² Oestereich

³ Rivera (82. Yilmaz)

mittelhessen.de, 17. 09. 2011


12. Spieltag

FV Biebrich 02 - FSV Schröck 1:0 (0:0) - 24. 09. 2011

Schröck verliert unglücklich

(ma). Eine unnötige 0:1 (0:0)-Niederlage hat Fußball-Verbandsligist FSV Schröck gestern beim FV Biebrich 02 hinnehmen müssen.

Eine Woche nach dem 7:3-Kantersieg über Spitzenreiter Türkischer SV Wiesbaden geriet der FSV nach der Pause in Unterzahl auf die Verliererstraße. Zunächst nahmen die Schröcker den Schwung der Vorwoche mit in den Rudolf-Dyckerhoff-Sportpark nach Wiesbaden. Sie attackierten die Hausherren früh und raubten ihnen die Spielfreude. Mehr als zwei kleinere Möglichkeiten durch Volkan Zer (9.) und dessen Bruder Orkun Zer (41.) besaßen die Biebricher vor der Pause nicht. Dies war letztlich auch das Verdienst von Tim Schott und Christian Rettig auf den zentralen Positionen vor der Gästedeckung und von den lauffreudigen sowie immer anspielbaren Günay Özbay und Manuel Schäfer im Schröcker Angriff. Die Führung der Schützlinge von Trainer Markus Kubonik wäre leicht möglich gewesen. Nach einer Viertelstunde traf Lukas Greb nach Cevair Kilercioglus Vorarbeit den Innenpfosten und fünf Minuten vor dem Wechsel besaß Kilercioglu die Großchance zur Führung. "Wir haben die Räume eng gemacht und Tempo nach vorne gebracht. Das sah gut aus", stellte Kubonik zur Pause fest.

Volkan Zer im Abseits?

Biebrich übernahm danach das Kommando. Zu großen Chancen kamen die Platzherren aber nicht. In die Karten spielte ihnen letztlich der Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidigung von Schröcks Günay Özbay, den Kubonik "überhaupt nicht nachvollziehen" konnte (68.). Zwei Minuten später kam Biebrich auf kuriose Weise zum Siegtreffer. Halb Schröck, darunter auch Torhüter Frank Baumeister, wähnte den Torschützen Volkan Zer im Abseits, dieser vollstreckte dennoch und der Treffer zählte - zum Entsetzen der Gäste. Der FSV setzte alles auf eine Karte und besaß kurz vor dem Abpfiff eine doppelte Möglichkeit zum Ausgleich. Die Schröcker hatten den Ball im Tor gesehen, als zunächst Tobias Mandler seine Großchance ausließ und Bernd Wiesner das Leder dann vermeintlich über die Torlinie bugsierte. Der Rodgauer Unparteiische Grünberger ¹ nicht und so stand nach 90 Minuten eine unnötige FSV-Niederlage. "Weil wir gerackert haben, weil wir spielerisch mindestens gleichwertig agierten und auch die besseren Chancen besaßen. Die Niederlage ist deshalb so ärgerlich, weil unser Aufwärtstrend jetzt etwas ins Stocken gerät", sagte Kubonik.

Biebrich: Tekin - Löbelt, Rivera (90. Meurer), Pilger, Maurer - Österreich ², Maus - Hachenberger, Okuda (46. Altas) - Volkan Zer, Orkun Zer

Schröck: Baumeister - Kukowka, Keskin, Eichler, Loi (79. Mandler) - Rettig, Schott (77. Lukas Rommelspacher) - Greb, Kilercioglu (67. Wiesner) - Schäfer, Özbay

Schiedsrichter: Grünberger ¹ (Rodgau)

Zuschauer: 150

Tor: 1:0 Volkan Zer (70.)

Gelbe Karten: Rivera, Maus (Biebrich)

Rote Karte: Özbay (68., Schröck) wegen Schiedsrichterbeleidigung

¹ Grunenberg

² Oestereich

mittelhessen.de, 24. 09. 2011


Volkan Tekin ist einfach nicht zu überwinden

BIEBRICH 02 Glücklicher 1:0-Heimsieg über Schröck

(nn). Manchmal verleiht eine einzige Szene einem faden Fußballspiel die nötige Würze. So geschehen beim glücklichen 1:0 des Verbandsligisten FV Biebrich 02 über den FSV Schröck, der zuvor den Türkischen SV mit 7:3 demontiert hatte.

Es war die 65. Minute, als 02-Keeper Volkan Tekin den Ball beim Herauslaufen sicher unter sich begrub. Gäste-Spieler Günay Özbay wollte das irgendwie nicht akzeptieren. Mit gewaltigem Satz hüpfte er über Tekin hinweg, um sich wie ein Stuntman mit siebenfacher Rotation abzurollen. Die Schwalbe des Jahres, die zunächst ungeahndet blieb. Erst als Özbay eine Bemerkung des Schiedsrichter-Assistenten offenbar wenig freundlich kommentierte, bestand Handlungsbedarf. Referee und Assistent berieten kurz, dann erhielt Özbay Rot.

Augenblicke später nutzten die 02er die Überzahl sofort aus. Orkun Zer setzte den Ball an den rechten Pfosten und sein Bruder Volkan Zer staubte ab, mogelte die Kugel im Zeitlupentempo ins Netz. „Tor ist Tor. Ich dachte zuerst, dass ich im Abseits stehen würde“, räumte der Schütze nach dem dritten ungeschlagenen Pflichtspiel ohne Gegentor ein.

Beistand von Fortuna

In der 81. Minute geriet der Dreier arg ins Wanken, als der starke Tekin den Versuch von Tobias Mandler mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte. Bernd Wiesner traf im Nachsetzen ebenfalls den Pfosten, ehe Abwehrspieler Bastian Pilger rettete. Inklusive des von Christian Maus in der ersten Hälfte an die Latte des eigenen Tores gelenkten Balles hatten die 02er den Beistand von Fortuna voll ausgeschöpft. „Wir stehen im Abstiegskampf, müssen uns zuerst Schritt für Schritt stabilisieren, bevor wir über schönen Fußball reden können“, sagte Biebrichs Trainer Elvir Melunovic.

Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Oestereich - Rivera (90. Meurer), Maurer, Hachenberger, Okuda (46. Altas) - O. Zer - V. Zer

Tor: 1:0 V. Zer (66.)

SR.: Grunenberg (Rodgau)

Zu.: 100

Rot: Özbay (65./Schröck)

WT, 26. 09. 2011


Bei Biebrichs Treffer bleibt Abseitspfiff aus

Verbandsliga Mitte: Schröck verliert 0:1

Biebrich. Der FSV Schröck steckt nach der 0:1-Niederlage beim FV Biebrich wieder mitten im Abstiegskampf. Pech im Abschluss, ein Platzverweis und ein umstrittenes entscheidendes Gegentor: „Die Niederlage war ärgerlich, wir verloren unglücklich. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen“, sagte Schröcks Trainer Markus Kubonik. Die Gastgeber schlossen nach Punkten zum FSV auf und schöpfen wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir haben wie in Braunfels vor allem hinten gut gestanden. Der Sieg war wichtig, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen“, sagte Biebrichs Sportlicher Leiter Ali Gür.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, die besseren Einschussmöglichkeiten hatte indes der FSV Schröck. In der 15. Minute setzte Lukas Greb den Ball nach einem Pass von Cevahir Kilercioglu nur an den Innenpfosten, kurz vor der Pause scheiterte Kilercioglu an Biebrichs Torsteher Volkan Tekin.

Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs gehörten den Gastgebern, ehe sich die Schröcker wieder „aufrappelten“ und ein spielerisches Übergewicht bekamen. Dieses wurde aber in der 68. Minute jäh unterbrochen. Der Schröcker Günay Özbay blieb nach einem Zweikampf mit einem Biebricher Gegenspieler auf dem Boden liegen. Der Unparteiische Markus Grunenberg forderte Özbay auf, wieder aufzustehen. Özbay soll auf diese Aufforderung mit etwas geantwortet haben, was Grunenberg als Schiedsrichterbeleidigung auffasste und mit einer Roten Karte ahndete. „Nach diesem Platzverweis gerieten wir kurz in Unordnung“, sagte Kubonik. Und diese nutzten die Gastgeber in Gestalt der Zer-Brüder zwei Minuten später kaltschnäuzig aus. Orkan schlug einen Pass in den Sechzehner auf Volkan, den die Schröcker Abwehr im Abseits sah. Doch der Pfiff von Grunenberg blieb aus und die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten unten – der Ball zappelte im Netz. Nach dem umstrittenen Treffer mühten sich die Gäste um den Ausgleich und hatten in der Schlussphase auch zwei Großchancen. In der 85. Minute ließen sie im Angriff aber eine Überzahlsituation ungenutzt. Und in der 87. Minute kam im Anschluss an die Chance von Tobias Mandler der Ball zu Bernd Wiesner, dessen Schuss aus spitzem Winkel von einem Biebricher gerade noch vor der Linie geklärt wurde.

Tor: Volkan Zer (69.)

Biebrich: Tekin – Östereich ¹, Löbelt, Rivera (90. Meurer), Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger, O. Zer, V. Zer, Okuda (46. Altas)

Schröck: Baumeister - Kukowka, Keskin, Eichler, Özbay, Loi (79. Mandler), Schäfer, Greb, Kilercioglu (67. Wiesner), Schott (77. Rommelspacher), Rettig

Schiedsrichter: Markus Grunenberg (Rodgau)

Zuschauer: 120

Rote Karte: Özbay (68., Schiedsrichterbeleidigung)

¹ Oestereich

Quelle: Oberhessische Presse, 26. 09. 2011


13. Spieltag

FV Biebrich 02 - TSG Wieseck 3:0 (1:0) - 01. 10. 2011

Turbo statt Turbulenzen

BIEBRICH 02 Hoch hält an: 3:0 über Wieseck

(nn). Früher waren die sogenannten Pflichtaufgaben für die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 allzu oft ein Stolperstein. Doch der neue Trainer Elvir Melunovic scheint auch diese Problematik in den Griff zu bekommen. Gegen den Defensiv-Wall des sieglosen Schlusslichtes TSG Wieseck gewann das Team nach disziplinierter und geduldiger Vorstellung mit 3:0, blieb auch im vierten Pflichtspiel unter Melunovic ohne Gegentor.

Wenn gar nichts zu gehen scheint, helfen oft nur Einzelaktionen. Das war die Erkenntnis der ersten Hälfte, nachdem sich Orkun Zer auf der linken Seite ein Herz gefasst hatte, zum Dribbling ansetzte und aus spitzem Winkel abzog. Der Gäste-Keeper konnte lediglich abklatschen und Camilo Rivera kurz darauf über sein Abstaubertor jubeln. Auf dem großflächigen Rasen, der aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung einem Backofen glich, blieben die Biebricher im zweiten Durchgang konzentriert.

Der agile Rivera legte das 2:0 für Volkan Zer auf, der später auch den an seinem Bruder Orkun verursachten Strafstoß verwandelte. Zudem dokumentierte der Pfosten-Kopfball von Orkun Zer die Dominanz der 02er, die seit Melunovics Amtsantritt wöchentlich an Stabilität gewinnen, nach Turbulenzen nun den Turbo Richtung Mittelfeld einlegen. Nach dem Abschied von Engin Özdemir hat die Mannschaft ohne den Taktstab eines erfahrenen Spielertrainers Selbstständigkeit erlangt. Das war genauso wenig vorherzusehen wie die plötzliche Zu-Null-Serie.

„Ich bin sehr zufrieden. Es war klar, wie dieses Spiel laufen würde. Die Mannschaft hat diese unbequeme Aufgabe gut gelöst. Sie muss aber in einigen Situationen ruhiger werden und die finalen Pässe nach vorne besser spielen“, sieht Melunovic noch jede Menge ungenutzte Kapazitäten.

Es brauche überdies einige Zeit, bis die im Training geübten Spielzüge in der Praxis zum Tragen kämen, setzt er vor dem Sonntag-Auftritt in Oberliederbach weiter auf intensives Arbeiten.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Maus, Löbelt, Oestereich - Rivera, Maurer, Hachenberger ¹, Yilmaz (69. Meurer) ² - O. Zer - V. Zer (79. Okuda)

Tore: 1:0 Rivera (34. ³), 2:0 V. Zer (52.), 3:0 V. Zer (79./Foulelfmeter)

SR: Herberg (Groß-Zimmern)

Zu.: 70

¹ Hachenberger (69. Meurer)

² Yilmaz (62. Altas)

³ (38.)

WT, 04. 10. 2011


Viele Ausfälle, keine Tore, keine Punkte

BIEBRICH (ths). Bei Verbandsligist TSG Wieseck bleibt alles beim Alten: Keine Tore, keine Punkte. Am 13. Spieltag unterlag die Elf von Trainer Ottmar Wagner beim FV Biebrich 02 mit 0:3 (0:1). Damit ist die TSG wiederum seit drei Spielen ohne Treffer und weisen insgesamt erst Besorgnis erregende sechs erzielte Tore auf.

Den ersten Rückschlag gab es bereits vor dem Anpfiff zu verzeichnen. Stürmer Steven Hassler zog sich während des Aufwärmprogramms eine Zerrung zu, konnte folglich nicht auflaufen und musste durch Ufuk Ersentürk ersetzt werden. Der Höhepunkt beziehungsweise Tiefpunkt der Personalmisere durch zahlreiche Verletzte bei der TSG spielte sich aber ab der 80. Minute ab. Denn da sah sich Wagner mangels Alternative dazu gezwungen, für den angeschlagenen Jan Ebersohn Ersatzkeeper David Scheidle einzuwechseln. Scheidle kam damit in seinem ersten Saisoneinsatz zu der fragwürdigen „Ehre“, sich im Sturm behaupten zu müssen.

Unter Berücksichtigung dieser Voraussetzungen schlugen sich die Wiesecker beim FV allerdings wacker und gingen nicht unter. Klar, die Platzherren stellten ohne Frage das bessere Team, völlig chancenlos präsentierte sich der Gast jedoch nicht. Kadri Taskin, Ersentürk und Kevin Tomicic tauchten durchaus gefährlich vor Keeper Volkan Tekin auf, machten allerdings wie so oft nichts aus diesen Gelegenheiten. Und so lag Biebrich zur Halbzeitpause mit 1:0 in Führung. In der 38. Minute traf Carim Rivera ¹ zum 1:0 für seine Farben. Kurz nach dem Seitenwechsel war es Volkan Zer, der mit einem Schuss von der Strafraumkante ins lange Eck die Verhältnisse noch deutlicher zum Ausdruck brachte (53.). Den Schlusspunkt setzte ebenfalls Volkan Zer. Einen aus Wiesecker Sicht höchst zweifelhaften Elfmeter verwandelte der Goalgetter zum 3:0-Endstand (80.).

FV Biebrich 02: Tekin; Östereich ², Yilmaz (62. Altas), Löbelt, Rivera, Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger (69. Meurer), O. Zer, V. Zer (80. Okuda)

TSG Wieseck: Hilbert; Lotz (66. Pinkl), Ebersohn (80. Scheidle), Brazill
(62. Kurt), Schütz, Kraft, Musoke, Taskin, Tomicic, Schaak, Ersentürk

Tore: 1:0 Rivera (38.), 2:0 V. Zer (53.), 3:0 V. Zer (80./FE)

Schiedsrichter: Herberg (Groß-Zimmern)

Zuschauer: 100

¹ Camilo Rivera

² Oestereich

Gießener Anzeiger, 04. 10. 2011


14. Spieltag

SG Oberliederbach - FV Biebrich 02 3:0 (2:0) - 09. 10. 2011

Torhüter Tekins Tresor geknackt

BIEBRICH 02 Beim 0:3 in Oberliederbach erstes Gegentor nach 281 Minuten

(nn). Serie gerissen: Im fünften Pflichtspiel unter Elvir Melunovic kassierte der FV Biebrich 02 die ersten Gegentore und im Verbandsliga-Duell bei der SG Oberliederbach mit 0:3 (0:2) auch die erste Niederlage. Es war ein Auswärtsspiel, das stark an die Zeit unter Engin Özdemir erinnerte: Biebrich beherrschte weitgehend das Geschehen, wurde aber für den fahrlässigen Umgang mit besten Gelegenheiten bestraft.

Der frühere Wallufer Rami Azakir überwand mit seinem Kopfballtor (11.) den zuvor in 281 Verbandsliga-Minuten unbezwungenen 02-Keeper Volkan Tekin. Orkun Zer, der Azakir bei seinen Vorstößen beschatten sollte, kam in dieser Szene nicht mehr heran.

Pechvogel Orkun Zer

Selbst ließ er in der 30. Minute bei seinem Versuch mit der Stirn die Großchance zum Ausgleich aus. Stattdessen bauten die in der Offensive weitaus gefährlicheren Oberliederbacher durch Thomas Schlierbach die Führung aus. Nach der Pause schien sich alles gegen die Gäste verschworen zu haben: Orkun Zer (47.) und Volkan Zer (49.) brachten beste Möglichkeiten nicht unter, zudem blieb bei einer Attacke an Yuga Okuda ¹ der Strafstoßpfiff aus. Der ertönte dafür nach einer Strafraumaktion von Bastian Pilger für die Heimelf. „Eine sehr harte Entscheidung“, so Biebrichs Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Maus, Löbelt, Oestereich - Rivera
(86. Paliakov), Hachenberger (62. Sezer ²), Maurer, Okuda (62. Meurer) -
O. Zer - V. Zer

Tore: 1:0 Azakir (11.), 2:0 Schlierbach (40.), 3:0 Azakir (60./Foulelfmeter)

SR: Kunold (Frankfurt)

Zu.: 100

¹ Yuya Okuda

² Sezer Altas

WT, 10. 10. 2011


15. Spieltag

FV Biebrich 02 - FVgg Kastel 06 5:0 (0:0) - 15. 10. 2011

Verbandsliga-Derby: Biebrich 02 verspeist Kastel 06 nach schwachem Anfang

Von Stephan Neumann

55 Minuten glich das Verbandsliga-Derby zwischen Biebrich 02 und Kastel 06 einem kargen Fußballmahl. Klarer Fall von Nulldiät, dachten wohl die meisten unter der 180-köpfigen Minikulisse, bevor die 02er noch ihr Mehrgänge-Menü auftischten. 5:0 hieß es am Ende. Die 02er in Schlemmerlaune und die 06er frustriert im Stadium höchster Appetitlosigkeit – mit dieser Entwicklung hatte nach fadem Beginn keiner mehr gerechnet.

Aus Kasteler Sicht bildeten mehrere Mosaiksteine die Ursachen der Biebricher Führung. Zunächst das verletzungsbedingte Aussscheiden des zentralen Deckungsspielers Tomislav Duvnjak (54.). Zwei Minuten später wurde 06-Keeper Denis Ademovic mit ungenauem Abwurf zum ersten Vorbereiter. 02-Flügelspieler Camillo Rivera ¹ setzte zur Rechtsflanke an, der eingetauschte Kasteler Jens Ruthard wurde mit seinem Kopfball über Ademovic zum zweiten Assistenten und Orkun Zer drückte die Kugel dankend mit dem Bauch ins Netz. Ein Treffer aus dem Nichts, nachdem die Gäste in der ersten Hälfte durch Christian George und Marvin George zwei Chancen verzeichnet hatten, während Biebrich außer dem zurecht wegen Abseits aberkannten Rivera-Treffer total harmlos geblieben war.

"Können Verletzte nicht kompensieren"

„Wir können die vielen Verletzten nicht kompensieren. Im Winter brauchen wir dringend Nachschub an Spielern, sonst steigen wir hundertprozentig ab“, meinte Denis Ademovic nach dem Debakel an seiner früheren Wirkungsstätte. Bis auf Christian Lüllig, Sargon Odisho und den reaktivierten Alhaji King habe die Mannschaft den Torhüter nach dem Rückstand im Stich gelassen, meinte 06-Coach Jürgen Danielewski und fauchte: „Alle anderen waren nahe an Totalausfällen.“ Und tatsächlich: Das 1:0 genügte, um die vorher kämpferischen Kasteler im elften sieglosen Spiel völlig vom Glauben an einen Punktgewinn abfallen zu lassen.

Derweil nahmen die Sieger die üppige Energiezufuhr gerne an. „Klar ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen Aber ich habe ein gutes Gefühl. Wir sind disziplinierter geworden und insgesamt auf dem richtigen Weg“, meinte 02-Abwehrchef und Kapitän Daniel Löbelt. „Das 5:0 täuscht über den Spielverlauf hinweg. Aber es ist wunderbar für die Moral“, ergänzte Teamgefährte Volkan Zer.

„Ich habe rein gar nichts gemacht“

Trainer Elvir Melunovic fühlte sich letztlich in seiner Geduld- und Safety-First-Strategie bestätigt: „Ich habe in der Pause gesagt, dass wir uns steigern müssen. Und dass wir nach dem 1:0 die nötigen Räume bekommen werden.“ Eine Vorhersage, die eintraf. Der eingetauschte Yuya Okuda verwertete eine Rivera-Vorlage und Volkan Zer verwandelte den zunächst von Ademovic gemeisterten Strafstoß im Nachschuss. In dieser Szene flog 06-Akteur Jens Ruthard vom Platz, beteuerte lautstark: „Ich habe rein gar nichts gemacht.“

Linksverteidiger Mattis Oestereich interessierte das nicht. Aus halblinker Position meißelte er mit links im linken Winkel ein. Vielleicht sollte Melunovic den dynamischen Dribbler mal im zentralen Mittelfeld testen. Denn nur mit weiten Pässen wird das Projekt „Vormarsch ins Mittelfeld“ für die Biebricher ungeachtet der verbesserten Defensive zur Herkulesaufgabe.

Biebrich 02: Tekin – Pilger, Maus, Löbelt, Oestereich – Rivera, Maurer
(79. Meurer), Hachenberger, Altas (46. Okuda) – O.Zer – V. Zer (82. Paliakov)

Kastel 06: Ademovic – M. George (46. J. Ruthard), Duvnjak (54. Hübner), Lüllig – Kaneda (70. Kato), D. Lang, King, S.Odisho, Hinrichsen – Flindt,
C. George

Schiedsrichter: Wegmann (Darmstadt)

Zuschauer: 180

Tore: 1:0 O. Zer (56.), 2:0 Okuda (75.), 3:0 V. Zer (76.) ², 4:0 Oestereich (78.), 5:0 Paliakov (84.)

Karten: Rot: Ruthard (76.). Gelb-Rot: D. Lang (89./beide Kastel)

¹ Camilo Rivera

² Foulelfmeter im Nachschuss

WT, 17. 10. 2011


16. Spieltag

VfB 1905 Marburg - FV Biebrich 02 0:2 (0:2) - 22. 10. 2011

Großer Aufwand, kein Ertrag

Für den VfB Marburg wird die Lage im Kampf um den Klassenerhalt nach dem 0:2 gegen den FV Biebrich immer bedrohlicher.

Marburg. Es bleibt dabei: Der VfB Marburg ackert und rackert – aber der Ertrag unterm Strich für allen Einsatz stimmt nicht. Auch am Samstag war die Mannschaft von Trainer Mirko Gut in einem schwachen Spiel keinesfalls den Gästen aus Südhessen unterlegen. Aber während Biebrich aus eineinhalb Möglichkeiten zwei Treffer erzielten, blieb den Gastgebern trotz eines Chancenplus erneut ein Treffer versagt.

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind engagiert aufgetreten und haben das Spiel vor allem nach der Pause beherrscht. Aber wir sind wie in den Spielen zuvor wieder nicht belohnt worden. Es wird höchste Zeit, dass wir aus unserem Anti-Lauf herauskommen“, erklärte ein enttäuschter Marburger Coach.

Bereits nach vier Minuten wurden die Gastgeber kalt erwischt. Nach einem langen Ball rutschte Fabian Neprjachin gegen Orkun Zer am eigenen Strafraum weg. Der Biebricher Torjäger ließ sich nicht zweimal bitten und ließ mit seinem Flachschuss ins lange Eck VfB-Torwart Sebastian Wack keine Chance, der trotz eines Bänderrisses spielte.

Eine knappe Viertelstunde darauf folgte der zweite Nackenschlag für den VfB. Biebrichs Kapitän Daniel Löbelt drosch einen zweifelhaften Freistoß aus knapp 40 Metern aufs Tor, und der Ball schlug, von Marburgs Zwei-Mann-Mauer noch abgefälscht, unhaltbar für Wack zum 0:2 im Dreieck ein (18.).

Die Marburger versuchten in der Folge vor allem über die linke Seite mit Jan Eberling und Enis Özsoy Druck zu machen, blieben aber in vielen Situationen zu überhastet. Zudem zögerte David Simmons zweimal zu lange in aussichtsreicher Position (22., 44.).

Nach dem Wechsel aber übernahmen die Gastgeber die Initiative, gingen nun früher in die Zweikämpfe und ließen Biebrich kaum noch Zeit zur Entlastung. Simmons scheiterte zweimal an FVB-Torhüter Volkan Tekin (48., 51.), und der eingewechselte Ercan Tekin traf per Kopf aus 13 Metern nur den Außenpfosten (60.). Zwei Minuten später scheiterte Özsoy aus 17 Metern an Tekin, und bei der letzten Marburger Großchance stand Steffen Rechner bei seinem Drehschuss aus zehn Metern erneut der Außenpfosten im Wege (84.).

„Wir haben heute wieder gezeigt, dass wir uns vor keinem Team der Liga verstecken müssen. Ich bin überzeugt, dass wir uns bis zur Winterpause ins Mittelfeld vorarbeiten, denn jetzt kommen Gegner auf Augenhöhe. Allerdings muss es dann vorne auch endlich wieder einmal klingeln“, hat Mirko Gut die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt seiner Mannschaft aber noch nicht aufgegeben.

von Frank Steinhoff-Wolfart

Oberhessische Presse, 22. 10. 2011


Marburg wacht zu spät auf

Einen weiteren Nackenschlag hat Fußball-Verbandsligist VfB Marburg gestern mit dem 0:2 (0:2) im Heimspiel gegen den FV Biebrich 02 verkraften müssen. Den "Schimmelreitern" droht der "Durchmarsch" in die Gruppenliga.

Vor 80 Zuschauern war der Plan von VfB-Trainer Mirko Gut, so lange wie möglich die "Null" zu halten, nach knapp drei Minuten über den Haufen geworfen. Einen Abschlag von FV-Keeper Volkan Tekin verlängerte Torjäger Volkan Zer zu seinem nicht minder gefährlichen Bruder Orkun, der Marburgs Schlussmann Sebastian Wack aus 17 Metern überwand. Die Gäste aus Biebrich, von ihrem Coach Elvir Melunovic an der Seitenlinie lautstark angetrieben, waren präsenter und zielstrebiger. Und das trotz des holprigen Geläufs, das den Gastgebern eigentlich vertrauter hätte sein müssen als den Wiesbadener Vorstädtern. "Es war sauschwer auf diesem Boden", so Melunovic.

Biebrich hält das Zu-Null

Als die Partie nach dem ersten Annäherungsversuch der Platzherren durch einen zu hoch angesetzten Schuss von Enis Özsoy (16.) zu verflachen drohte, sorgte ein wahrer "Donnerschlag" für das 2:0 aus Gästesicht: Kapitän Darius Daniel Löbelt knallte einen noch leicht abgefälschten Freistoß aus gut und gerne 30 Metern unhaltbar für VfB-Keeper Wack genau ins Dreieck. "Wir waren in Halbzeit eins dran, sind aber nicht belohnt worden", fasste Marburgs Coach Gut die ersten 45 Minuten später zusammen.

Doch am Drücker waren seine Schützlinge tatsächlich erst im zweiten Abschnitt, als bei den Gästen der "Schlendrian" einkehrte. Mehrmals bot sich den stark verbesserten "Schimmelreitern" die Gelegenheit zum Anschluss, doch entweder schloss der in Rot angetretene Hessenliga-Absteiger zu überhastet ab oder hatte Pech bei Pfostentreffern von Ercak Tekin (59.) und Steffen Rechner (84.). Gut war hinterher angefressen. "Wenn man keine Tore schießt, gewinnt man auch keine Spiele", verwies der VfB-Coach auf die Harmlosigkeit seiner Offensivabteilung.

Marburg: Wack - Schnitzer (84. Stengel), Hull, Acker, Neprjachin - Rechner - Xenokalakis (46. Tekin), Ternava, Eberling - Özsoy, Simmons (67. Pozzi)

Biebrich: Tekin - Österreich ¹, Löbelt, Maus, Pilger - Hachenberger ², Maurer - Okuda (87. Paliakov), Rivera (90. Altas) - Volkan Zer, Orkun Zer

Schiedsrichter: Rabe (Münchhausen)

Zuschauer: 80

Tore: 0:1 Orkun Zer (3.), 0:2 Löbelt (20.)

Gelbe Karten: Tekin, Maurer, Orkun Zer (Biebrich)

Gelb-Rote Karte: Orkun Zer (89., Biebrich) wegen Zeitspiels

¹ Oestereich

² Hachenberger (65. Meurer)

mittelhessen.de, 22. 10. 2011


Zeitalter der Defensivarbeit

BIEBRICH 02 Schnelles 2:0 in Marburg clever verteidigt / Löbelt trifft aus 25 Metern

(nn). Zwei schnelle Tore und anschließend den eigenen Strafraum abgeriegelt. Auf diese Weise kamen die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 bei Kellerclub VfB Marburg zu einem clever herausgespielten 2:0-Erfolg. Inklusive des 5:0 über Kastel vielleicht der Beginn einer neuen Erfolgsserie. „Die Mannschaft arbeitet derzeit bienenfleißig und setzt meine Vorgaben ganz genau um“, fühlt sich Elvir Melunovic in seiner Sicherheits-Strategie voll bestätigt. Ein Konzept, das auch deshalb perfekt aufging, weil Orkun Zer in der dritten Minute blitzschnell reagierte. Sein erster Gegenspieler rutschte aus, den zweiten trickste er aus, um danach kaltschnäuzig zu vollenden.

In der 18. Minute legte Kapitän Daniel Löbelt mit einem Freistoß-Hammer aus gut und gerne 25 Metern nach. Der von der Mauer noch leicht abgefälschte Ball landete exakt im Giebel. Ein 2:0, das zu früheren Zeiten kein Garantieschein gewesen wäre.

Doch seit Melunovic alle Feldspieler von der Wichtigkeit kollektiver Defensivarbeit überzeugt hat, geht ein Vorsprung nicht mehr verloren. „Die Jungs helfen sich gegenseitig in wirklich vorbildlicher Manier“, freut sich der Coach über das gelebte Wir-Gefühl. Marburg versuchte es nach der Pause mit der Brechstange. Torhüter Volkan Tekin musste aber lediglich eine brenzlige Szene bereinigen.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Oestereich - Okuda (87. Paliakov), Maurer, Hachenberger (65. Meurer), Rivera (90. Altas) - O. Zer -
V. Zer

Tore: 0:1 O. Zer (3.), 0:2 Löbelt (18.)

SR: Rabe (Münchhausen)

Zu.: 100

WT, 24. 10. 2011


17. Spieltag

FV Biebrich 02 - SV Wiesbaden 1899 3:2 (0:1) - 29. 10. 2011

In der Fußball-Verbandsliga besiegt Biebrich 02 den SV Wiesbaden

Von Stephan Neumann

Pro Fehlpass ein Knopfdruck. Ein Statistiker hätte am Ende Hornhaut auf dem Zeigefinger gehabt. Fußballerisch lief zwischen den Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 und SV Wiesbaden nicht allzu viel zusammen. Doch das Derby vor lediglich 280 Interessierten (zu Spielbeginn weit weniger) bot blendende Unterhaltung mit einer unglaublichen Pointe. Zum grenzenlosen Jubel der 02er, die 3:2 siegten, zum Leidwesen der SVW-Spieler, die frustriert auf den Rasen sackten. Währenddessen herzte Siegtorschütze Orkun Zer seine Mutter Askin.

In Zeitlupe ins Tor

Wenig bis gar nichts war dem 29-fachen Schützen der vergangenen Runde bis zur vierten Minute der Nachspielzeit gelungen. Dann traf er den Ball im allgemeinen Strafraum-Getümmel nicht mal voll. In Zeitlupe schien die Kugel rechts den Weg ins Tor-Aus zu nehmen. Stattdessen aber kullerte sie wie von einem unsichtbaren Navigator gelenkt an den Innenpfosten und von dort hinter die Linie. Im selben Moment schon setzte Glücksritter Zer, der schnellste Trikot-Auszieher weit und breit, mit entblößtem Oberkörper zum Jubelsprint an. Referee Putz zeigte wegen der Striptease-Einlage noch Gelb und pfiff sofort ab.

Gäste-Coach Dietmar Aßmann wäre wohl am liebsten vorübergehend unsichtbar geworden. Er ärgerte sich maßlos über einen hergeschenkten Punkt und prangerte das generelle Niveau an: „Das war kein Verbandsliga-Fußball. Chancen sind ja beiderseits nur durch Fehler des Gegners entstanden. Mit konsequenterem Verhalten hätten wir das Unentschieden über die Zeit bringen müssen.“ Kollege Elvir Melunovic kommentierte tiefenentspannt: „Nach zweimaligem Rückstand haben die Jungs Charakter gezeigt und sich für den betriebenen Aufwand belohnt.“

Wobei sich die Biebricher das Leben selbst schwer gemacht hatten. Beinahe fahrlässig, wie Orkun Zer und Volkan Zer anfangs ihre Chancen frei vor SVW-Keeper Andy Ries versemmelten. Anders Milan Koleda, der aus 20 Metern herrlich mit dem linken Fuß zum 0:1 im linken Winkel einschweißte (25.). Es war die Phase, als Biebrichs Offensive gar nicht mehr stattfand. SVW-Ballkünstler Fabio Aires Silveira schien dem 0:2 entgegenzueilen. Als ihn Mattis Oestereich im Strafraum zu stören versuchte, wich Silveira mit einem Sprung aus, stürzte danach unglücklich auf die lädierte linke Schulter und schied daraufhin aus. Eine Knackpunkt-Szene, die den 21-Jährigen erneut zu einer langen Pause verurteilen dürfte.

Umstellungen fruchten

Im zweiten Abschnitt ließ Melunovic mit zwei Spitzen agieren, beorderte den agilen Oestereich von der Verteidiger-Position ins Mittelfeld. Der Ausgleich kündigte sich durch den Pfostentreffer von Yuya Okuda an (53.), Camilo Rivera erzielte ihn wenig später. Mit dem von Ivan Rebic verwandelten Strafstoß (an ihm verursacht von Torhüter Tekin) meldete sich der SVW mit dem 1:2 zurück. Volkan Zer – nach einer Ecke völlig freistehend – antwortete mit dem 2:2, ehe Ivan Rebic per Kopf vergab und Orkun Zers Schlussakkord folgte. Die Gäste-Abwehr hatte sich einfach zu viele Aussetzer geleistet.

„Das war vom SVW doch zeitweise Anti-Fußball. Über 90 Minuten gesehen, war unser Sieg völlig verdient“, urteilte Volkan Zer. „Ein 2:2 wäre gerechter gewesen. Wir müssen bis zum Winter irgendwie noch sieben bis zehn Punkte holen. Sonst wird es ganz eng“, meinte Rebic.

Biebrich 02: Tekin – Pilger, Löbelt, Maus, Oestereich – Rivera, Maurer
(45. Meurer), Hachenberger (89. Paliakov ¹), Okuda – O. Zer – V. Zer

SV Wiesbaden: Ries – P. Massfeller, Lubojanski, Haber, Oufatta –
Dan. Massfeller (79. Harmen Baghramian), Kunz, Patrick Kürzer, Aires Silveira (44. Kroj), Koleda (70. Haybert Baghramian) – Rebic

Schiedsrichter: F. Putz (Langen)

Zuschauer: 280

Tore: 0:1 Koleda (25.), 1:1 Rivera (60.), 1:2 Rebic (74./Foulelfmeter),
2:2 V. Zer (79.), 3:2 O. Zer (90.+4)

¹ (78. Paliakov)

WT, 31. 10. 2011


18. Spieltag

SC Waldgirmes II - FV Biebrich 02 0:1 (0:1) - 06. 11. 2011

In einem durchwachsenen Spiel verlor die SC-Reserve mit 0:1 (0:1) gegen den FV Biebrich 02. Nach diesem Rückschlag und der 3. Niederlage in Folge stehen die Waldgirmeser jetzt wieder tiefer im "Keller" der Verbandsliga. Bis auf die letzten 20-25 Minuten war bei den Lahnauern das Tempospiel über die Flügel der letzten Wochen zu selten zu sehen. In einem an Torszenen armen Spiel hatten die Gäste die erste Möglichkeit im Spiel. Zunächst scheitere Orkun Zer in der 29. Minute an SC-Torsteher Nils Holzhäuser, den Nachschuss von seinem Bruder Volkan lenkte Holzhäuser über das Gehäuse. 10 Minuten später dann die verdiente Gästeführung. Bastian Pilger legte den Ball auf Yuya Okuda quer, doch dessen Schuss lenkte Dennis Dienst noch an die Latte. Doch beim Nachsetzen von Volkan Zer war die SC-Abwehr dann machtlos.

Auch nach der Pause hatten die Spieler aus dem Wiesbadener Stadtteil die erste Möglichkeit. Nach Vorarbeit von Pilger setzte Orkun Zer den Ball in der 49. Minute an die Latte. Wiederum Orkun Zer setzte in der 64. Minute einen Kopfball aus etwa 5 Metern neben das Tor. Einen Freistoß von Julian Gries konnte der FV-Torwart Volkan Tekin nicht festhalten, doch beim Kampf um den 2. Ball fehlte in dieser Szene den SC-Spielern das Glück. Einen weiteren Freistoß von Gries war dann aber eine sichere Beute von Tekin (79.). Die letzte gefährliche Aktion im Spiel hatte Okuda in der 88. Minute. Doch sein Ball ging am langen Pfosten vorbei.

SC Waldgirmes II: Holzhäuser, Gries, Heuser, Döring (59. Vinetic), Dienst
(85. Michalke), Aydin, T. Schmitt ( 71. Valentin), Künkler, Jordan, Windust, Hartmann

FV Biebrich 02: Tekin, Östereich ¹, Löbelt, Rivera (74. Bouffier), Pilger, Maurer (46. Meurer), Maus, Hachenberger, O. Zer (90. O. Zer ²), V. Zer ², Okuda

SR: Steitz (Bad Homburg)

Zuschauer: 110

¹ Oestereich

² in der 88. Minute wurde A. Christ für V. Zer eingewechselt.

Quelle: Homepage des SC Waldgirmes


Lahnauer stecken unten fest

Fußball-Verbandsliga Mitte: SC Waldgirmes II - FV Biebrich 0:1

Erneute Heimniederlage für den SC Waldgirmes II. Trotz einer engagierten Leistung verloren die Lahnauer gegen den nach dem Trainerwechsel am zehnten Spieltag wiedererstarkten FV Biebrich 02 nicht unverdient mit 0:1 (0:1) und hängen damit im Tabellenkeller der Fußball-Verbandsliga Mitte fest.

Hessenliga-Trainer Steffen Schmitt, der den kurzfristig erkrankten Ralf Landgraf an der Seitenlinie vertrat, setzte in seiner Anfangself auf Julian Gries und Bora Aydin, die beide bereits am Samstag in der Ersten eingesetzt worden waren und hatte die Ersatzbank fast ausnahmslos mit vor der Saison aus der eigenen A-Jugend aufgerückten "jungen Wilden" bestückt. "Wenn nicht jetzt, wann sonst soll unser Nachwuchs eine Chance bekommen", sah Schmitt die positive Seite der personellen Engpässe.

Nils Holzhäuser hält die Gastgeber mit prächtigen Paraden im Spiel

In der ersten halben Stunde spielte sich das Geschehen bei strahlendem Sonnenschein überwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab, ohne dass echte Torchancen zu verzeichnen waren. Die Gastgeber waren bemüht, die brandgefährlichen Zer-Brüder vom eigenen Gehäuse wegzuhalten, schafften es aber mit zunehmender Spieldauer immer seltener, vorne für Entlastung zu sorgen.

"Ihr müsst Euch wieder mehr wehren", forderte Schmitt seine Mannschaft auf, mehr die Initiative zu ergreifen. In dieser Phase war es Nils Holzhäuser, der mit prächtigen Paraden gegen die Schüsse von Volkan und Orkun Zer jeweils aus Nahdistanz den Rückstand verhinderte (32.). Wenige Minuten später war aber auch der SCW-Keeper machtlos, als Volkan Zer einen zunächst auf der Linie abgewehrten Ball im Nachschuss zum 1:0 für die Gäste verwandelte (39.).

"Wir waren kurz vor der Pause nicht clever und aggressiv genug. In der zweiten Halbzeit haben wir gekämpft und alles versucht, leider hat es nicht wenigstens zu einem Unentschieden gereicht", bilanzierte der derzeit verletzte Schmitt.

Vielleicht hätte die spielerisch nicht hochklassige, aber durchaus spannende Begegnung einen anderen Ausgang genommen, wenn der herrliche Freistoßschlenzer von Magnus Künkler kurz nach der Gästeführung sein Ziel nicht um Haaresbreite verfehlt hätte (43.). So blieb es bei der nicht unverdienten Halbzeitführung für die "Blauen".

Diese hatten auch nach dem Seitenwechsel gleich eine gute Torgelegenheit, der Kopfball von Orkun Zer prallte jedoch von der Unterkante der Latte ins Feld zurück (50.). Die Gastgeber gaben sich jedoch nicht geschlagen und zeigten in der Folgezeit neben viel Engagement auch noch einige schöne Kombinationen. Die daraus entstehenden wenigen und auch nicht wirklich guten Torchancen vergab jedoch der eingewechselte Dario Vinetic, der zunächst aus sieben Metern nicht genügend Druck hinter den Ball brachte (66.) und kurz vor dem Ende aus 18 Metern knapp vorbeischoss (85.).

Da auch die Gäste ihre Konterchancen durch Yuya Okada ¹ (88.) und Orkun Zer, der von der Mittellinie das von Nils Holzhäuser verlassene Tor nur knapp verfehlte (90.), nicht nutzen konnten, blieb es beim knappen Gästesieg. Biebrichs Erfolgstrainer Elvir Melunovic war entsprechend zufrieden: "Es war zwar nicht alles gut heute, doch wir haben die drei Punkte."

Waldgirmes II: Holzhäuser - Künkler, Heuser, Döring (59. Vinetic),
Dienst (86. Michalke) - Aydin, Windust, Gries, Tobias Schmitt (71. Valentin) - Jordan, Hartmann

Biebrich: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Oestereich - Rivera (76. Bouffier), Maurer (46. Meurer), Hachenberger, Okuda - Orkun Zer - Volkan Zer ²

Schiedsrichter: Steitz (Bad Homburg)

Zuschauer: 90

Tor: 0:1 Volkan Zer (39.)

Gelbe Karten: Gries, Döring, Windust (Waldgirmes II), Tekin, Hachenberger, Orkun Zer (Biebrich)

¹ Okuda

² in der 88. Minute wurde A. Christ für V. Zer eingewechselt.

mittelhessen.de, 06. 11. 2011


Auf dem Weg zur Spitzengruppe

BIEBRICH 02 Volkan Zers Treffer bringt 1:0-Erfolg beim SC Waldgirmes II

(nn). In Siebenmeilenstiefeln eilt Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 der Spitzengruppe entgegen. Auch die unangenehme Aufgabe beim SC Waldgirmes wurde gemeistert. Nicht gerade mit einer Hochglanzvorstellung, aber souverän genug, um das in der 37. Minute von Volkan Zer erzielte 1:0 sicher ins Ziel zu bringen. Camilo Rivera und Yuya Okuda hatten das Tor bei der besten Kombination der Gäste eingeleitet.

Ganz bitter aber: Flügelflitzer Rivera, in den vergangenen Wochen auf der rechten Seite ein steter Aktivposten, verletzte sich ohne Fremdeinwirkung am Knie. Spielausschuss-Chef Thomas Utikal befürchtet eine schwere Knieverletzung. Ein Ausfall, der angesichts des zahlenmäßig dünn bestückten Kaders arg ins Gewicht fällt.

Manko Chancenausbeute

Davon angesehen behält die Defensivabteilung ihre unter Trainer Elvir Melunovic gewonnene Zuverlässigkeit konstant bei. Fehlt nur noch, dass das Abschluss-Manko minimiert wird. In Waldgirmes verpassten Okuda, Rivera und Orkun Zer (Lattentreffer) eine Aufbesserung des Torverhältnisses. Im Derby gegen Wörsdorf können die 02er weiter an der Beseitigung dieser Schwäche arbeiten. Gelingt das, kann aus dem Kellerteam der ersten Saisonphase noch ein Anwärter für die Spitzengruppe werden. „Die Mannschaft hat auf jeden Fall Qualität“, sieht Utikal kein Ende des Höhenflugs.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Oestereich - Rivera
(76. Bouffier), Maurer (46. Meurer), Hachenberger, Okuda - O. Zer - V. Zer (90. A. Christ)

Tor: 0:1 V. Zer (37.)

SR: Steitz (Bad Homburg)

Zu.: 70

WT, 07. 11. 2011


19. Spieltag

FV Biebrich 02 - TSG Wörsdorf 2:1 (1:0) - 12. 11. 2011

Kleines Wunder dank Melunovic

Von Stephan Neumann

VERBANDSLIGA-DERBY Mit dem 2:1 über kampfstarke Wörsdorfer hat Biebrich 02 die 30-Punkte-Marke erreicht

Früher sind die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 Achterbahn gefahren, erlebten gerade bei den sogenannten Pflichtaufgaben böse Talfahrten. Doch jetzt ist bei konstant ansteigender Wegstrecke der Tempomat eingeschaltet. Das Team leistet sich keine Schwankungen mehr. Auch nicht im Derby gegen den Vorletzten TSG Wörsdorf, der 2:1 (1:0) bezwungen wurde. Allerdings mühevoll, denn die junge TSG-Formation präsentierte sich nach dem Trainerwechsel (Christian Freyer für Spezi Kaymak) als unbequemer Gegner, keineswegs als hoffnungsloser Fall.

„Punkt war möglich“

„Eine bittere Niederlage. Wir hätten durchaus einen Punkt mitnehmen können. Auf jeden Fall ist Potenzial vorhanden, es muss nur abgerufen werden. Dazu gehört die nötige Einstellung bei der Trainingsarbeit. Wenn die Mannschaft mitzieht, brauchen wir den Klassenerhalt noch nicht abzuschreiben“, verbreitet Freyer, 24, Aufbruchstimmung.

Unterdessen hat Elvir Melunovic bereits ein kleines Wunder vollbracht. Mit lediglich acht Punkten waren die 02er zu seinem Amtsantritt im September Drittletzter. Jetzt stehen 30 Punkte und die Anbindung zur Spitzengruppe zu Buche. „Wir haben auch dieses schwierige Match gewonnen, weil die Mannschaft mit Herz spielt und im Training hervorragend mitarbeitet“, sagt der 40-jährige Bosnier.

Zer & Zer die Garanten

Die über die Außenstationen ankurbelnden Bastian Pilger und Mattis Oestereich sowie die Tor-Garanten Volkan Zer und Orkun Zer hatten großen Anteil am Erfolg. Nach einer Hereingabe von Oestereich verlängerte Volkan Zer zu seinem jüngeren Bruder, der nur einzuschieben brauchte. Als Biebrich nach der Pause die Zügel vorübergehend schleifen ließ, glich Wörsdorf aus. Nicolai Dörnte hatte einen Freistoß herrlich geschlenzt und Aladin Pilcia abgestaubt, nachdem 02-Keeper Volkan Tekin zunächst mit Glanzparade pariert hatte, dabei gegen den Pfosten prallte und sich dabei Blessuren an Schulter und Nase zuzog (63.). Nach Vorlage von Christian Maus antwortete Volkan Zer mit dem 2:1 (71.). Biebrichs Konstanz blieb gewahrt, Wörsdorfs Kampfgeist ohne Lohn.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Meurer - Okuda (63. Yilmaz), Maurer, Hachenberger, Oestereich - V. Zer, O. Zer (90. Paliakov)

TSG Wörsdorf: Findeis - Pilicia, Yildiz (46. Haroun), N. Vogler, Reuter
(46. Charni ¹) - J. E. Vogler, Grönlund, D. Freyer, Dörnte, Bendriss
(76. Fenderich) - O. Arslan

Tore: 1:0 O. Zer (22.), 1:1 Pilica (62.), 2:1 V. Zer (71.)

SR: Lübberstedt (Neuhof)

Zu.: 105

¹ Chami

WK, 14. 11. 2011


20. Spieltag

FV Biebrich 02 - FV 09 Breidenbach 1:0 (0:0) - 20. 11. 2011

Offensive existiert nur auf dem Papier

Fußball-Verbandsliga Mitte: FV Biebrich 02 - FV Breidenbach 1:0 (0:0) / Tor des Tages durch Orkun Zer

Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 marschiert weiter. Die Elf des neuen Trainers Elvir Melunovic schlug gestern Aufsteiger FV Breidenbach mit 1:0 (0:0) und buchte ihren sechsten Sieg in Serie. Die enttäuschenden Hinterländer unterlagen verdient, weil ihre Offensivabteilung gestern Nachmittag im Prinzip nur auf dem Papier existierte.

Die Motivation bei den Gastgebern war hoch. Zum einen hatten sie das Hinspiel in Breidenbach 0:3 verloren, zum anderen wollten sie den Schwung aus zuvor fünf siegreichen Partien mitnehmen. Bis zur Pause war davon jedoch fast nichts zu sehen. Einzig ein Distanzschuss von Orkun Zer, den Gästetorwart Martin Lokoc aus dem rechten Eck kratzte, sorgte im traditionsreichen Dyckerhoff-Sportpark für Kurzweil (18.).

Der FV Breidenbach stand in der Deckung sehr aufmerksam. Die beiden Sechser Ismet Kaya und Thomas Wellner arbeiteten gut nach hinten und dirigierten ihre Kameraden, die auf den Außenbahnen dicht machten. Die Kehrseite der Medaille war aber die Vorwärtsbewegung, die maximal bis in die Nähe des gegnerischen Strafraums funktionierte und dort aufgrund unkonzentrierter Pässe wirkungslos blieb. Beiden Teams fehlte vor der Pause jener Akteur, der die Partie in die Hand nahm und die durchaus vorhandene Laufbereitschaft in gezielte Aktionen mit Tordrang umsetzte.

An diesem Missstand änderte sich auch nach der Pause nichts, doch profitierte Biebrich einmal mehr von seinem Torjägerduo Orkun und Volkan Zer. Letzterer drang zwei Minuten nach dem Wechsel in den Strafraum ein und bediente Orkun Zer, der aus fünf Metern zum 1:0 vollstreckte.

Lokoc pariert Foulelfmeter

Die Hausherren ließen in der Folge noch zahlreiche Kontergelegenheiten aus und hätten die Partie längst entschieden haben müssen, ehe Volkan Zer in der Schlussminute per Foulelfmeter an FV-Schlussmann Martin Lokoc scheiterte. "Es war ein typisches 0:0-Spiel, obwohl wir vier, fünf klare Möglichkeiten hatten. Breidenbach ging uns ein einziges Mal auf den Leim, und das reichte", traf Biebrichs Trainer Elvir Melunovic den Nagel auf den Kopf. Die Gäste hatten im zweiten Akt noch Chancen durch Yannick Runzheimer (66.) und Silas Förster (79.), blieben aber vorne letztlich viel zu harmlos.

"Ich habe den Eindruck, dass sich bei uns einige viel zu sehr unter Druck setzen. Das führt dann zu vielen individuellen und vermeidbaren Fehlern", analysierte Breidenbachs Trainer Frank Winkler. Eine Wertung, die vor allem auf Felix Baum zutraf, dem fast nichts gelang. Auch Papa-Yaw Afriye ¹ und Dominik Blöcher blieben ohne jede Wirkung.

Biebrich: Tekin - Meurer, Löbelt, Maus, Pilger - Hachenberger - Östereich ², Maurer, Yilmaz (44. Okuda) - Orkun Zer (88. Altas), Volkan Zer

Breidenbach: Lokoc - Brandl, Thomas, Förster, Badouin - Wellner, Kaya - Blöcher (59. Runzheimer), Baum, Afriyie - Damm

Schiedsrichter: Pakos (Darmstadt)

Zuschauer: 100

Tor: 1:0 Orkun Zer (47.)

Gelbe Karten: Hachenberger, Volkan Zer (Biebrich), Brandl (Breidenbach)

Gelb-Rote Karte: Hachenberger (81., Biebrich) wegen Reklamierens

Besonderes Vorkommnis: Volkan Zer scheitert per Foulelfmeter an Breidenbachs Torwart Lokoc (90.).

¹ Papa Yaw Afriye

² Oestereich

mittelhessen.de, 20. 11. 2011


Siege wie am Fließband

BIEBRICH 02 Höhenflug hält beim 1:0 über Breidenbach an/ Klee hochzufrieden

WIESBADEN (nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 ist wieder die Nummer eins im Wiesbadener Amateurbereich. Durch das 1:0 (0:0) über Breidenbach haben die 02er den kriselnden Türkischen SV überholt. „Eine tolle Aufholjagd. Ich bin mit dem Verlauf der vergangenen Wochen sehr zufrieden. Kompliment an Trainer und Mannschaft“, verteilte Clubchef Horst Klee ein dickes Lob. Einmal mehr ging das Rezept von Trainer Elvir Melunovic auf. Hinten abriegeln, vorne geduldig warten. Diese Erfolgsformel griff direkt nach der Pause, als der Ball über die Stationen Mattis Oestereich und Volkan Zer zu Orkun Zer gelangte, der vom Elfmeterpunkt im Winkel einschweißte. Kurz darauf blieb ein Strafraumfoul an Oestereich ungeahndet.

Volkan Zer zeigt Nerven

Beim sechsten Sieg in Folge gab es eigentlich nur einen Makel: Die unzureichende Chancen-Verwertung. Volkan Zer entwickelte sich zum großen Pechvogel. Er zeigte in einer Eins-gegen-Eins-Situation vor Keeper Martin Lokoc Nerven, scheiterte auch in der Nachspielzeit mit dem an Yuya Okuda verursachten Strafstoß an Breidenbachs Torwart. Kurz vorher hatte der eingetauschte Altas Sezer ¹ versiebt. Davon abgesehen können die auf Rang sechs gestürmten Biebricher vollauf zufrieden sein. Nach einem spielfreien Wochenende empfangen sie Kelsterbach, spielen in Eddersheim und zum Jahresabschluss beim Türkischen SV.

FV Biebrich 02: Tekin – Pilger, Maus, Löbelt, Meuer ² – Yilmaz (44. Okuda),
Maurer, Hachenberger, Oestereich – O. Zer (89. Sezer ¹) – V. Zer

Tor: 1:0 O. Zer (47.)

SR: Pakos (Darmst.)

Zu.: 110

¹ Sezer Altas

² Meurer

WK, 21. 11. 2011


21. Spieltag

Der FV Biebrich 02 ist spielfrei - 27. 11. 2011


22. Spieltag

FV Biebrich 02 - 1. FC 1907 Viktoria Kelsterbach 1:2 (1:0) - 04. 12. 2011

Hachenbergers Bärendienst

BIEBRICH 02 Überflüssige Ampelkarte begünstigt Kelsterbachs 2:1-Sieg

BIEBRICH (nn). Der FV Biebrich 02 bewegt sich mit den Besten der Fußball-Verbandsliga fast auf Augenhöhe. Aber den Blauen fehlen noch Nuancen zum Topteam, das zeigte sich bei der in letzter Minute besiegelten 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den neuen Tabellenführer Viktoria Kelsterbach.

Dabei wurde 02-Mittelfeldspieler Domenic Hachenberger zur tragischen Figur. Nach seinem Traumtor zum 1:0 handelte er sich eine völlig überflüssige Ampelkarte ein (63.), erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst. Die 02er, die ihrem verstorbenen Ehrenmitglied Horst Seilberger mit einer Schweigeminute gedachten, hatten couragiert begonnen. Nach einem Vorstoß von Yuya Oukda über die rechte Seite kam Hachenberger in zentraler Position in Ballbesitz, versenkte Sekunden vor dem Pausenpfiff mit genialem Außenrist-Schuss im linken unteren Eck. Der Glanzpunkt einer ersten Halbzeit auf hohem Niveau.

Nach Hachenbergers Hinausstellung entwickelten die Gäste enormen Druck. Trotzdem wäre ein Biebricher Sieg möglich gewesen. Doch Volkan Zer vergab seine Großchance beim Stand von 1:1 (84.). „Kein Vorwurf an die Mannschaft, die in Unterzahl kämpferisch alles gegeben hat“, meinte 02-Spielauschuss-Chef Thomas Utikal. Nebenbei: Das nach Horst Seilberger benannte Hallenturnier, das in den vergangenen Jahren regelmäßig stattgefunden hatte, fällt 2012 mangels Beteiligung aus.

FV Biebrich 02: Tekin – Pilger, Löbelt, Maus, Meurer – Okuda (85. Yilmaz), Maurer, Hachenberger, Oestereich – O. Zer – V. Zer

Tore: 1:0 Hachenberger (45.), 1:1 Doeringer (83.), 1:2 D. Veith (90.+1) ¹

SR: Beck (Darmstadt ²)

Zu.: 120

Gelb-Rot: Hachenberger (63.)

¹ Laut DFB-Net : 1:1 Eigentor Pilger (83.), 1:2 Döringer (90.);
¹ laut FNP: beide Tore durch Döringer

² Langwaden

WK, 05. 12. 2011


Tobias Döringer ist der Held

In buchstäblich letzter Sekunde sicherte sich die Viktoria aus Kelsterbach den 2:1-Sieg in Biebrich und somit die Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga Mitte.

Kelsterbach. Am Samstag hatte der FC Eddersheim noch Schützenhilfe geleistet, als der Tabellenvierte im Spitzenspiel den FSV Braunfels mit 4:3 besiegte. Gestern war es nun an den Kelsterbachern, diese Chance zu nutzen und sich durch einen Sieg beim FV Biebrich zwei Spieltage vor der Winterpause den Spitzenplatz zu sichern.

Dies tat die Mannschaft von Trainer Ralf Horst auf besondere Art. Nach einem 0:1-Rückstand kurz vor der Pause, drehten die Gäste das Spiel in den letzten zehn Minuten. Ausgerechnet Innenverteidiger Tobias Döringer avancierte in Biebrich zum Matchwinner. Erst wuchtete er eine abgefälschte Freistoßflanke von Manuel May am langen Pfosten per Flugkopfball ins Tor – 1:1 (83.). In der dritten Minute der Nachspielzeit war Döringer, der die Saison als linker Außenverteidiger begann und dann für den am Kreuzband verletzten Kapitän Robert Brück in die Innenverteidigung rückte, zum zweiten Mal zur Stelle. Nach einer Ecke reagierte Rückkehrer David Veith aus dem Gewühl heraus am schnellsten. Den Schuss von Veith, der nach seiner Einwechslung in der 70. Minute gewaltig für Schwung sorgte, parierte Tekin gut. Döringer schaltete aber sofort und drückte den Abpraller zum umjubelten 2:1 über die Linie.

Der Doppeltorschütze war unter der Woche von seinen Mannschaftskollegen zum Spieler der Vorrunde gewählt worden. In einer Rund-E-Mail hatte Trainer Ralf Horst seine Spieler aufgerufen, ihren Mann der Hinrunde zu benennen. Mit knapp 80 Prozent der Stimmen würdigten die Kelsterbacher die tollen Leistungen des Verteidigers. Nach seinen beiden Toren konnten sich die Kameraden sicher sein, die richtige Wahl getroffen zu haben und freuten sich mit ihrem Trainer über Platz eins. "Das ist wie ein Traum", meinte Ralf Horst. "Die Jungs haben das verdient." Nach dem 0:1 durch Hachenberger (45.) hatten die Gäste in der zweiten Hälfte einen Sturmlauf gestartet, der das Prädikat "verdient", das Horst vor den späten Sieg setzte, rechtfertigte. "Nun kommt das schwerste Spiel", lenkte er den Blick seiner Spieler schnell auf die nächste Aufgabe zu Hause gegen Schlusslicht Wieseck. (awo)

FNP, 05. 12. 2011


Überragender Tobi Döringer schießt Viktoria an die Tabellenspitze

Viktoria dreht emotionales Spiel in Biebrich

Lohn für die konstant guten Leistungen der vergangenen Wochen: Die Viktoria grüßt wieder als Spitzenreiter der Verbandsliga Mitte.

Durch einen hochverdienten 2:1 Erfolg beim FV 02 Biebrich übernahm Viktoria Kelsterbach wieder die Tabellenführung in der Vebandsliga Mitte. Mann des Tages war dabei Eigengewächs Tobias Döringer, der im Verbund mit Marcel Tschakert nicht nur die Zer-Brüder weitestgehend in Schach hielt, sondern sich in der Schlussphase bei Standards auch mit in die Offensive einschaltete und mit einem Doppelpack sein Team noch zum Erfolg schoss.

Biebrich zunächst besser in der Partie

Nach dem Last-Minute-Sieg vom FC Eddersheim beim FSV Braunfels winkte den Horst-Schützlingen bei einem Erfolg in der Landeshauptstadt wieder der Sprung an die Spitze. Entsprechend motiviert und gegenüber der Vorwoche personell unverändert ging die Mannschaft in die Partie auf dem nassen und schwer bespielbaren Rasen im Dyckerhoff-Sportfeld und traf auf selbstbewusste Gastgeber, die nach sechs Siegen in Folge auch die ersten Offensiv-Akzente setzten. Dominique Groß im Viktoria-Kasten musste nach sieben Minuten erstmals eingreifen, als er einen Meurer-Schuss parierte. Zuvor zielten die Gastgeber bereits zweimal neben den Kasten. Nach 14 Minuten näherte sich die Viktoria erstmals gefährlich dem Tor der Gastgeber, doch Torwart Tekin kam nach einem Freistoß von Manuel May Sekundenbruchteile vor dem einschußbereiten Jonas Scheitza an den Ball. Der Schlussmann parierte auch einen Schuss von Manuel May sechs Minuten später sicher zur Ecke, hatte allerdings Glück, dass ein Kopfball von Scheitza in der 33. Minute nach schöner Vorarbeit von Marcus Joswig über die Querlatte ging. 60 Sekunden später versuchte sich Hachenberger für den FV 02 aus der Distanz, fand aber in Dominique Groß seinen Meister. Die besseren Chancen blieben in einem von Standardsituationen und wenig Spielfluss geprägten ersten Durchgang allerdings auf Seiten der Viktoria. In der 34. Minute setzte sich Timo Gürtler schön auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe fand in Jonas Scheitza einen Abnehmer, doch sein Schuss wurde abgeblockt. Vier Minuten später zielte Giovanni D' Onofrio nach Zuspiel von Manuel May am langen Pfosten, sechzig Sekunden später Dominic Machado am kurzen Eck vorbei. Als sich alle schon mit einem torlosen Remis zur Pause abgefunden hatten, setzte sich Okuda auf der rechten Seite durch. Seine abgeblockte Hereingabe fiel Hachenberger vor die Füße und der erzielte mit einem Flachschuss aus rund 25 Metern die etwas überraschende Führung für die Mannschaft von Elvir Melunovic.

Viktoria übernimmt die Spielkontrolle

Hochmotiviert kam die Viktoria aus der Kabine und hätte mit etwas Glück bereits in der 46. Minute ausgleichen können, doch Torwart Tekin lenkte einen schönen Schuss von Said Naimi nach Zuspiel von Jonas Scheitza noch über die Latte. Elf Minuten später konnte auch Jonas Scheitza einen D' Onofrio-Pass nicht im Tor unterbringen und schoss vorbei. Von den Gastgebern war spätestens nach der gelb/roten Karte gegen Hachenberger in der 63. Minute offensiv nicht mehr viel zu sehen und sie hatten Glück, dass Pilger nach einem brutalen Einsteigen in Höhe der Mittellinie vom guten Schiedsrichter Patrick Beck aus Langwaden nur die gelbe Karte sah. Die Viktoria übernahm im Mittelfeld die Spielkontrolle, drängte die Gastgeber in die eigene Hälfte und wollte mit Macht zum Ausgleich kommen. Den hätte um ein Haar der eingewechselte Marius Troll nach 76 Minuten erzielt, doch der Sommerneuzugang schoss, nachdem er den Biebricher Torhüter bereits ausgespielt hatte, nur ans Außennetz.

Turbulente Schlußphase

Die Viktoria warf nun alles nach vorne. Durch die Einwechslung von David Veith wurde das Spielsystem auf 3-4-3 umgestellt und Biebrich kam kaum noch zum Luftholen und ging mit seinen wenigen Kontermöglichkeiten fahrlässig um. Nach 83 Minuten wurden die Schützlinge von Ralf Horst dann endlich für ihren enormen Aufwand belohnt. Eine Ecke von Manuel May kam in der Strafraummitte zum ungedeckten mit aufgerückten Innenverteidiger Tobias Döringer und der erzielte artistisch knapp über der Grasnarbe mit dem Kopf den vielumjubelten und längst überfälligen Ausgleich. Nur sechzig Sekunden später rettete Dominique Groß klasse gegen den freistehenden Volkan Zer, der um ein Haar die Partie auf den Kopf gestellt hätte. Den Viktoria-Akteuren war deutlich anzumerken, dass sie sich mit einem Zähler nicht zufrieden geben wollten. Giovanni D' Onofrio vergab in der 88. Minute eine gute Möglichkeit und zielte über das Tor. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit fand David Veith in Tekin seinen Meister. In der 91. Minute wurde ein weiterer Versuch zur Ecke geklärt, die wiederum Manuel May nach innen brachte. Zunächst scheiterte David Veith mit seinem Schuss noch am guten Tekin im Tor der Biebricher, doch den Nachschuss bugsierte wiederum Tobias Döringer zum vielumjubelten und auch aufgrund der starken zweiten Halbzeit hochverdienten 2:1 Siegtreffer über die Linie.

Jubelszenen nach dem Abpfiff

Als Schiedsrichter Beck nach 93 Minuten die Partie abpfiff, kannte der Jubel bei der Viktoria-Mannschaft und dem zahlreich mitgereisten Anhang keine Grenzen. Die Spieler hüpften im Kreis und jubelten "Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey" und auch der "Diver" durfte als krönender Abschluss nicht fehlen, hatte die Viktoria doch trotz einem Spiel weniger wieder die Tabellenführung in der Verbandsliga Mitte übernommen und sich für eine bis dato tolle Saison wieder einmal selbst belohnt.

Zum Einsatz kamen: Groß - Gürtler, Tschakert, Döringer, Joswig - S. Naimi (63. Troll), Koustar (76. Veith), May, Machado, D' Onofrio (88. Chatzi-Bentel) - Scheitza.

Homepage des 1. FC 1907 Viktoria Kelsterbach


23. Spieltag

FC Eddersheim - FV Biebrich 02 1:1 (1:0) - 09. 12. 2011

Viele Chancen vergeben

BIEBRICH 02 In Eddersheim war mehr als ein 1:1 drin

(cad). War es ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte für den Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 beim FC Eddersheim. Nimmt man den späten Ausgleich von Volkan Zer nach schöner Vorbereitung durch Mattis Oestereich, war es ein Punktgewinn. Aufgrund der Leistung der Biebricher besonders vor dem Seitenwechsel musste Trainer Elvir Melunovic aber eher zwei verlorenen Zählern nachtrauern. In der ersten Halbzeit hatten die Biebricher die Gastgeber fast nach Belieben dominiert, scheiterten aber entweder an der Latte, oder am hervorragend reagierenden Maximilian Fils ¹ im Tor der Eddersheimer. Die Platzherren dagegen nutzten ihre einzige Chance vor dem Seitenwechsel. Felix Rottenau zielte genauer als zuvor die Biebricher Volkan Zer (zwei Lattentreffer), Orkun Zer oder Mattis Oestereich. Das Spiel war damit auf den Kopf gestellt. „Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Kompliment machen. Im Boxen hätten wir hier einen klaren Punktsieg errungen“, war die Freude über die gute Leistung seines Teams für Melunovic schließlich größer als der Ärger über das Remis.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Löbelt, Maus, Meurer - Hachenberger - Okuda (75. Yilmaz), Maurer, O. Zer, Oestereich - V. Zer

Tore: 1:0 F. Rottenau (15. ²), 1:1 V. Zer (84.)

Schiedsrichter: Hofmann (Ober-Roden)

Zuschauer: 110

¹ Filz

² laut DFB-Net 19. Minute

WT, 10. 12. 2011


24. Spieltag

Türkischer SV WI - FV Biebrich 02 4:4 (1:0) - 16. 12. 2011

Treffer fast im Minutentakt

DERBY Türkischer SV und Biebrich 02 trennen sich nach ereignisreicher zweiter Halbzeit mit 4:4

Beste Unterhaltung auf dem Niederfeld: Mit 4:4 (1:0) trennen sich der Türkische SV und der FV Biebrich 02 im Verbandsliga-Derby unter Flutlicht. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie so richtig Fahrt auf und hatte in den Dreifach-Torschützen Engin Arslan (Türkischer SV) und Orkun Zer
(Biebrich 02) ihre Hauptdarsteller.

Nach dem ersten Abtasten waren es die Türken, die ihre technische Überlegenheit ausspielten, während den Biebrichern außer langen Bällen nicht viel einfiel. Fast zwangsläufig kamen so die Gastgeber zu den ersten Möglichkeiten und letztlich auch zum Tor. Mattis Oestereich wusste sich auf dem Flügel nicht anders zu helfen als den starken Bilal Marzouki mit einem Foul zu stoppen. Den fälligen Freistoß von Jusuf Celiksoy konnte Volkan Tekin im Tor der Biebricher nur abklatschen und Engin Arslan hatte bei seinem Abstauber wenig Probleme. Eine passende Antwort wäre den Biebrichern fast noch kurz vor dem Pausenpfiff gelungen, doch Orkun Zer stand bei seinem Treffer klar im Abseits.

Nach dem Seitenwechsel hatten dann beide Abwehrreihen arge Probleme, die 200 Zuschauer dagegen einen Heidenspaß an einem nun ereignisreichen Spiel. Während der Biebricher Trainer Elvir Melunovic sich vom Auftreten seiner Mannschaft nach der Pause zufrieden zeigte („Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben war dagegen mit das desolateste, was die Mannschaft unter mir geleistet hat“) haderte sein gegenüber Cem Karaca mit dem Defensivverhalten seiner Spieler: „Nach dem 3:1 dürfen wir das nicht mehr abgeben. Die Abwehr ist in dieser Saison unser großes Problem.“

Türkischer SV: Akyol – S. Marzouki, Bilir, Sengün, Balikci – B. Marzouki, Genc, Celiksoy (64. Daudi), Demirtas (66. M. Arslan) – E. Arslan, C. Karaca

Biebrich: Tekin – Pilger, Maus, Löbelt, Meurer (65. Altas ¹) – Okuda
(70. Yilmaz), Hachenberger, Maurer, Oestereich – O. Zer – V. Zer

Tore: 1:0 E. Arslan (27.) ², 2:0 E. Arslan (55.), 2:1 O. Zer (57.), 3:1 E. Arslan (70.), 3:2 O. Zer (75.), 3:3 O. Zer (77.), 4:3 Bilir (82./Foulelfmeter ¹),
4:4 V. Zer (88.) ³

Schiedsricher: Vonderschmidt (Mühlheim bei Offenbach)

Zuschauer: 200

Gelb-Rot: Maus (82/wiederholtes Foulspiel)

¹ laut DFB-Net wurde Altas in der 71. Minute eingewechselt und Bilir erzielte in der 86. Minute die 4:3-Führung durch Foulelfmeter.

² laut DFB-Net Celiksoy

³ laut DFB-Net Okuda

WT, 17. 12. 2011


Teamgeist nur beim Jubeln

19.12.2011 - WIESBADEN

Von Stephan Neumann

VERBANDSLIGA-DERBY Türkische Solisten keine Einheit / 02er leben von Zer-Brüdern

Engin Arslan war noch Minuten nach dem Abpfiff geladen. Bis in die Haarspitzen voller Adrenalin. Und irgendwie auf der Suche nach einem inneren Ventilöffner. Zum Abreagieren musste schließlich die an einem Rohr befestigte Eckfahne des Kunstrasens der Niederfeldanlage herhalten. Mit der Picke traf er die Stange im unteren Bereich exakt. Sie flog in die Höhe wie eine zu früh gezündete Silvester-Rakete. Und noch bevor sie gelandet war, ging es Arslan ein wenig besser.

Dreimal hatte der Stürmer des Fußball-Verbandsligisten Türkischer SV zuvor im Prestigeduell gegen Biebrich 02 getroffen. Beim Stand von 3:1 (70.) schien ihm der Heldenstatus sicher. Doch der blieb ihm versagt, weil die plötzlich hellwachen 02er nie aufsteckten, am Ende nach der Ampelkarte gegen Christian Maus in Unterzahl durch Volkan Zer zum 4:4-Endstand kamen. Für die Biebricher ein Grund zum Jubeln, für Arslan die pure Notwendigkeit zum sofortigen Frustabbau.

Restspielzeit ignoriert

Zuvor hatten die 90 Minuten in komprimierter Form die großen Stärken und die markanten Schwachstellen der ranghöchsten Wiesbadener Amateurteams dokumentiert. Aus TSV-Sicht mit der Erkenntnis, über eine mit überwiegend technisch sehr starken Spielern besetzte Mannschaft zu verfügen. Über Akteure, die aber offenkundig zum Großteil in ihren Gehirnwindungen nur auf das eigene Glänzenwollen fixiert sind. Spieler, die nach dem 3:1 inklusive Betreuern und Fans geradezu euphorisch jubelnd in den siebten Himmel entschwebten und die Restspielzeit einfach zu ignorieren schienen.

Eine Mannschaft, der es womöglich an Ernsthaftigkeit und echtem Teamgeist mangelt. Nicht anders ist die Demontage der letzten 20 Minuten zu erklären, die um ein Haar noch in einem Biebricher Sieg gemündet wäre. Ein Absturz in einem Spiel, der den Absturz vom Tabellenführer zum Unter-ferner-liefen-Team erklärt. Spielertrainer Cem Karaca, der exzellent spielte, zwei der drei Arslan-Treffer auflegte, ist gefordert, Wir-Gefühl und Defensivstrukturen zu entwickeln.

Und es gilt, personelle Unklarheiten zu beseitigen. Spielmacher Erol Genc („Unglaublich, wie wir die Biebricher aufgebaut haben.“) konnte die Frage nach seinem Verbleib beim TSV über die Winterpause hinaus nicht mit einem Ja beantworten und Engin Arslan absolviert Ende Dezember bekanntlich ein Probetraining bei einem türkischen Zweitligisten.

Somit bahnt sich eine Kader-Umschichtung an. Mit der Aussicht, einen guten Keeper zu bekommen. Elvir Smajlovic (34), ehemaliger Regionalliga-Torwart von Bayern Alzenau, will den Verantwortlichen heute mitteilen, ob er das TSV-Angebot annimmt oder A-Jugendtorwartcoach bei RW Frankfurt wird.

Maximum mit Minikader

Die Biebricher können sich derweil glücklich schätzen, mit ihrem Minikader nach dem Fehlstart dank Willensstärke und Disziplin in sichere Gefilde durchgestartet zu sein. Auffällig aber: Ohne Orkun Zer (spielte im Derby zunächst nicht berauschend, traf dann aber dreimal) und seinen älteren Bruder Volkan geht in der Offensive rein gar nichts. Aus dem Mittelfeld heraus sorgt einzig Mattis Oestereich für Gefahr. Und die Notlösung mit Christian Maus im Abwehrzentrum ist gewiss keine für die Ewigkeit. Für Trainer Elvir Melunovic steht deshalb fest: „Wir brauchen im Winter mehrere Verstärkungen, um künftig in der Breite besser aufgestellt zu sein.“ Ein Spielertyp, der im Mittelfeld genau passen würde, wäre Erol Genc. Doch bislang schweigen sich die 02er über ihre Kandidatenliste aus.

WT, 19. 12. 2011


25. Spieltag

FV Biebrich 02 - VfB Unterliederbach 0:1 (1:5) - 05. 04. 2012

Unterirdisch gegen Unterliederbach

BIEBRICH 02 Kollektiver Blackout bei 1:5-Heimpleite

(nn). Es soll ein einmaliges Ereignis bleiben. Ein Aussetzer, wie er fast jeder Fußball-Mannschaft im Lauf einer Runde passieren kann. Das hofft jedenfalls Elvir Melunovic. „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so hoch verloren habe“, grübelte der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 nach der 1:5-Heimpleite gegen den VfB Unterliederbach. Bis auf Mittelfeld-Kämpfer Tim Maurer verdienten sich alle Biebricher an einem rabenschwarzen Tag für ihren Auftritt das Prädikat „unterirdisch“.

„Vielleicht“, mutmaßte Melunovic, „war bei dem ein oder anderen Spieler die Luft raus.“ Eine Einstellung, die der Bosnier aber nicht tolerieren mag. Schließlich sind Disziplin, Ordnung und Kampfgeist für ihn elementare Grundtugenden. So gesehen war es eine neue Erfahrung, dass das Team erstmals nicht Melunovics Vorgaben umsetzte. Liederbach dagegen agierte mit dem früheren Würgeser Daniel Koch in der Spitze so spritzig, als habe die Saison gerade erst begonnen.

Im Pokal rehabilitieren

„Die zweite Halbzeit war desolat. Einige haben sich ja fast aufgegeben“, hatte Melunovic Mühe, die Fassung zu wahren. Am Dienstag (19.30 Uhr) im Pokalhalbfinale beim SC Kohlheck soll die Mannschaft wieder ihr anderes Gesicht zeigen. Das von Ehrgeiz gezeichnete.

FV Biebrich 02: Tekin - Meurer, Pilger, Maus, Oestereich - Yilmaz (63. Celik), Maurer, Hachenberger (72. Paliakov), Marzouki (57. Sezer ¹) - O. Zer - V. Zer

Tore: 0:1 D. Koch (25.), 0:2 Bianco (47.), 0:3 D. Koch (62.), 0:4 Bianco (64.), 1:4 O. Zer (66.), 1:5 Mader (76.)

Schiedsrichter: Mürell (Obertshausen)

Zuschauer: 100

¹ Sezer Altas

WT, 07. 04. 2012


26. Spieltag

VfB 1900 Gießen - FV Biebrich 02 1:3 (1:1) - 25. 02. 2012

Lohn für Qualen der Vorbereitung

BIEBRICH 02 3:1-Triumph beim Dritten VfB Gießen / Defensive kompensiert Löbelts Fehlen, vorne treffen Zer-Brüder

(nn). Elvir Melunovic hat den Verbandsliga-Spielern des FV Biebrich 02 gebetsmühlenartig vermittelt: „Wenn ihr hart arbeitet, werdet ihr belohnt.“ Der Beleg dieser These war der 3:1-Coup beim bisherigen Dritten VfB Gießen. Nach siebenwöchiger Vorbereitung (Melunovic: „Die längste in der Vereinsgeschichte“) und vielversprechenden Testspiel-Ergebnissen präsentierte sich das Team auf den Punkt topfit, beeindruckte durch ungeahnte Fitness, gepaart mit Spielwitz und Treffsicherheit.

Ganz zu schweigen davon, dass nach dem Ausfall von Kapitän Daniel Löbelt, David Meurer (beide verletzt) und Bilal Marzouki (krank) lediglich 14 Mann zur Verfügung standen. Darunter als Einwechsel-Notnagel mit der Trikotnummer vier Trainer Melunovic. Doch der 40-jährige Bosnier brauchte auf dem Platz nicht einzugreifen, weil seine Mannschaft nach Gießens Elfmetertor zum 1:0 (29./Mattis Oestereich hatte gefoult) sofort Antworten parat hatte.

Keine Chancen zugelassen

Beispielsweise in der 40. Minute durch Orkun Zer. Der nach einem Hänger Ende vergangenen Jahres aufblühende Wirbelwind traf von der Strafraumgrenze zum 1:1. „Männer, mit Mut und Herz geht hier etwas“, appellierte Melunovic in der Pause an seine Schützlinge. Die Botschaft drang in alle Gehörgänge. Biebrich ließ keine Chancen des in der Offensive stark besetzten VfB zu, setzte vorne die entscheidenden Nadelstiche. Von rechts legte Yuya Okuda für Volkan Zer auf, der routiniert zu seinem 16. Saisontor einschweißte. Nach Steilpass von Tim Maurer stockte Orkun Zer sein Konto auf elf Treffer auf. „Die Jungs haben Moral bewiesen und verdient gewonnen“, meinte Melunovic. Gegen Watzenborn (Do., 19.30 Uhr) soll der Traumstart 2012 bestätigt werden.

FV Biebrich 02: Tekin - Yilmaz, Maus, Pilger, Oestereich - Okuda (85. Celik), Maurer, Hachenberger, Altas (81. Rivera) - O. Zer - V. Zer

Tore: 1:0 Samun (29./Foulelfmeter), 1:1 O. Zer (40.), 1:2 V. Zer (75.) ¹,
1:3 O. Zer (89.) ²

SR: Montag (Fulda)

Zu.: 170

¹ laut DFB-Net 69. Minute

² laut DFB-Net 75. Minute

WT, 27. 02. 2012


Orkun und Volkan Zer machen den Unterschied aus

Von Rolf Birkhölzer

Dämpfer für VfB im Kampf um Aufstieg - Gegen starken Gegner aber nicht enttäuscht

GIESSEN. Der VfB 1900 Gießen erlitt im Kampf um den Aufstieg zum Start in die Restrunde der Verbandsliga einen Dämpfer. Beim 1:3 (1:1) gegen den FV Biebrich 02 verpasste die Mannschaft von Trainer Matthias Hagner den Sprung auf den Relegationsplatz.

„Es sind noch zwölf Spiele zu absolvieren. Heute bin ich enttäuscht, aber wir haben gegen gute Biebricher kein schlechtes Spiel gemacht“, bilanzierte nachher ein durchaus nicht niedergeschlagener VfB-Trainer Hagner und erkannte den „verdienten Sieg“ der Gäste an.

In der ersten Halbzeit hatte der Ex-Profi sein Team auf dem Kunstrasenplatz noch dominant gesehen. Vor der verdienten Führung durch Maykel Samun (29.), der einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter verwandelte, hatten die Platzherren schon einige Torchancen vergeben. So traf Samun schon nach drei Minuten frei vor dem Biebricher Tor den Ball nicht richtig und scheiterte anschließend an FV-Schlussmann Volkan Tekin, der einen platzierten Schuss des Gießeners aus dem Winkel hechtete (11.).

An den meisten Aktionen des Tabellendritten war der sehr agile Andreas Baufeldt in der Vorbereitung und beim Abschluss beteiligt. So verfehlte der Ex-Wetzlarer mit einem Schuss das Gästetor (5.) und verpasste nur knapp einen Freistoß von Ürkan Özen per Kopf (32.). Dazu verweigerte der insgesamt gute Schiedsrichter Klaus Montag dem spektakulären Fallrückziehertor von Robin Schaffarz (37.) den Torerfolg.

Aber auch in dem vom VfB überlegen geführten ersten Durchgang erwies sich Biebrich als giftiger Gegner, der um jeden Ball verbissen kämpfte und in ihren Brüdern Orkun und Volkan Zer die auffälligsten Akteure hatte. Die beiden Angriffsasse sollten dem VfB zum Verhängnis werden. Nach zwei Schüssen von Orkun (22.) und Volkan (25.), die VfB-Keeper Sven Mainusch sicher parierte, setzte sich Orkun Zer gegen eine erstmals unentschlossene VfB-Deckung durch und erzielte mit einem unhaltbaren Flachschuss den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich (39.).

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine von beiden Seiten hart und intensiv geführte Partie, in der die Gäste immer mehr Übergewicht bekamen. Und in der 69. Minute gelang Volkan Zer die Biebricher Führung, als er auf halbrechts freie Bahn hatte und Mainusch mit einem satten Schuss ins lange Eck überwand.

Und nachdem Schaffarz, der mustergültig von Baufeldt in die Gasse geschickt worden war, frei vor FV-Keeper Tekin das Gästetor verfehlt hatte (72.), sorgte Orkun Zer (74.) für die Entscheidung. Bei einem Konter zog der wuchtige Biebricher mit einem klugen Zuspiel von Can Hachenberger auch an Mainusch vorbei und vollendete zum 3:1.

Damit war den höchst engagiert ins Spiel gegangenen Gastgebern der Zahn endgültg gezogen, wenn auch die Bemühungen um eine Resultatsverbesserung bis zum späten Schlusspfiff blieben. Aber zwei Möglichkeiten von Baufeldt (75./83.) und ein Freistoß des eingewechselten Marco Vollhardt (93.) brachten nichts mehr ein.

„Bis zum Gegentor haben wir den Gießenern zu viele Freiräume gelassen. Das 1:1 war gut für die Moral, und dann haben wir versucht Fußball zu spielen und verdient gewonnen“, freute sich FV-Trainer Elvir Melunovic über den Dreier, der den Biebrichern Hoffnung im Aufstiegsrennen lässt.

VfB 900 Gießen: Mainusch - Ott, Gaubatz (82. Vollhardt), Chabou, Wilk - Hasan, Özen, Baufeldt, Ranke - Schaffarz, Samun

FV Biebrich 02: Tekin - Östereich ¹, Pilger, Maus, Altas (82. Rivera) - Maurer, Hachenberger, Yilmaz, Okuda (87. Celik) - O. Zer, V. Zer

Tore: 1:0 (29.) Samun (Foulelfmeter), 1:1 (39.) O. Zer, 1:2 (69.) V. Zer,
1:3 (74.) O. Zer

Schiedsrichter: Montag (Fulda)

Gelbe Karten: Chabou, Ott/Tekin, Östereich ¹, Hachenberger, Altas, V. Zer

Zuschauer: 150

¹ Oestereich

Gießener Anzeiger, 27. 02. 2012


Zer-Brüder machen den Unterschied

(fro) Durch die 1:3-Niederlage gegen den FV Biebrich 02 musste der VfB 1900 Gießen am Samstag zum Re-Start der Verbandsliga Mitte einen empfindlichen Rückschlag in seinen Aufstiegsambitionen hinnehmen.

Der Rückstand der Elf von Trainer Matthias Hagner auf Tabellenführer FSV Braunfels, der zeitgleich mit 2:1 in Watzenborn-Steinberg die Oberhand behielt, beträgt mittlerweile sieben Punkte.

Auf dem Kunstrasenplatz entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche Partie. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und hatten in der Anfangsviertelstunde gleich drei hochkarätige Chancen zu verzeichnen. Bereits in der dritten Minute hätte es im Gästekasten klingeln müssen. Nach einer Flanke von Andreas Baufeldt traf Maykel Samun das Leder nicht richtig, so dass Torwart Volkan Tekin den Ball mühelos aufnehmen konnte. Andreas Baufeldt setzte das Spielgerät nach einem Solo knapp neben den Pfosten (6.). Als sich FV-Verteidiger Yasin Yilmaz bei einem langen Abschlag von VfB-1900-Torwart Sven Mainusch verschätzte, war Maykel Samun plötzlich frei vor dem gegnerischen Tor. Tekin konnte den unplatzierten Schuss des Gießener Angreifers aber zur Ecke lenken (12.). Die Elf von Trainer Matthias Hagner bestimmte zu diesem Zeitpunkt das Geschehen und schnürte die Gäste mit schnellen Ballstafetten in der eigenen Hälfte ein. Für die Gäste tauchte Orkun Zer erstmals gefährlich vor dem Tor auf, doch Sven Mainusch konnte seinen Distanzschuss sicher parieren (22.). Auch gegen Volkan Zer war der Keeper kurz darauf auf dem Posten (25.). Nach einer knappen halben Stunde fiel die längst überfällige Führung der Hausherren. Nach einem Pass von Andreas Baufeldt drang Maykel Samun in den gegnerischen Strafraum ein und konnte von Östereich ¹ nur regelwidrig am Torschuss gehindert werden. Der Gefoulte trat selbst zur Ausführung des fälligen Strafstoßes an und verwandelte sicher (29.). Als die bis dato sicher stehende Gießener Innenverteidigung mit Pierre Chabou und Markus Gaubatz für einen Augenblick nicht im Bilde war, schlugen die Biebricher Zer-Brüder eiskalt zu. Volkan steckte das Leder auf Bruder Orkun durch, der keine Mühe hatte, den Ball an Sven Mainusch vorbei zum 1:1 ins Netz zu schieben (40.).

Die erste Gelegenheit der zweiten Halbzeit hatte Volkan Zer, der aus spitzem Winkel an Sven Mainusch scheiterte (66.). Auf der Gegenseite fand Andreas Baufeldt mit einem Schuss von der Strafraumgrenze seinen Meister in Tekin (67.). Als Yuya Okuda die Gießener Abwehr mit einem Steilpass aushebelte, war der Weg für Volkan Zer frei. Auch wenn Mainusch noch mit der Hand am Ball war, konnte er das 2:1 für den Gast nicht verhindern (68.).

Nervöse Hausherren

Nun schien die Hagner-Elf den Faden verloren zu haben. Dem VfB 1900 fehlte die spielerische Lösung, um die sattelfeste Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Nervosität machte sich breit, was zu einer Häufung von Fehlpässen bei den Hausherren führte. Die große Chance, dem Spiel nochmals eine Wende zu geben, wurde von Robin Schaffarz vergeben. Nach einem Pass von Andreas Baufeldt hob der Ex-Wetzlarer das Leder über Tekin, aber auch am leeren Tor vorbei (74.). Anstelle des möglichen Ausgleiches musste man im Gegenzug die Entscheidung hinnehmen. Der an diesem Tage indisponierte Ürkan Özen verlor im Mittelfeld den Ball nach einem Pressschlag mit Tim Maurer. Dessen Pass setzte Orkun Zer in Szene, der Sven Mainusch zum 3:1 »tunnelte«.

»Die Gäste waren der erwartet schwere Gegner. Sie besaßen heute in der Offensive mehr Qualität und haben daher verdient gewonnen«, stellte Matthias Hagner fest. Seine Elf war bis zum Schluss um den Anschlusstreffer bemüht, doch vergebens. Özen scheiterte mit einem Freistoß an Tekin (81.), Tim Maurer lenkte einen Schuss von Andreas Baufeldt über die Latte (84.). Und auch ein Freistoß von Marco Vollhardt fand nicht den Weg ins Ziel (90.+2).

»Wir haben es nach einer guten Anfangsphase versäumt, das 2:0 nachzulegen. In der zweiten Halbzeit hat uns die Ballsicherheit gefehlt. Unsere Fehler in der Vorwärtsbewegung haben den Gästen in die Karten gespielt. Trotz dieser Niederlage sehe ich keinen Grund, unsere Ziele zu korrigieren«, erklärte Hagner.

VfB 1900 Gießen: Mainusch; Ott, Chabou, Gaubatz (ab 82. Vollhardt), Wilk, Hasan, Ranke, Özen, Schaffarz, Baufeldt, Samun

FV Biebrich 02: Tekin; Östereich ¹, Pilger, Maurer, Maus, Altas (ab 82. Rivera), Hachenberger, Yilmaz, Okuda (ab 87. Celik), Orkun Zer, Volkan Zer

Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Montag (Fulda)
Zuschauer: 155
Torfolge: 1:0 (20.) Samun (Foulelfmeter), 1:1 (40.) Orkun Zer, 1:2 (68.) Volkan Zer, 1:3 (75.) Orkun Zer
Gelbe Karten: Chabou, Ott – Tekin, Östereich ¹, Hachenberger, Altas, Orkun Zer, Volkan Zer

¹ Oestereich

Gießener Allgemeine, 27. 02. 2012


27. Spieltag

FV Biebrich 02 - Teutonia Watzenborn-Steinberg 6:0 (3:0) - 01. 03. 2012

Biebrich feiert Schützenfest

(nn). Die knallharte Vorbereitung von Trainer Elvir Melunovic scheint sich für Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 auszuzahlen. Auch im zweiten Spiel nach der Winterpause boten die Blauen eine bärenstarke Leistung, fertigten Teutonia Watzenborn/Steinberg mit 6:0 (3:0) ab. „Wir haben den Gegner klar beherrscht und unsere Leistung gegen Gießen eindrucksvoll bestätigt“, sagte Melunovic. Der erste von drei Pfostenschüssen durch Volkan Zer rüttelte die Gastgeber nach 17 Minuten endgültig wach. Drei Minuten später setzte sich dessen jüngerer Bruder Orkun Zer gegen drei Mann durch, erzielte die Führung. Tor Nummer zwei und drei waren fast Dubletten. Erst hämmerte Linksfuß Mattis Oestereich (23.) aus 35 Metern einen Freistoß ins Netz, nach Tekins entschärften Foulelfmeter (30.) traf Orkun Zer aus fast identischer Position, erzielte später auch noch das 5:0.

FV Biebrich 02: Tekin - Yilmaz, Maus, Pilger, Oestereich - Okuda, Maurer, Hachenberger, Sezer ¹ - O. Zer (78. B. Marzouki ²) - V. Zer

Tore: 1:0/3:0/5:0 O. Zer (20./31./75. ³), 2:0 Oestereich (24.) ³, 4:0 Okuda (47.), 6:0 Maurer (78.)

SR: Reisert (Rödermark)

Zu.: 140

Bes. Vork.: Tekin hält Foulelfmeter von Iyasere (30.)

¹ der Spieler heißt Sezer Altas.

² laut DFB-Net 72. Minute.

³ laut DFB-Net erzielte Maus das 2:0 und O. Zer das 5:0 in der 70. Minute.

WT, 02. 03. 2012


Orkun Zer als Schreckgespenst im Nebel

Watzenborn unterliegt klar in Biebrich - Parson verletzt raus, Iyasere verschießt Elfer - Gegenwehr nach 0:3 eingestellt

GIESSEN/BIEBRICH (rd). Einen Abend zum Vergessen erlebte Fußball-Verbandsligist Teutonia Watzenborn-Steinberg bei seinem Gastspiel beim FV Biebrich 02. Im Duell der Tabellennachbarn tappten die Mittelhessen nicht nur aufgrund des Nebels im Dunkeln, auch die Gastgeber-Leistung gab ihnen Rätsel auf: 0:6 (0:3) unterlag die Elf von Gino Parson, der zu allem Unglück in Minute 41 das Feld verletzt für Niklas Wagner räumen musste. Biebrich rückte auf Rang sechs vor, Watzenborn rutschte auf Platz acht ab.

So sah Teutonen-Sprecher Jörg Schmandt „unser schlechtestes Spiel der letzten zwei Jahre“. Insbesondere weil die Gäste sich nach dem 0:3 kampflos ergaben. Auf dem holprigen, weil mit Sand aufgefüllten Kunstrasen, avancierte dabei Orkun Zer, wie schon in der Vorwoche beim 3:1 des FV beim VfB 1900 Gießen, zum Schreckgespenst. Immerhin drei der sechs Tore erzielte Biebrichs Ausnahmestürmer.

Dabei begann die Parson-Elf forsch, war 15 Minuten Herr im Haus und hatte durch Andrew Iyaseres Kopfball (3., drüber) und einen Schuss von Moritz Schmandt, den Torwart Volkan Tekin hielt, die ersten Chancen. Nachdem aber Volkan Zer den Pfosten malträtiert hatte (18.), traf Bruder Orkun Zer per abgefälschtem 15-Meter-Schuss zum 1:0 (20.). Nur vier Minuten später trat Christian Maus einen Freistoß von rechts, den der offenbar irritierte Dominik Wagner nicht mehr erreichte - 2:0.

In der 29. Minute machte Iyasere mit einem verschossenen Elfmeter den Pleiten-Abend perfekt. Mit diesem Fehlschuss erlahmten die Teutonen, denen Orkun Zers 30-Meter-Freistoß nur 120 Sekunden später noch mehr zusetzte. 3:0 hieß es nun, Parson musste raus, und Yuya Okuda versetzte schon in Minute 47 (4:0) den endgültigen Knockout. Ein Kopfball an die Latte und ein Pfostenschuss sprangen für die Biebricher neben den Treffern von Orkun Zer (5:0, 69.) und Tim Maurer (6:0, 79.) noch heraus, während die Teutonia nur durch Evgeenij Priebes Versuch per Kopf und Niklas Wagners Schuss leidlich für Gefahr sorgte.

Biebrich: Tekin; Östereich ¹, Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger, Altas, Yilmaz, O. Zer (72. Marzouki), V. Zer, Okuda

Watzenborn-Steinberg: Wagner; Bathomene (51. Koch), Iyasere, Frank, Dechert (46. Klan), Schmandt, Zimmermann, Semmler, Parson (41. Wagner), Priebe, Wiertelorz

Tore: 1:0 (20.) O. Zer, 2:0 (24.) Maus, 3:0 (31.) O. Zer, 4:0 (47.) Okuda,
5:0 (69.) O. Zer, 6:0 (79.) Maurer

Schiedsrichter: Reisert (Rödermark)

¹ Oestereich

Gießener Anzeiger, 02. 03. 2012


Kreispokal Wiesbaden

FC 1934 Bierstadt - FV Biebrich 02 1:2 (0:0) - 06. 03. 2012

Pokal: Biebrich knapper Sieger

(nn). Verbandsligist FV Biebrich 02 und Gruppenligist SV Niedernhausen haben den Sprung ins Halbfinale des Wiesbadener Fußballkreispokals erreicht. Biebrich setzte sich mit 2:1 (0:0) beim Kreis-Oberligisten FC Bierstadt durch. Niedernhausen gewann beim SC Klarenthal mit 1:0.

In Bierstadt sahen 300 Zuschauer eine packende Pokalpartie, in der die Gastgeber ebenbürtig waren. Rene Düvel ¹ hatte nach einer Flanke des Ex-Biebrichers Bobby Ramos das 1:0 erzielt (51.), die Athanas Paliakov ² (64.) egalisieren konnte. Erst in der 88. Minute fiel das Siegtor für die Gäste, das Orkun Zer mit einem Drehschuss erzielte. „Nuancen haben am Ende den Ausschlag für den Sieg der Gäste gegeben“, sagte Bierstadts Trainer Thorsten Schnabel. Torwart Yves Hertlein sah nach dem Schlusspfiff noch Rot wegen einer angeblichen Beleidigung.

In Klarenthal erzielte derweil Andreas Schwall mit einem tollen Freistoß (35.) über die Mauer das Tor des Tages für die Gäste. Niedernhausen entschied somit eine ausgeglichene Partie für sich.

¹ René Düvel

² Atanas Paliakov

WT, 07. 03. 2012


28. Spieltag

FV Biebrich 02 - RSV Würges 1:1 (0:1) - 10. 03. 2012

Paliakovs Kunstschuss schockt RSV

Von Stephan Neumann

VERBANDSLIGA-DERBY Biebrichs Joker sorgt gegen kompakte Würgeser kurz vor Schluss für den 1:1-Endstand

Die 88. Minute: Volkan Zer passt zum eingewechselten Athanas Paliakov ¹. Der schaut an der Strafraumgrenze kurz, zirkelt den Ball wie ein Profi mit dem rechten Fuß in den rechten Winkel. Synchron geht Elvir Melunovic, Trainer von Biebrich 02, an der Seitenlinie ein wenig in die Hocke und öffnet sein Jubelventil mit einem lang gezogenen „Jaaaaa“ und den Worten: „Absolut verdient.“

Der Tross des RSV Würges reagiert auf den Treffer zum 1:1-Endstand im Derby der Fußball-Verbandsliga mit kollektiver Fassungslosigkeit. Wie schon in Eddersheim hat das Team kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert. Der durch zahlreiche Hessenliga-Spiele gestählte Würgeser Abwehrrecke Artug Özbakir mochte sich gar nicht beruhigen: „Gelingt uns vor der Pause ein zweites Tor, gewinnen wir hier 4:0 oder 5:0. Stattdessen leisten wir uns dumme Fouls, gestatten dem Gegner immer mehr Chancen und ernten letztlich für viel Aufwand nur geringen Ertrag.“

Trainer kurzzeitig im Clinch

Eine treffende Analyse speziell mit Blick auf die erste Hälfte, in der die 02er nach dem mühevollen Pokalsieg in Bierstadt im extremen Energiesparmodus agierten. Die kompakten Würgeser schienen dagegen vor Kraft nur so zu strotzen. Das 1:0, das Routinier Dennis Leopold nach der Hereingabe von Christian Kunert mit freundlicher Unterstützung der Biebricher Deckung erzielte, entsprach bis dahin den Kräfteverhältnissen. Daran änderte auch die vergebene Großchance von 02-Stürmer Orkun Zer nichts. Er scheiterte am starken RSV-Torhüter Jens Rock.

In der Pause weckte Melunovic Emotionen. Das Derby wurde plötzlich zum Derby. Mit Nickligkeiten auf dem Platz, während auf den Stehplatzrängen verbale Giftpfeile einzelner älterer Zuschauer schwirrten. Die Trainer ließen sich anstecken. „Du bis ja ein ganz großer Kollege“, schickte RSV-Coach Alexander Conrad einen Gruß in Richtung Melunovic, der sich über Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns echauffiert hatte. Währenddessen reklamierte Orkun Zer laut aufschreiend ein Strafraumfoul von Roman Schmick, ohne dass es Elfmeter gegeben hätte.

In der 85. Minute fegte Toni Kramke, der Ex-Biebricher im RSV-Trikot, einen Kopfball von Orkun Zer von der Linie, ehe Paliakovs Kunstschuss den Weg ins Ziel fand. Glück für Biebrich indes, dass Schmick danach aus kurzer Distanz das 1:2 verpasste. Gleich nach dem Abpfiff waren vorübergehende Aversionen vergessen. Melunovic und Conrad beendeten ihre Fehde mit einem Handschlag.

„In der zweiten Hälfte war bei uns wieder richtig Spannung drin“, empfand 02-Abwehr-Center Christian Maus das Remis als gerecht. Ebenso wie Melunovic, der seine Mannschaft nach dem Wechsel „wie verwandelt“ erlebte. Alexander Conrad haderte mit fehlender Cleverness: „Uns fehlt noch die Abgeklärtheit, so ein Spiel nach der Führung ruhig runterzuspielen.“

FV Biebrich 02: Tekin - Yilmaz, Pilger, Maus, Oestereich - Celik
(74. Paliakov), Maurer, B. Marzouki, Altas - O. Zer - V. Zer

RSV Würges: Rock - Baum, Schmick, Özbakir, Kramke - Kunert, Maxi Meuth (67. Lederer), Baier, El Allali, Leopold (86. Kühnel) - Man. Meuth (90. Szekely)

Tore: 0:1 Leopold (23.), 1:1 Paliakov (88.)

Schiedsrichter: Susanne Luft (Obertshausen)

Zuschauer: 130

¹ Atanas Paliakov

WT, 12. 03. 2012


RSV hält 88 Minuten den Laden dicht

Beide Mannschaften eröffneten die Partie vorsichtig, gut organisiert in der Defensive. Die Biebricher Torjäger Orkun und Volkan Zer lagen bei Artug Özbakir und Roman Schmick an der Kette, während sich die Würgeser Stürmer bei ihren Bemühungen auch selten torgefährlich in Szene setzen konnten. Leopold kam in der 11. Minute aus 18 m erstmals zum Schuß, scheiterte aber an dem mit Flugparade abwehrenden Biebricher Torhüter Volkan Tekin. Nachfolgend bestimmten die Würgeser weitgehend das Spiel und gingen verdient in der 24. Minute in Führung. Dennis Leopold traf flach und genau aus 20 m in die linke Torecke zum 0:1. Obwohl der RSV in dieser Phase dominierte, gelang es aber nicht die Führung aus zu bauen. Jens Rock, im Tor des RSV, wurde im ersten Spielabschnitt nur einmal stark gefordert, als er in der 29. Minute famos gegen Orkun Zer abwehrte.

Die zweite Spielhälfte brachte ein Spiel mit verändertem Verlauf. Der RSV, ohne den erkrankten Sebastian Bauschke und den verletzten Daniel Dylong angetreten, versuchte weiter, auf seine starke Abwehr vertrauend, das Spiel zu kontrollieren, konnte aber nach vorne kaum noch Akzente setzen. Das Heimteam spielte nun schneller, mit mehr Druck nach vorne. Orkun Zer war in Minute 52 erneut dem Ausgleich nahe, scheiterte aber wieder am toll reagierenden RSV-Keeper Rock. Fast wäre in der 54. Minute das Konzept der Würgeser aufgegangen, mit einem Konter das Match zu entscheiden. Der Flachschuß von Manuel Meuth aus 15 m abgefeuert, verfehlte aber knapp die rechte Torecke.

Der FV Biebrich 02 erhöhte weiter das Tempo, vergab aber gute Chancen als Orkun Zer (62.) und später Volkan Zer (72.) über das Tor köpften. Retter in der Not, war zudem noch RSV-Verteidiger Toni Kramke, als er in der 84. Minute auf der Torlinie abwehrte. Spät und kaum noch erwartet, gelang den Platzherren dann doch noch in der 88. Minute der verdiente Ausgleich. Entschlossen zog Atanas Paliakov von der Strafraumgrenze ab und traf in den oberen rechten Winkel zum 1:1.

FV Biebrich 02: Tekin - Yilmaz, Pilger, Maus, Östereich ¹ - Maurer, Marzouki, Celik (74. Paliakov), Altas - O. Zer, V. Zer

RSV Würges: Rock - Baum, Özbakir, Schmick, Kramke - Maximilian Meuth (67. Lederer), El Allali, Baier - Kunert, Manuel Meuth (90. Szekely), Leopold (86. Kühnel)

Spielleitung: Schiedsrichterin Susanne Luft (SKV Büttelborn) - Sr-A. 1: Meik Stupp (EFC Kronberg), Sr-A. 2: Muhammet-Ufuk Sönmez (Vatan Spor Bad Homburg)

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Leopold (24.) - 1:1 Paliakov (88.)

- von Kurt Kaulbach -

¹ Oestereich

Quelle: sport11.info


29. Spieltag

FC Ederbergland - FV Biebrich 02 2:0 (2:0) - 17. 03. 2012

Fußball-Verbandsliga: Ederbergland nach 2:0 (2:0) gegen Biebrich weiter vorn dabei

Doppelschlag bringt FCE-Sieg

Battenberg. Der FC Ederbergland bleibt in der Fußball-Verbandsliga auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter Braunfels. Gestern entschieden die Werth-Schützlinge im Battenberger Entenpark das Spiel dank eines Doppelschlages nach einer Viertelstunde verdient mit 2:0 für sich.

Es war ein harter Prüfstein für die Gastgeber. Biebrich gab sich 90 Minuten lang nicht auf und sorgte immer wieder für Gefahr, auch wenn die größten Torchancen des FVB vor der Pause lagen. Es wurde kein großes Federlesen bei den Gästen gemacht. Die Bälle kamen meist lang in Strafraumnähe der Gastgeber, wo sich Fabian Mohr und Michael Möllmann immer wieder auf ihre Kopfballstärke gegen die Brüder Orkan und Volkan Zer verlassen konnten.

Möllmann war nach der Roten Karte gegen David Koch im Pokalspiel (zwei Spiele Sperre) wieder in die Innenverteidigung gerückt. Vor der Abwehr agierte dafür Dennis Reitz gemeinsam mit Rene Eickhoff. Reitz machte eine starke Partie, fand immer wieder die richtigen Mittel zur Tempoverschärfung oder -drosselung und spielte einen sicheren Ball.

Nachdem zehn Minuten Rasenschach angesagt war, war FCE-Trainer Wolfgang Werth zufrieden: „Wir sind konzentriert. Das gefällt mir.“ Doch nur Sekunden später musste er die Luft anhalten, als Volkan Zer den Ball nach einem Freistoß mit dem Kopf über das Tor setzte (10.).

Dann aber kam die starke Zeit der Heimelf. Drei Minuten nach Zers Chance setzte Rene Eickhoff den Ball aus 20 Metern an die Unterkante der Latte. Der Ball sprang vor der Linie auf, Tim Biesenthal reagierte am schnellsten und köpfte zum 1:0 ein. Zwei Minuten später setzte sich Carlos Arsenio auf der linken Seite durch, zog das Leder aufs Tor, wo Felix Nolte die Kugel nur noch über die Linie zu drücken brauchte.

„Wir sind wach und das müssen wir gegen diesen Gegner auch sein“, sagte Werth, der die Vorentscheidung noch längst nicht angenommen hatte. Zwar scheiterte Nolte mit einem tollen Kopfball an dem starken Gästekeeper Volkan Tekin (20.), doch dann war erst einmal Biebrich an der Reihe. Alessandro Casella im FCE-Tor verhinderte mit einer Glanzparade gegen Orkun Zer den Anschluss (17.). Auch Volkan Zer traf per Kopf das Tor nicht (25.). Auf der Gegenseite war es wieder Tekin, der Nolte den Winkel geschickt verkürzte (35.).

Nach der Pause machte Biebrich Druck, war brandgefährlich, ohne dass die ganz großen Chancen dabei herausgesprungen wären. Glück hatte der FCE, als der Gegner einige Male ins Abseits lief. Pech hingegen, als ein flacher Ball von Ingo Miß von Bastian Pilger noch von der Linie gekratzt wurde. Auch Schweizers Großchance (82.) blieb an einem Abwehrbein hängen.

Werth: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir diszipliniert und konzentriert gespielt haben. Die Abwehr hat einen super Job gemacht. Gegen diesen Sturm hat sie sich ein Lob verdient.“ (hwx)

HNA, 17. 03. 2012


Träumereien bestraft

BIEBRICH 02 Frühe Patzer beim 0:2 in Ederbergland

(nn). Die Bäume sind beim FV Biebrich 02 im Lauf dieser Runde schubartig gewachsen, aber sie wachsen nicht in den Himmel. Das mussten die Verbandsliga-Fußballer bei Aufstiegsanwärter FC Ederbergland erkennen. Auf dem tiefen Naturrasen im Battenberger Entenpark, der eher für ein Galopprennen präpariert schien, sorgten zwei anfängliche Defensivschnitzer für eine 0:2-Niederlage.

„Das waren Unaufmerksamkeiten, die der Gegner clever genutzt hat. Überhaupt haben wir die erste Halbzeit weitgehend verschlafen. In der zweiten stimmte das Engagement. Aber an Ederberglands Sieg gibt es nichts zu deuteln“, meinte 02-Coach Elvir Melunovic nach der ersten Niederlage des Jahres. Wie schon gegen Würges mangelte es der Defensivabteilung anfangs an Reaktionsvermögen. Nach einem Treffer des FCE an die Lattenunterkante setzte lediglich Gastgeber-Spieler Tim Biesenthal entschlossen nach, drückte den Abpraller mit der Stirn über die Linie. Und vor dem 2:0 durch Torjäger Felix Nolde (24. Saisontreffer) verpassten es die 02er, energisch zu klären. Spätere Chancen durch Orkun Zer (Keeper Casella hielt), Volkan Zer und Bilal Marzouki wurden vergeben. Gegen Spitzenreiter Braunfels will das Team vom Anpfiff weg hellwach sein.

FV Biebrich 02: Tekin - Yilmaz (72. Paliakov), Maus, Pilger, Oestereich -
B. Marzouki, Maurer, Hachenberger (78. Celik ¹), Altas - O. Zer - V. Zer

Tore: 1:0 Biesenthal (12.), 2:0 Nolde (14.)

SR: Heuser (Schröck)

Zu: 150

¹ laut DFB-Net 84. Minute

WT, 19. 03. 2012


30. Spieltag

FV Biebrich 02 - FSV Braunfels 0:1 (0:0) - 24. 03. 2012

Joker Robin Fürbeth sticht

Verbandsliga Mitte: FV Biebrich 02 - FSV Braunfels 0:1 (0:0)

Der FSV Braunfels verteidigt eisern seine Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga Mitte. Gestern landete die Mannschaft von Trainer Oliver Dönges einen 1:0-Sieg beim FV Biebrich und stellte dabei ihre Auswärtsstärke einmal mehr unter Beweis.

"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und hochverdient gewonnen", war Dönges mit dem Auftritt seiner Mannen durchweg zufrieden: "Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass wir eher in Führung gegangen wären."

Chancen dazu waren genug da. Da diese aber teilweise unkonzentriert vergeben wurden, blieb die Partie, in der der FSV über weite Strecken den Takt bestimmte, bis in die Schlussphase spannend. Die Entscheidung führte schließlich Joker Robin Fürbeth herbei, der nach 77 Minuten ins Spiel kam und vier Minuten vor dem Ende das goldene Tor für die Braunfelser erzielte. Dabei wurde der Mut des Angreifers belohnt, zielstrebig gegen zwei Abwehrspieler der Gastgeber in den Strafraum zu ziehen. Als der Weg frei war, überwand Fürbeth den Biebricher Torwart Volkan Tekin mit einem trockenen Schuss ins kurze Toreck und sorgte damit für die späte Entscheidung.

"Die Chancenverwertung war das Einzige, was ich heute zu kritisieren habe", merkte ein ob des wichtigen Dreiers sichtlich befreiter Braunfelser Trainer an. In der Tat ließ der FSV gegen die völlig enttäuschenden Gastgeber einige Hochkaräter ungenutzt. Allein Sebastian Schäfer fehlte dreimal die Konsequenz, aber auch die Ruhe vor dem Tor, die ihn noch in der Hinunde ausgezeichnet hatte. Weil auch Marvin Kretschmann (72.) nach Vorlage von Schäfer seinen Meister im Biebricher Torwart fand, sah es lange so aus, als ob die nur kämpferisch überzeugenden Wiesbadener das Unentschieden über die Zeit retten könnten.

Gastgeber stehen nur hinten drin

Selbst trugen sie kaum zum Spielaufbau bei, verschanzten sich oftmals mit elf Mann in der eigenen Hälfte und hatten in den 92 Minuten nur zwei gefährliche Chancen zu verzeichnen. Die eine vereitelte FSV-Schlussmann Marc Steinbrenner, als er einen Schuss von Orkun Zer zunächst abprallen ließ, dann aber mit einem beherzten Eingreifen den Nachschuss von Mattis Östereich ¹ zur Ecke lenkte (29.). Der abgefälschte Schuss von Atanas Paliakov (69.) war dagegen eine sichere Beute des Torwartroutiniers, der sich ansonsten auf seine bärenstarke Viererkette verlassen konnte, in der die Innenverteidiger Florian Winch und Kamil Heblik die torgefährlichen Gebrüder Zer zur Wirkungslosigkeit verdammten.

Am schwachen Auftritt seiner Mannschaft wollte Biebrichs Trainer Elvir Melunovic auch nichts beschönigen: "Nach vorne lief bei uns überhaupt nichts. Seit Wochen spiele ich schon mit dem letzten Aufgebot - dass dieses gegen Spitzenmannschaften wie Braunfels nicht reicht, hat man heute gesehen. Das war einfach viel zu wenig, deshalb hat der FSV auch verdient gewonnen."

Biebrich: Tekin - Yilmaz, Pilger, Maus, Östereich ¹ - Marzouki (35. Paliakov), Hachenberger (77. Meurer), Maurer, Altas (81. Celik) - Orkun Zer, Volkan Zer.

Braunfels: Steinbrenner - Desch, Winch, Heblik, Schmidt - P. Jung , Dinkel - Seip (77. Fürbeth), Schug (66. Kretschmann), Dragusha - Schäfer.

Schiedsrichter: Alexander Althoff (Langen)

Zuschauer: 120

Tor: 0:1 Fürbeth (86.)

Gelbe Karte: keine

¹ Oestereich

mittelhessen.de, 24. 03. 2012


Braunfels zeigt Baustellen auf

Von Stephan Neumann

BIEBRICH 02 Einzig Mattis Oestereich überzeugt bei 0:1-Niederlage / Melunovic: „Brauchen vier bis fünf Zugänge“

Fußballer sind keine Maschinen, die Topleistungen in Serienproduktion gewährleisten. Das 0:1 des Verbandsligisten FV Biebrich gegen den FSV Braunfels, der keinesfalls wie ein Spitzenreiter auftrumpfte, dokumentierte es. Es war ein Fußball-Langweiler bei Picknick-Stimmung. Und doch können die Biebricher das Match auf holprigem Rasen als ungemein wertvoll abheften. Denn die kompakten Braunfelser zeigten die trotz des generellen Aufschwungs vorhandenen Baustellen der 02er nachhaltig auf.

Preis des Minikaders

„Es kann nicht sein, dass wir manchmal nur acht Mann im Training sind. Dann weiß jeder, dass er spielt und der Trainer ist vollkommen machtlos“, sagt Mattis Oestereich, auf der linken Außenbahn der einzige 02er mit ständiger Präsenz, Dynamik und Siegeswillen. Trainer Elvir Melunovic nahm den Faden auf: „Jetzt zahlen wir den Preis für den kleinen Kader. Die Spieler aus der zweiten Reihe sind nicht in der Lage, verletzte Stammkräfte zu ersetzen. Wir brauchen im Sommer mindestens vier, fünf starke Zugänge. Die Vereinsführung hat gegen Braunfels sehen können, dass dieser Bedarf besteht.“

Bedarf besteht in allen Mannschafts-Teilen. Ungeachtet der Torjäger-Qualitäten von Volkan Zer und Orkun Zer besonders in der Offensive. Vor allem im zentralen Mittelfeld. Dort malocht Tim Maurer unentwegt, während Domenic Hachenberger eigentlich für die kreativen Momente zuständig ist. Gegen Braunfels agierte er aber im Status des Unsichtbaren. Heißt im Klartext: Die Biebricher brauchen einen Techniker am Schaltpult, der schnelles Umschalten mit gescheiten Pässen forciert, aber auch mal das Tempo variiert.

Löbelt vor Comeback

Lediglich bei der Doppelchance von Orkun Zer und Oestereich (30./beide Male parierte Keeper Steinbrenner) und kurz vor Schluss beim Kopfball des aufgerückten Abwehrspielers Christian Maus roch es im Duell mit Braunfels nach einem Biebricher Treffer. Zu wenig, um den Tabellenführer ernsthaft zu gefährden.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Kapitän Daniel Löbelt (31) kann nach angebrochenem Knöchel und Bänderriss wieder uneingeschränkt trainieren, hofft in Kürze auf ein Comeback.

Biebrich 02: Tekin - Y. Yilmaz, Maus, Pilger, Oestereich - B. Marzouki
(35. Paliakov), Maurer, Hachenberger (78. Meurer), Altas (81. Y. Celik) -
O. Zer - V. Zer

Tor: 0:1 Fürbeth (86.)

SR: Althoff (Langen)

Zu.: 120

WT, 26. 03. 2012


31. Spieltag

FSV Schröck - FV Biebrich 02 0:2 (0:0) - 31. 03. 2012

Ordnung ist das halbe Leben: 2:0 in Schröck

BIEBRICH 02 Volkan und Orkun Zer treffen wieder

(nn). Nach dem 1:1 gegen Würges und zwei darauf folgenden Niederlagen meldete sich Fußball-Verbandsligist FV Biebrich mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg beim abstiegsbedrohten FSV Schröck zurück. „Die Mannschaft hat eine Trotzreaktion gezeigt, geduldig, diszipliniert und mit klarer Ordnung gespielt“, lobte Trainer Elvir Melunovic.

Meurers Comeback geglückt

Auch die extrem schlechten Platzverhältnisse machten den 02ern nichts aus. Nach Foul an Bilal Marzouki bewies Mattis Oestereich bei seiner Freistoß-Hereingabe Präzision, zirkelte genau auf Volkan Zer, der mit der Stirn vollendete (46.). Zers jüngerer Bruder Orkun tankte sich in der 70. Minute auf der linken Seite energisch durch, versenkte per Drehschuss zum 0:2. Ein vollauf verdienter Dreier nach kompakter Teamleistung. Wozu auch David Meurer beitrug. Nach längerer Verletzungspause kam er zu einem ersten Einsatz in der Startelf und bot eine ordentliche Vorstellung.

Apropos Personal: Mit Torhüter Volkan Tekin sowie mit den Feldspielern Yasin Celik und Yasin Yilmaz hat Melunovic Gespräche im Hinblick auf die nächste Saison geführt. Entscheidungen sollen in Kürze fallen. In dieser Woche stehen aus dem aktuellen Aufgebot noch Verhandlungen mit Yuya Okuda und Kapitän Daniel Löbelt an, die mit Verletzungen zu kämpfen hatten.

Einbinden in die Planung für 2012/13 will der 02-Coach auf jeden Fall auch Talente der mit Aufstiegschancen ausgestatteten Gruppenliga-A-Junioren. „Ich habe fünf bis sechs A-Jugendliche im Auge, die ihre Chance in der Vorbereitung bekommen werden“, verspricht Melunovic, der zu Jahresbeginn einige Youngster hochziehen wollte. Davon sah er aber im Interesse der Hessenliga-Perspektiven des Nachwuchses ab.

Im Pokal-Halbfinale gastieren die 02er am 10. April (19.30 Uhr) beim SC Kohlheck.

FV Biebrich 02: Tekin - Meurer, Pilger, Maus, Oestereich - Maurer, Hachenberger - Y. Yilmaz, O. Zer, B. Marzouki (80. Paliakov ¹) - V. Zer

Tore: 0:1 V. Zer (46.), 0:2 O. Zer (70.)

SR: Stübing (Gründau)

Zu.: 170

¹ laut DFB-Net 86. Minute

WT, 02. 04. 2012


Kubonik hakt Klassenerhalt ab

Fußball-Verbandsliga Mitte: FSV Schröck - FV Biebrich 02 0:2 (0:0)

"Das können wir jetzt abhaken", glaubt Markus Kubonik. Nach der 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den FV Biebrich 02 rechnet sich der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FSV Schröck kaum mehr Chancen auf den Klassenerhalt aus. Die Verantwortlichen am Elisabethbrunnen können mit den Planungen für die Gruppenliga beginnen.

"Gegen wen sollen wir denn noch gewinnen, wenn nicht in einem Heimspiel gegen einen Gegner, für den es in der Runde um nichts mehr geht", gab Kubonik nach Ende der Partie zu Protokoll.

Der FSV tat sich über die komplette Distanz schwer, Brauchbares aus seiner Vorwärtsbewegung zu entwickeln. Hinzu kam, dass die Schröcker in der Anfangsphase in der Abwehr einige Abstimmungsprobleme hatten, die die Gäste allerdings noch nicht nutzen konnten.

Biebrich war in der Spielanlage besser. Vor allem die Konter der Landeshauptstädter brachten die FSV-Defensive oft in erhebliche Schwierigkeiten. So in Minute 16, als nach einem misslungenen Schröcker Freistoß plötzlich Biebrichs Volkan Zer seinen Bruder Orkun Zer auf die Reise schickte und FSV-Torwart Florian Eidam gerade noch mit dem Fuß den Schuss des Gästestürmers entschärfte.

Die Gastgeber kamen in der Folge etwas besser ins Spiel. Sie zeigten teilweise über die Achse Manuel Schäfer, Bernd Wiesner und Ahmet Marankoz in Ansätzen Produktives, waren aber im Abschluss zu ungefährlich. Eine Minute nach Beginn der zweiten Halbzeit waren alle Bemühungen der Hausherren zwecklos: Eine Ecke von Mattis Österreich ¹ zirkelte Volkan Zer mit der Hacke Richtung Tor, und Marco Loi verlängerte beim Abwehrversuch mit dem Kopf über die Hände seines Keepers Eidam zum 1:0 für die Gäste ins Tor.

Bernd Wiesner scheitert an Tekin

Die größte Chance zum Ausgleich bot sich Bernd Wiesner, der nach einer Flanke von Manuel Schäfer zwei Gegenspieler stehen ließ, mit seinem Schuss aber an Schlussmann Volkan Tekin scheiterte (57.). Danach verstrickte sich Schröck in der Offensive in zu viele Einzelaktionen, die nichts einbrachten.

Biebrich verwaltete das Ergebnis clever und erhöhte in der 70. Minute auf 2:0. Bei einem Freistoß von Österreich ¹ war die gesamte Abwehr der Gastgeber desorientiert, und so hatte Orkun Zer keine Mühe, das Leder im Netz unterzubringen. "In der ersten Halbzeit haben sich beide Mannschaften noch neutralisiert. In der zweiten Hälfte haben wir auf dem Acker cleverer gespielt und am Ende verdient gewonnen. Mehr wollten wir nicht", sagte ein zufriedener Biebricher Trainer Elvir Melunovic, der seinen Vertrag bis Sommer 2014 verlängert hat.

"Das war für uns ein Schlüsselspiel. Wenn wir das gewonnen hätten, wäre vielleicht noch was drin gewesen. So wird das für uns wohl nichts mehr", meinte Markus Kubonik nach dem Schlusspfiff.

Schröck: Eidam - Loi (77. Kukowka), Eichler, Borawski, Greb - Schott, Rommelspacher - Özbay, Schäfer, Wiesner - Marankoz

Biebrich: Tekin - Meurer, Maus, Pilger, Österreich ¹ - Maurer, Hachenberger - Marzouki (85. Paliakov), Yilmaz - Orkun Zer, Volkan Zer

Schiedsrichter: Stübing (Gründau)

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Loi (46., Eigentor), 0:2 Orkun Zer (70.)

Gelbe Karten: Marankoz, Wiesner, Schott (Schröck), Österreich ¹, Maurer, Maus, Orkun Zer (Biebrich)

¹ Oestereich

mittelhessen.de, 31. 03. 2012


Kreispokal Wiesbaden

1. SC Kohlheck – FV Biebrich 02 2:4 (0:2) - 10. 04. 2012

Letztlich setzte sich der Verbandsligist im Halbfinale deutlich durch – aber der Kreis-Oberligist schnupperte an der Überraschung. Viktor Wolf hatte für die Gastgeber zweimal verkürzt, zum 1:2 und zum 2:3. Mit dem vierten Treffer nach siebzig Minuten bogen die nahezu in Bestbesetzung angetretenen Biebricher aber endgültig auf die Siegerstraße ein. Orkun Zer erzielte zwei Tore, Atanas Paliakov und Christian Maus trafen jeweils einmal. Am 1. Mai treffen die 02er nun im Finale auf den Gewinner der zweiten Halbfinalpartie: Morgen, 19.30 Uhr, trifft der SV Niedernhausen auf den Türkischen SV.

Quelle: WT, 11. 04. 2012


32. Spieltag

TSG Wieseck - FV Biebrich 02 1:5 (0:3) - 14. 04. 2012

Melunovics Botschaft bei allen angekommen

BIEBRICH 02 Souveränes 5:1 bei der TSG Wieseck

(nn). Das 1:5 gegen Unterliederbach lag Elvir Melunovic schwer im Magen wie ein zu deftiges Essen. Der Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 machte seinem Unwohlsein sogleich mit klaren Worten Luft. Eine Botschaft mit nachhaltiger Wirkung: Nach dem Pokalsieg beim SC Kohlheck folgte ein 5:1 im Liga-Spiel beim designierten Absteiger TSG Wieseck. Ein Auftritt mit versöhnender Wirkung. „Für mich zählt Konstanz. Das scheint die Mannschaft verstanden zu haben“, lobte der Bosnier angesichts der konzentrierten Vorstellung.

Paliakov der dritte Torjäger?

Zur Entdeckung der Partie avancierte Atanas Paliakov. Bislang ein Offensivspieler, der nur ganz selten sein Potenzial aufblitzen ließ. In Wieseck beorderte ihn Melunovic auf der rechten Außenbahn in die Startelf. Paliakov dankte es nicht nur mit zwei Toren, sondern mit einer ausgezeichneten Gesamtleistung. Volkan Zer und Orkun Zer, die Torjäger vom Dienst, die in Wieseck ebenfalls trafen, dürften davon profitieren, wenn sich Paliakov auf Dauer zum dritten Treffer-Garanten entwickeln sollte.

„Leistung wird bei mir belohnt. Atanas hat im Training gut gearbeitet“, sagt Melunovic, der von Paliakovs Verbleib in der Saison 2012/13 ausgeht.

Bleiben nun zwei Ziele: in der Liga das Erreichen der 50-Punkte-Marke und im Endspiel ein Pokaltriumph über den Nachbarn und Klassengefährten Türkischer SV.

FV Biebrich 02: Tekin - Pilger, Maus, Meurer, Oestereich - Paliakov, Maurer (19. Y. Celik), Hachenberger, Y. Yilmaz - O. Zer - V. Zer (60. Altas)

Tore: 0:1 V. Zer (27. ¹), 0:2 Paliakov (27.), 0:3, 0:4 O. Zer (41./55.),
0:5 Paliakov (74.), 1:5 Brazill (84.)

SR: Herberg (Groß-Zimmern)

Zu.: 100

¹ laut DFB-Net 4. Minute

WT, 16. 04. 2012


Naive Wiesecker von abgezocktem Gast vorgeführt

Von Hans-Ulrich Winter

Junge TSG-Truppe macht diesmal fast alles falsch - Nach 0:5 Gefahr eines Debakels

GIESSEN. Spätestens nach dem 0:4 nach knapp 60 Minuten wurden Erinnerungen an das 3:8-Debakel der TSG Wieseck gegen den FV Biebrich in besseren Zeiten im Herbst 2010 wach. Dass es am Samstag nachmittag am Ende doch „nur“ 1:5 hieß, hatte die junge Truppe der Gastgeber einem in der letzten halben Stunde nicht mehr ganz so konzentriert wirkenden FV und dem steten eigenen Bemühen zur Resultatsverbesserung zu verdanken.

Die Moral der Truppe war schließlich aber das Einzige, was Trainer Jan Ebersohn lobend erwähnen konnte. Im Gegensatz zum erfolgreichen Auftritt am Ostermontag machten die Gastgeber so ziemlich alles falsch und offenbarten in allen Mannschaftsteilen große Mängel. „Wenn wir nicht immer an die 100 Prozent bringen, ist es einfach zu wenig für diese Klasse“, brachte Ebersohn die ernüchternden 90 Minuten auf den Punkt.

Hatten die Wiesecker noch am Montag beim 4:3 gegen den Türkischen SV Wiesbaden die Freiheiten nutzte, die ein Gegner gestattete, für den „Taktik“ ein Fremdwort ist, präsentierte sich Biebrich als ganz anderes Kaliber. Mit einer soliden, eher defensiv orientierten Grundordnung und den beiden Offensiv-Assen Volkan und Orkun Zer kam den Gästen natürlich auch die frühe Führung zupass. Volkan Zer „wackelte“ in der 5. Minute im Strafraum seinen Gegenspieler aus und traf mit einem leicht abgefälschten Schuss zum 0:1. Auch beim 0:2 in der 26. Minute machte es die TSG-Abwehr dem Torschützen Atanas Paliakov viel zu einfach. Als Orkun Zer fünf Minuten vor der Pause das 0:3 nachlegte, war die Partie eigentlich schon entschieden. Ebersohn fühlte seine Mannschaft allerdings auch zweimal vom Schiedsrichter benachteiligt. Beim Stande von 0:2 blieb die Pfeife nach einem Foul an Sebastian Kraft im Strafraum stumm und unmittelbar vor dem Gang in die Kabine traf Ronald Musoke nach einer Hereingabe von Hassler ins Tor, doch der Unparteiische entschied - umstritten - auf abseits.

Nach zehn ganz schwachen Minuten nach dem Wechsel traf Orkun Zer in der 56. Minute nach einem Solo im Strafraum zum 0:4, das Zeichen für Biebrich, fortan etwas kürzer zu treten. Volkan Zer verließ das Spielfeld und Wieseck nutzte die Nachlässigkeiten der Gäste. Yannick Mohr hatte Pech bei seinem Pfostenkopfball nach Freistoß und Waymon Brazill rutschte nur knapp an einer Kraft-Hereingabe vorbei. Ein böser Fehlpass von Musoke läutete dann aber das nächste Biebricher Tor ein. Orkun Zer war an TSG-Keeper Hilbert gescheitert, den Abpraller verwertete Paliakov.

Ins Bild einer bei allem Bemühen fahrigen und mit groben Fehlern durchsetzten Leistung der TSG passte die beiden Strafstöße, die ihr in der Schlussphase noch zugesprochen wurden. In der 81. Minute parierte der FV-Torhüter den Elfer von Kadri Taskin, immerhin bugsierte Brazill die Kugel im zweiten Nachfassen zum Ehrentreffer in die Maschen. Vier Minuten später zirkelte Musoke den zweiten Strafstoß am Tordreieck vorbei.

TSG Wieseck: Hilbert; Musoke, Avcu, Mohr, Lotz, Kraft, Vural, Taskin, Ersentürk, Hassler (63. Brazill), Kurt (63. Schaak)

FV Biebrich 02: Tekin; Meurer, Österreich ¹, Pilger, Maurer (18. Celik), Maus, Hachenberger, Paliakov, Yilmaz, O. Zer, V. Zer (61. Altas)

Tore: 0:1 V. Zer (5.), 0:2 Paliakov (26.), 0:3 O. Zer (40.), 0:4 O. Zer (56.), 0:5 Paliakov (74.), 1:5 Brazill (81.)

Schiedsrichter: Herberg (Groß-Zimmern)

Gelbe Karten: Taskin/-

Zuschauer: 50

Bes. Vorkommnisse: Tekin pariert Foulelfmeter von Taskin (81.), Musoke verschießt Foulelfmeter (85.)

¹ Oestereich

Gießener Anzeiger, 16. 04. 2012


33. Spieltag

FV Biebrich 02 - SG Oberliederbach 1:0 (0:0) - 21. 04. 2012

Ein prima Angriff beschert den Sieg

Von Stephan Neumann

FV BIEBRICH 02 Ex-Abstiegskandidat nach 1:0 über Oberliederbach mit satten 51 Punkten / Tekin hält Elfmeter

51 Punkte. Das hätte sich im Lager des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 nach dem völlig verkorksten Saisonstart keiner mehr träumen lassen. Doch das 1:0 (0:0) über die SG Oberliederbach lässt diesen Kontostand Realität werden. Ganz Vermessene könnten nun weiterträumen und hoffen, dass noch die 64 Zähler der vergangenen Saison, in der die 02er lange ganz oben mitspielten, erreicht werden.

Konzept höchster Effizienz

Trainer Elvir Melunovic gehört sicher nicht zu diesem Kreis. Der Bosnier, der gebetsmühlenartig Kompaktheit und Defensivarbeit predigt, sieht sich als Etappenarbeiter. Insofern hat der Mitte September 2011 gekommene Coach mit seiner Beharrlichkeit viel erreicht. Auch wenn das auf Geduld gepolte Konzept nicht immer attraktiven Fußball garantiert. Was sich in der beiderseits dürftigen ersten Hälfte gegen Oberliederbach zeigte. Die wenigen Besucher wurden immerhin durch eine spannende Endphase entschädigt. Zunächst schnupperten die Gäste am 0:1, ehe Volkan Zer seinen jüngeren Bruder Orkun bediente. Zur dritten Station des sehenswerten Angriffs wurde Siegtorschütze Atanas Paliakov. Doch der Dreier hing am seidenen Faden. Als Yasin Yilmaz an der eigenen Strafraumgrenze eingriff, ertönte ein aus Biebricher Sicht höchst fragwürdiger Elfmeterpfiff. Einer, der durch die Parade von Keeper Volkan Tekin gegen Rami Azakir ohne Folgen blieb (82.). Apropos Tekin: Die Zukunft des ehrgeizigen Torhüters ist weiter ungeklärt. „Bei uns weiß er, was er hat. Aber er muss sich jetzt bald entscheiden“, sagt Melunovic. Unklar auch, ob Yasin Yilmaz und Yasin Celik nächste Saison das 02-Trikot tragen. Beide stehen quasi unter Beobachtung, rechtfertigten zuletzt das Vertrauen des Trainers.

Saison für Löbelt zu Ende

Was aus Kapitän Daniel Löbelt wird, steht in den Sternen. Der erfahrene Abwehr-Funkturm wähnte sich kürzlich nach langer Verletzungspause auf dem besten Weg zum Comeback. Inzwischen hat er wieder Probleme mit dem lädierten Fuß. Für ihn, so Melunovic, sei die Saison gelaufen: „Er wird jetzt erst seine Verletzung kurieren. Wir müssen abwarten, wie es mit ihm weitergeht.“ Pausieren musste der am Knie lädierte Mittelfeld-Malocher Tim Maurer. Aber auch diesen Ausfall steckten die 02er gegen Liederbach weg. Mit einem Minikader haben sie das Optimum erreicht.

FV Biebrich 02: Tekin - Yilmaz, Meurer, Maus, Oestereich - Celik (60. Sezer ¹), Pilger, Hachenberger, Paliakov (75. B. Marzouki) - O. Zer - V. Zer

Tor: 1:0 Paliakov (72. ²)

Schiedsrichter: Panzer (Wetzlar ³)

Zuschauer: 75

¹ laut DFB-Net 64. Minute. Der Spieler heißt Sezer Altas.

² laut DFB-Net 65. Minute.

³ Langgöns

WT, 23. 04. 2012


34. Spieltag

FVgg Kastel 06 - FV Biebrich 02 0:3 (0:2) - 28. 04. 2012

Kopflos, kraftlos, kampflos

Von Stephan Neumann

VERBANDSLIGA MITTE Kasteler Depressionen: Blockierte 06er verlieren Derby gegen Biebrich 0:3

Denis Wetz und Andy Thielen standen im Schatten vor dem Vereinsheim. Deprimiert und ratlos zugleich wirkten die Interims-Trainer des Fußball-Verbandsligisten FVgg. Kastel 06, nachdem ihre Mannschaft quasi kampflos dem Nachbarn FV Biebrich 02 die Punkte überlassen hatte. Der lockere 3:0-Erfolg glich für die 02er einem Sparring für das morgige Pokalendspiel gegen den Türkischen SV, aus Sicht der 06er kamen die 90 Minuten einem Offenbarungseid gleich. Als hätten Wetz und Thielen angesichts der massiven Sonneneinstrahlung zu extrem energieschonender Spielweise aufgefordert.

Das Gegenteil war sicher der Fall. Doch alle motivierenden Worte wurden offenkundig ignoriert. Die Kasteler präsentierten sich wie ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Nichts mehr zu sehen vom Teamgeist vergangener Tage. „Wir spielen, wie wir trainieren. Bei manchen scheint es, als hätten sie einfach keine Lust“, redete 06-Keeper Denis Ademovic Tacheles. Denis Wetz ergänzte: „Das war unterirdisch. Jetzt müssen wir diejenigen rauspicken, die die nötige Bereitschaft an den Tag legen.“ Was wiederum bedeuten würde, dass die Trainer am Samstag gegen Wieseck ohne Team dastehen würden. Denn bis auf Kapitän Dennis Lang, unter den Blockierten noch der Aktivste, waren alle anderen kaum zu Gegenwehr fähig. Hoffnungsschimmer: Gegen Wieseck darf Rotsünder Kai Hofem wieder auflaufen.

Meurer und Paliakov bleiben

In Biebrich herrscht dagegen überwiegend eitel Sonnenschein: Nach der Partie sagten Defensiv-Spezialist David Meurer und der zweifache Torschütze Atanas Paliakov für die nächste Saison zu. Wenig überraschend derweil, dass mit Volkan Tekin keine Einigung erzielt werden konnte. Der Torhüter will sein Glück in höheren Ligen versuchen. Trainer Elvir Melunovic („Zwischen uns und Kastel hat sich ein Klassenunterschied aufgetan.“) nimmt es nicht ganz so tragisch. Zumal der Verein bereits mit der Verpflichtung von Torwart-Talent Patrick Bauer (18, A-Jugend SV Gonsenheim, früher SV Frauenstein) reagiert hat.

Reibungslos verlief die Jahreshauptversammlung der 02er: Unter anderen wurden Vize Heinz-Jürgen Hauzel und der Sportliche Leiter Ali Gür in ihren Ämtern bestätigt. Club-Chef Horst Klee (72), seit 7. April 1971 am Regiepult, steht erst 2013 zur Wiederwahl. Zunächst nur kommissarisch bekleidet Hartmut Steindorf weiter den Jugendleiter-Posten. „Wir werden alles tun, damit er die gewünschte Unterstützung erhält und dann bereit ist, dauerhaft weiterzumachen“, so Klee, der sich über 53000 Euro an Spenden im Jahr 2011 freut, aber auch auf die mageren Brutto-Heimspieleinnahmen von erster und zweiter Mannschaft aus dem Vorjahr verweist. Es waren lediglich 9300 Euro. Ohne die Gelder der Förderer wäre der Status „schuldendfrei“ somit nicht zu gewährleisten.

FVgg. Kastel 06: Ademovic – Duvnjak – J. Ruthard (64. Hübner), S. Odisho – Seydouba, Kirschner (46. Ouslikh), Otto (56. Do. Wagner), Hinrichsen,
D. Lang, G. George – Neumann

FV Biebrich 02: Tekin – Y. Yilmaz, Maus, Meurer, Oestereich – B. Marzouki (51. O. Zer), Pilger, Hachenberger, Altas (79. Rivera) – Paliakov (68. Okuda) – V. Zer

Tore: 0:1, 0:2 Paliakov (31./41.), 0:3 V. Zer (61.)

SR: Kunold (Frankfurt)

Zu.: 120

WT, 30. 04. 2012


Kreispokalfinale Wiesbaden

Türkisches Pokalpräsent

FUSSBALL 02er nach 0:2-Rückstand 6:2-Finalsieger

(nn). War das ein seltsames Pokalendspiel. Nach acht Minuten hieß es vor 400 verwunderten Fußball-Fans auf der Rheinhöhen-Anlage 2:0 für den Türkischen SV. Kurz darauf hätte Markus Kusch gar erhöhen können, ehe die Mannschaft quasi das Handtuch warf. Wie ein Boxer, der seinen Gegner erst beherrscht, um dann einfach aus dem Ring zu steigen. Anschließend genügten dem Verbandsliga-Rivalen FV Biebrich 02 in der höchst unterhaltsamen ersten Hälfte 25 starke Minuten, um den vorentscheidenden 4:2-Vorsprung herauszuholen. Angesichts fehlender Gegenwehr der Türken im langweiligen zweiten Abschnitt hieß es am Ende 6:2.

Eine Frage der Mentalität

„Das scheint eine Frage der Mentalität zu sein. Jedenfalls darf das nie und nimmer passieren, dass man ein Spiel so aus der Hand gibt“, rang TSV-Coach Gerd Jennewein nach Worten. 02-Trainer Elvir Melunovic hatte dagegen gut lachen: „Ich bin ganz ruhig geblieben, weil ich genau gewusst habe, dass wir ins Spiel finden würden.“ Wonach es anfangs ganz und gar nicht aussah. Biebrichs angeschlagener Torhüter Volkan Tekin wurde durch den Aufsetzer von Mehmet Arslan kalt erwischt (4.) und sah beim Kopfball von Ümit Yildiz (nach Freistoß von Erol Genc) ganz schlecht aus.

Die von Linksverteidiger Mattis Oestereich mit dem linken Fuß von rechts direkt versenkte Ecke wurde zur Initialzündung für die 02er. Unmittelbar nach dem 1:2 ging Colin Besier anstelle von Tekin zwischen die Biebricher Pfosten und blieb ohne Gegentor. Während die Partie für TSV-Schlussmann Ismail Yilmaz zum rabenschwwarzen Tag ausartete.

Atanas Paliakov und Orkun Zer (2), zuletzt beim Derby in Kastel aus disziplinarischen Gründen anfangs auf der Bank, schenkten ihm zwischen der 34. und 42. Minute ein. Doch das Debakel war nicht an Yilmaz festzumachen, sondern an der unerklärlichen kollektiven Resignation. Auch der zur Pause gekommene TSV-Torjäger Engin Arslan bewegte nichts mehr.

Türkischer SV: I. Yilmaz - C. Öztürk (46. E. Arslan), Yildiz, Balikci, S. Demirtas - Sengün (46. Kizilgoez), Kusch, Bilir, M. Arslan (62. Clemens) - Harmen Baghramian, Genc

FV Biebrich 02: Tekin (34. Besier) - Y. Yilmaz, Maus, Meurer, Oestereich - Paliakov, Pilger, Hachenberger, Altas (64. Okuda) - O. Zer (81. B. Marzouki) - V. Zer

Tore: 1:0 M. Arslan (4.), 2:0 Yildiz (8.), 2:1 Oestereich (17.), 2:2 O. Zer (34.), 2:3 Paliakov (38.), 2:4 O. Zer (42.), 2:5 Hachenberger (78.), 2:6 Paliakov (87.)

SR: Sven Marquardt (SG Orlen)

Zu.: 400

WT, 02. 05. 2012


35. Spieltag

FV Biebrich 02 - VfB 1905 Marburg 1:3 (0:0) - 05. 05. 2012

"Schimmelreiter" bäumen sich auf

Fußball-Verbandsliga: FV Biebrich - VfB Marburg 1:3 (0:0)

(mge). Ganz tief atmete Hartmut Huber, Trainer von Fußball-Verbandsligist VfB Marburg, gestern Nachmittag durch. "Freuen dürfen wir uns aber nur kurz", gab der Coach der "Schimmelreiter" nach dem ebenso wichtigen wie überraschenden 3:1 (0:0) beim zuletzt starken FV Biebrich 02 zu Protokoll.

Eine ordentliche Vorstellung in der Defensive und drei kompromisslose Nadelstiche bei Kontern reichten dem Hessenliga-Absteiger, um nach einer torlosen ersten Hälfte drei Zähler aus dem Wiesbadener Stadtteil zu entführen. "Wir haben anfangs nur mitgespielt und versucht, die Null zu halten", meinte Huber rückblickend auf die ersten 45 Minuten, in denen - wenn überhaupt - die Gastgeber etwas Torgefahr heraufbeschwörten. Doch die brandgefährlichen Zer-Brüder Volkan und Orkun kamen nie aussichtsreich zum Abschluss, was auch an den wegen des starken Regens unaufhörlichen Stockfehlern der Biebricher im Spielaufbau lag.

Als die Wolken sich nach der Pause etwas verzogen, machte das Kellerkind den heimstarken Fußballverein aus der Landeshauptstadt plötzlich im Eiltempo nass. Innerhalb von zehn Minuten erledigte die Huber-Elf ihre Aufgabe beim Tabellensechsten.

Drei Tore in zehn Minuten

Nach 55 Minuten wollte Heimakteur Yasin Yilmaz klären, bugsierte das Spielgerät aber direkt vor die Füße von Bujar Ternava, der dankend einschob. Nur 180 Sekunden später landete der Ball nach einem Konter des VfB bei Chevahir Kilercioglu, der das "Runde" leicht abgefälscht und unter großen Jubel der Gäste im "Eckigen" versenkte.

Die Platzherren verloren nun endgültig die Ordnung, so dass David Simmons keine Mühe hatte, den zu weit vor seinem Gehäuse stehenden FV-Schlussmann Colin Besier nach 65 Minuten per Schlenzer zu überwinden und die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. Volkan Zer gelang zwar nach einem Eckball von Mattis Ostereich ¹ noch das 1:3 (75.), doch Marburgs Torhüterroutinier Sebastian Wack hielt seinen Kasten bei Versuchen von Oestereich und Orkun Zer in der Folge sauber.

"Nach der Pause haben die Konter gesessen und wir haben innerhalb weniger Minuten schön herausgespielte Treffer erzielt", freute sich Gästetrainer Huber über den neuen Mut im Abstiegskampf, der seiner Elf angesichts von nur noch drei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang eingehaucht wurde. Auch Biebrichs Sportlicher Leiter Ali Gür erkannte den starken Auftritt des Kellerkinds neidlos an: "Man hat gemerkt, dass der VfB die Punkte dringend gebraucht hat."

Biebrich: Besier - Maus, Oestereich, Yilmaz (58. Okuda), Meurer - Hachenberger, Pilger - Orkun Zer, Altas - Paliakov (74. Marzouki), Volkan Zer

Marburg: Wack - Neprjachin, Eberling, Abali, Schnitzer - Simmons (75. Tekin), Ternava, DAmbrosio ², Schacht (89. Baltrusch) - Rechner - Kilercioglu
(85. Xenokalakis)

Schiedsrichter: Putz (Langen)

Zuschauer: 75

Tore: 0:1 Ternava (56.), 0:2 Kilercioglu (58.), 0:3 Simmons ³

Gelbe Karten: Meurer (Biebrich), Eberling (Marburg)

¹ Oestereich

² D'Ambrosio

³ laut DFB-Net 0:1 Ternava (55.), 0:2 Xenokalakis (57.), 0:3 Kilercioglu (65.), 1:3 V. Zer (76.)

mittelhessen.de, 05. 05. 2012


Keine Schützenhilfe für den SVW

Von Stephan Neumann

BIEBRICH 02 Melunovic ordnet 1:3 gegen abstiegsbedrohten VfB Marburg nach kraftraubender Runde als verzeihbar ein

Schützenhilfe Fehlanzeige: Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 verlor gegen den abstiegsbedrohten VfB Marburg 1:3 (0:0). Sehr zum Leidwesen der Nachbarn Kastel 06 und SVW, die dadurch weiter Marburgs Atem spüren. „Eine unnötige Niederlage, die durch individuelle Fehler eingeleitet wurde. Aber letztlich kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das Bemühen war vorhanden. Wir haben uns keinesfalls hängen lassen“, meinte Trainer Elvir Melunovic.

Besier bei Traumtor perplex

Nach dem 6:2 im Pokalfinale am Maifeiertag über den Türkischen SV kontrollierten die Biebricher in der Tat vor der Pause das Geschehen, fanden aber kein Durchkommen. Anders die Marburger im zweiten Abschnitt. Per Konter trafen sie zum 0:1. Bald darauf hatte 02-Keeper Colin Besier, der den Vorzug gegenüber Abwanderer Volkan Tekin erhalten hatte, erneut das Nachsehen. Zuerst wehrte er ab, um danach staunend zuzuschauen, wie der aus 25 Metern abgegebene Nachschuss den Kurs in Richtung Giebel nahm.

Das folgende 0:3 raubte Biebrich endgültig den Nerv, aber nicht die Moral. Doch das von David Meurer aufgelegte und von Volkan Zer erzielte 1:3 kam zu spät (76.). Angesichts der langen, kraftraubenden Phase mit schmalem Aufgebot ordnete Melunovic die Niederlage der Rubrik „entschuldbar“ zu.

Am Sonntag beim SVW

Am Sonntag im Derby beim Nachbarn SVW wird der Bosnier aber auf Wiedergutmachung pochen. Allein schon deshalb, um keinerlei Gerüchte einer Nachbarschaftshilfe aufkeimen zu lassen. Unterdessen hofft Melunovic, in puncto Neuzugänge demnächst Vollzug melden zu können. „Die Spieler, die kommen, müssen uns sportlich weiterhelfen. Sie müssen charakterlich in Ordnung sein und sie müssen in unseren finanziellen Rahmen passen“, verweist der 40-Jährige auf sein Anforderungsprofil. Soll heißen: Melunovic schaut bei potenziellen Neuen ganz genau hin.

Davon abgesehen können sich die 02er nach ihrem Cupsieg künftig im Regionalpokal profilieren. Main-Taunus-Champion FC Eddersheim steht als möglicher Gegner fest. Im Rheingau-Taunus ermitteln SV Presberg und TuS Beuerbach am 17. Mai in Walluf den Kreispokalgewinner. In Limburg stehen Dietkirchen und Hadamar im Finale.

Biebrich: Besier - Y. Yildiz ¹ (59. Okuda), Maus, Meurer, Oestereich - Paliakov (74. B. Marzouki), Pilger, Hachenberger, Altas - O. Zer - V. Zer

Tore: 0:1 Temava (55.), 0:2 Xenokalakis (65.), 0:3 Kilercioglu (65.), 1:3
V. Zer (76.) ²

SR: F. Putz (Langen)

Zu.: 100

¹ Yilmaz

² laut DFB-Net 0:1 Ternava (55.), 0:2 Xenokalakis (57.), 0:3 Kilercioglu (65.), 1:3 V. Zer (76.)

WT, 07. 05. 2012


36. Spieltag

SV Wiesbaden 1899 - FV Biebrich 02 2:0 (2:0) - 13. 05. 2012

Kollektive Stärke wiederentdeckt

Von Stephan Neumann

VERBANDSLIGA-DERBY SVW bannt mit 2:0 über 02er weitgehend Gefahr des Direktabstiegs / Rot gegen Maus

Eine sehr starke erste Halbzeit genügte Fußball-Verbandsligist SV Wiesbaden, um den dringend benötigten Erfolg über den Stadt-Rivalen FV Biebrich 02 in die Wege zu leiten. 2:0 hieß es für den Sportverein, der nun zu Absteiger Wieseck muss, zum Finale am 26. Mai die SG Oberliederbach empfängt. „Von Ivan Rebic im Sturm angefangen haben wir als Kollektiv mit zehn Mann verteidigt. Alle wussten, was auf dem Spiel steht. Das war eine super Leistung“, meinte der mit Manuel Haber im Mittelfeld-Zentrum aufgebotene Jörg Lubojanksi (25), der - wie stets - ein kämpferisches Vorbild war.

SVW-Coach Dietmar Aßmann fühlte sich um Zentnerlasten erleichtert: „Alle haben zu hundert Prozent ihre Aufgabe erfüllt. Mit dieser Leistung ist mir mit Blick auf die letzten beiden Spiele und auf eine eventuelle Relegation nicht bange.“ Bliebe der Sportverein im Endklassement Fünftletzter, müsste er in der Ausscheidung mit Germania Schwanheim (Zweiter der Wiesbadener Gruppenliga) und dem VfB Wetter (Dritter der Gruppenliga Gießen/Marburg) als Gegnern rechnen. Doch noch ist die Rettung möglich.

Zaubertor von Silveira

Auf dem Kunstrasen im Helmut-Schön-Sportpark hatten zunächst die Biebricher durch den Innenpfostentreffer von Bastian Pilger für Aufsehen (13.) gesorgt. Danach übernahm der SVW die Regie, agierte ungemein konzentriert und abgeklärt. Von Nervosität oder Abstiegsängsten war nichts zu spüren. Sogar in spielerischer Hinsicht griffen die Rädchen ineinander. Außerdem zeigte Fabio Aires Silveira, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Eine Augenweide, wie er den Ball nach Pass von Dennis Kunz knapp vor der 16er-Grenze annahm und anschließend mit perfekter Schusstechnik im Winkel einschweißte.

Ein traumhafter Treffer, der Flügel verlieh. Während die 02er in der Offensive praktisch nicht mehr stattfanden, kombinierte der SVW mit dem agilen Zakaria Ouffata auf hohem Tempo. Der Lohn war das von Pierre Massfeller erzielte 2:0 (30.) - die Vorentscheidung.

Im zweiten Abschnitt sorgte lediglich der Turbo-Einsatz von 02-Abwehrspieler Christian Maus gegen den eingetauschten Philip Reichardt für Aufsehen. Der Referee ahndete das Einsteigen mit der Roten Karte für Maus. „Er wollte den Ball im Sprint erobern. Da war keinerlei Absicht im Spiel. Eine Verwarnung hätte genügt“, meinte Biebrichs Coach Elvir Melunovic. Am SVW-Sieg gab es aus seiner Sicht nichts zu rütteln: „Der Sportverein hat mehr Willenskraft investiert. Möglich, dass angesichts des kleinen Kaders bei uns ein bisschen die Luft raus ist.“

Davon abgesehen dürfte den Biebrichern der Nachbar als künftiger Derby-Gegner lieber sein als ein unattraktives Duell mit einem mittelhessischen Club. Durch das Marburger Remis gegen Wieseck muss der Sportverein zumindest nicht mehr so sehr die Gefahr des direkten Abstiegs fürchten. Allerdings droht Mittelfeld-Dynamiker Mohamed Ayadi (Knochenabsplitterung im Ellenbogen) für das Saison-Finish auszufallen. Biebrich beendet die Runde gegen Waldgirmes II und in Wörsdorf.

SV Wiesbaden: Ries - Ikeda, Lubojanksi, Haber, Ouffata - P. Massfeller, Küster (84. Adou), Patrick Kürzer, Kunz (76. P. Reichardt) - Aires Silveira
(80. Kroj ¹) - Rebic

Biebrich 02: Tekin - Y. Yilmaz (70. Y. Celik ²), Maus, Meurer, Oestereich - Paliakov, Pilger, Okuda (65. Hachenberger ³), Altas - O. Zer - V. Zer

Tore: 1:0 Aires Silveira (26.), 2:0 Massfeller (30.)

SR: Günsch (Battenberg)

Zuschauer: 250

Rot: Maus (88.)

¹ laut DFB-Net 84. Minute

² laut DFB-Net 74. Minute

³ laut DFB-Net 57. Minute

WT, 14. 05. 2012


37. Spieltag

FV Biebrich 02 - SC Waldgirmes II 0:1 (0:1) - 19. 05. 2012

Im Negativ-Muster gefangen

BIEBRICH 02 0:1 gegen Waldgirmes II markiert dritte Niederlage in Folge

(nn). Seit dem klaren Endspielsieg im Pokalfinale über den Türkischen SV läuft beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 nichts mehr zusammen. Das 0:1 gegen das damit praktisch gerettete B-Team des SC Waldgirmes markiert die dritte Punktspiel-Niederlage in Serie. Zum Runden-Ausklang wollen die 02er nun bei Schlusslicht TSG Wörsdorf unbedingt eine Blamage verhindern.

Das fordert jedenfalls Trainer Elvir Melunovic, der auf den verletzten Tim Maurer und den gesperrten Christian Maus verzichten musste. „Es war das gleiche Muster wie bei den Niederlagen gegen Marburg und den SVW. Hinten verteilen wir Geschenke und vorne betreiben wir riesigen Aufwand, ohne zum Abschluss zu kommen“, haderte der 40-Jährige mit seinen Schützlingen.

Celik und Rivera bleiben

Symptomatisch die Szene in der 85. Minute, als Torjäger Volkan Zer freistehend am Torhüter scheiterte. Blieb die passable Vorstellung von Yasin Celik auf der rechten Außenbahn als kleine Erkenntnis einer Partie zum Vergessen.

Celiks Verbleib bei den 02ern ist nunmehr ebenso beschlossene Sache wie der von Flügelspieler Camilo Rivera, der sich nach längerer Verletzungspause in der neuen Saison wieder in die Stammformation zurückkämpfen will.

FV Biebrich 02: Besier - Y. Yilmaz, Pilger, Meurer, Altas - Oestereich, Hachenberger - Y. Celik (75. B. Marzouki), O. Zer, Paliakov (70. Rivera ¹) -
V. Zer

Tor: 0:1 L. Hartmann (9.)

SR: Boulghalegh (Rüsselsheim)

Zuschauer: 80

¹ laut DFB-Net 57. Minute

WT, 21. 05. 2012


Hartmann lässt Waldgirmes jubeln

Zittersaison mit Happyend - Frühes Tor sorgt für Sicherheit

GIESSEN (wi). Nach wochenlangem Bangen und Zittern hat Lucas Hartmann den SC Waldgirmes II erlöst und nach dem Schlusspfiff für Jubelstürme und glückliche Gesichter gesorgt. Sein früher Treffer in der 9. Minute bescherte der Hessenliga-Reserve einen 1:0-Auswärtssieg beim FV Biebrich 02 und den Klassenerhalt in der Verbandsliga Mitte. Dass für den Verbleib in der Liga letztlich deutlich mehr als 40 Punkte nötig waren, zeigt, wie hart umkämpft das Rennen im unteren Tabellenviertel war.

FV Biebrich 02 - SC Waldgirmes II 0:1

Zum idealen Zeitpunkt traf Stürmer Hartmann, der mit seinem Tor nach neun Minuten die Nerven der Gäste beruhigte. Julian Greis hatte eine Ecke hereingeschlagen, Hartmann lauerte am langen Pfosten, profitierte vom Zögern des Biebrichter Torhüters Besier beim Herauslaufen und wuchtete den Ball in die Maschen.

Zum Ärger von FV-Trainer Elvir Melunovic, der seiner Mannschaft attestierte, „keine Lust“ gehabt zu haben, taten die Gastgeber anschließend wenig dafür, den Rückstand zu egalisieren. Fast wäre Waldgirmes noch vor der Pause das 2:0 gelungen, doch Sven Kusebauch traf in der 34. Minuten aus spitzem Winkel nur die Latte.

Deutlich mehr Gegennwehr zeigte der FV nach einer vermutlich ordentlichen Gardinenpredigt des Coachs nach dem Seitenwechsel, Torchancen konnten sich die Zer und Co. aber keine erspielen. Die Vorentscheidung verhinderte nach 58 Minuten erneut die Latte. Max Schneider hatte fulminant aus über 30 Metern abgezogen, doch der Ball sprang von der Unterkante der Latte wieder zurück ins Feld. Pech, das aber keine Folgen mehr hatte, weil SC-Torhüter Nils Holzhäuser in der 89. Minute gegen den frei vor ihm aufgetauchten Vokan Zer parierte und damit den Sieg festhielt.

FV Biebrich: Besier; Altas, Pilger, Meurer, Yilmaz, Östereich ¹, Paliakov
(58. Rivera), Hachenberger, Celik (76. Marzouki), O. Zer, V. Zer

SC Waldgirmes II: Holzhäuser; Schneider, Döring, Heuser, Gries, Vinetic
(85. Frenz), Künkler, Windust, Hocker, Hartmann (65. Ried ²), Kusebauch

Tore: 0:1 Hartmann (9.)

SR: Boulghalegh (Rüsselsheim)

Gelbe Karten: Östereich ¹/Döring

Zuschauer: 100

¹ Oestereich

² laut DFB-Net 60. Minute

Gießener Anzeiger, 21. 05. 2012


Aktueller Spieltag

38. Spieltag

TSG Wörsdorf - FV Biebrich 02 1:1 (1:0) - 26. 05. 2012

Wörsdorf verabschiedet sich ordentlich

DERBY 1:1 gegen 02er, die TSG-Keeper Findeis holen

(nn). Kein Sieger zum Ausklang: 1:1 (1:0) hieß es im Verbandsliga-Derby zwischen Absteiger TSG Wörsdorf und dem FV Biebrich 02, der nach schwachem Saisonstart unter Trainer Elvir Melunovic schnell den Weg aus der Abstiegszone fand.

Nach Kopfball von Nick Erwe signalisierte der Schiedsrichter-Assistent, dass der Ball hinter der Linie war. 02-Torjäger Orkun Zer antwortete per Freistoß mit einem Lattenknaller (35.), bevor TSG-Akteur Prince Smith die Stabilität des Pfostens prüfte (42.). Der Sololauf von Biebrichs Bastian Pilger zum 1:1 geriet zum Schlusspunkt des munteren Derbys.

Wörsdorfs Keeper Robin Findeis, der in Sommer zu den 02ern wechselt, hielt seinen Kasten bis zum Abpfiff sauber. Als Biebricher Abgänge stehen derweil Yasin Yilmaz und Torhüter Colin Besier (beide zum FC Bierstadt) fest. Somit bleiben fünf Positionen im künftigen Kader vakant. „Wir nehmen uns bei der weiteren Suche Zeit“, sagt Trainer Elvir Melunovic, der insbesondere nach Offensivkräften Ausschau hält.

Acht Neue in Wörsdorf

Nach neun Hessen- und zwei Verbandsliga-Jahren beginnt im Sommer in Wörsdorf eine neue Ära. Angesichts der Zugänge Mustafa Aktan (SV Presberg), Artug Özbakir (RSV Würges), Matthias Scheib (SG Hünstetten), Marcus Zapp (RSV Würges II), Torhüter Kai Tillmann (FC Kalbach), Marc Martin Lopez (Freie Turner), Dennis Duras (SV Wallrabenstein) und Milad Azar (Portugiesischer SV) sowie aufgrund vorhandener Talente dürfte die Talfahrt in der Gruppenliga ihr Ende finden.

TSG Wörsdorf: Findeis - Ott, J. Vogler, D. Freyer, M. Leus - N. Vogler, Smith (67. Pilica), M. Schmidt (79. G. Bingöl), Cappel - J. Diehl (87. Meier), Erwe

Biebrich 02: Tekin - Y. Celik, Melunovic, Meurer, Oestereich - Rivera
(87. L. Danielewski), Pilger, Y. Yilmaz, Altas - O. Zer (87. Yesilyurt) - V. Zer

Tore: 1:0 Erwe (23.), 1:1 Pilger (62.)

SR: Wiebe (Niedernhausen)

Zu.: 50

WT, 29. 05. 2012


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Zuletzt geändert am 08.06.2012. 14:20:14

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